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  • Fr., 03. Juli 2020, 09:12 Uhr
    Stadtparlament geht in die Sommerpause / Bürgermeister Störmer berichtete aus dem Magistrat

    Coronaregeln bleiben aktuell

    LAMPERTHEIM – In seinem zweiten Sachstandsbericht zur Corona-Pandemie vom 30. Juni teilt Bürgermeister Gottfried Störmer mit, dass sich in Lampertheim bislang 80 Menschen mit dem Covid-19-Virus infiziert hatten. Ziel sei es gewesen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und die Bürgerinnen und Bürger sowie die Verwaltungsmitarbeiter vor einer Corona-Infektion zu schützen. Nach den Lockerungen gelte es weiterhin wachsam zu bleiben. Weiterhin gelten Kontaktbeschränkungen und die Regeln zu Abstand, Hygiene und zum Tragen von Alltagsmasken. Der Pandemie-Stab der Stadtverwaltung Lampertheim passt die Aufgaben der Verwaltung jeweils an die aktuell geltenden Rahmenbedingungen an. Mit den gegenwärtigen Lockerungen ergeben sich weitere Öffnungen und die Wiederherstellung vieler Angebote. Allerdings müssen viele Dienstleistungen der Stadtverwaltung neu organisiert und strukturiert werden, um die Arbeitsfähigkeit der Verwaltung zu gewährleisten. Wie bisher auch, müssen Bürgerinnen und Bürger telefonisch vorab einen Termin beim Rathaus-Service vereinbaren, um Ihre Anliegen im Haus am Römer erledigen zu können. Zurzeit wird an einer Onlineterminvergabe gearbeitet. Bei Bestattungen sind zahlreiche Regeln zu beachten. So empfiehlt die Stadtverwaltung die Trauergemeinde wie bisher auf maximal 20 Personen einschließlich Pfarrer, Sargträger, Bestatter etc. zu begrenzen. Darüber hinaus sollte auch bei diesen Anlässen eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden. Die Friedhofsverwaltung der Stadt Lampertheim wird bei der Durchführung von Trauerfeiern und Bestattungen auf die derzeit geltenden Hygienevorschriften achten und diese umsetzen. Alle städtischen Liegenschaften und deren Räumlichkeiten wurden flächendeckend mit Desinfektionsspendern und Beschilderungen ausgestattet. Die Nutzung unterliegt den Regeln, die Stadt oder Sportverbände erlassen haben. Die Verantwortung liegt bei den Verantwortlichen der Vereine. Zur Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen gibt es die Hygiene- und Zugangskonzepte. Die Sitzungen der politischen Gremien wurden neu organisiert. In entsprechend großen Räumlichkeiten können Präsenzsitzungen stattfinden. Die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde durch die Sitzordnung in der Hans-Pfeiffer-Halle entzerrt. Die Stadtbücherei ist geöffnet, jedoch werden die Besucher einzeln und geführt eingelassen, der Besuch wird dokumentiert. Auch hier sind die Desinfektionsregeln einzuhalten. Die weiterhin geschlossene Zweigstelle in Hofheim bietet Buchpakete an. Bürgermeister Gottfried Störmer und seine Vertreter werden voraussichtlich ab 1. August Gratulationsbesuche wieder aufnehmen, die bislang zum Schutz aller Beteiligten ausgesetzt wurden. 

    Weitere Lockerungen in Lampertheim

    Mit der 14. Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte und des Betriebs von Einrichtungen und Angeboten aufgrund der Corona-Pandemie kann die Seniorenbegegnungsstätte wieder öffnen, die Angebote werden schrittweise starten. Eine Liste der geplanten Veranstaltungen hat der Seniorenausschuss erarbeitet, jedoch sind „Großveranstaltungen“ dort nicht möglich. Da alle Großveranstaltungen bundesweit bis zum 31. Oktober untersagt sind, sind auch die Lampertheimer Kerwe und die Howwemer Kerb betroffen. Die Stadtverwaltung möchte, dass Traditionen weiterhin gelebt werden können, daher sollen Vereine und Gastronomen die Möglichkeit für eine „alternative“ Kerwe unter Einhaltung der Hygieneregeln erhalten. Mit Hygiene- und Abstandskonzept hat das Freibad der Biedensandbäder seit 15. Juni für alle Bürger geöffnet. Seit 29. Juni wurde die begrenzte Personenzahl auf 150 Personen in den drei Zeitblöcken montags bis freitags sowie in den zwei Zeitblöcken samstags und sonntags erhöht. Für die Reservierung von Besuchszeiten ist ein Onlinebuchungssystem eingeführt. Zum Schutz der Verwaltungsmitarbeiter am Arbeitsplatz und der Bürger durch die Bereitstellung städtischer Räume für Dritte gibt es Verwaltungsverfügungen. Mit der 7. Pandemieschutzverfügung (PSV) sollen zugleich die durch die Coronakrise zurückgefahrenen Leistungen sukzessiv hergestellt werden und die Einschränkungen der Bevölkerung minimiert und erträglicher gestaltet werden. Täglich bewertet die AG Pandemie Gesetze und Verordnungen aus Bund. Anpassungen für Lampertheim werden durch Verwaltungsverfügungen bekannt gemacht. In der Kinderbetreuung, die anfänglich als Notbetreuung, dann als eingeschränkter Regelbetrieb erfolgte, wird ab 6. Juli vom Regelbetrieb abgelöst. Zur Zeit der Notbetreuung hatte die Stadtverwaltung mit Erzieherunterstützung die „digitale Kita“ KITA@HOME mit pädagogischen Angeboten ins Leben gerufen, um Eltern und Kinder bei der Betreuung in den eigenen vier Wänden zu unterstützen, exklusiv für Kinder, die sonst in städtischen Einrichtungen betreut werden. Bürgermeister Störmer richtet seinen Appell an die Verwaltungsmitarbeiter, die politischen Vertreter und die Bevölkerung, mit den Lockerungen verantwortungsvoll und rücksichtsvoll umzugehen. Die Schutzmaßnahmen müssen eingehalten werden. In der neuen Corona-Warn-App sieht  Bürgermeister Störmer „ein weiteres wichtiges Puzzleteil zur Bekämpfung des Coronavirus“. Das volle Angebot der Verwaltung als neue Normalität für die Bürger zu ermöglichen nennt Störmer als nächstes Ziel. „Gleichzeitig wird sich die Verwaltung auf eine mögliche zweite Infektionswelle vorbereiten, um auch in Zukunft gerüstet zu sein“.  Hannelore Nowacki

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