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Mo., 21. November 2022, 16:58 Uhr
WIEDERVERWERTUNG: Gemeindevertreter Biblis und Ortsbeiräte bei Blumenzwiebelpflanzaktion
Damit Bienen und andere Insekten im Frühling Nahrung finden
Kalt und nass war es bei der Pflanzaktion, aber es machte offensichtlich Spaß. Foto: Hannelore Nowacki
BIBLIS– Ergiebiger Regen hatte die Erde schön aufgeweicht, also ideal zum Graben von Pflanzlöchern für die Zwiebeln von Narzissen, Tulpen, Krokussen und anderen Frühlingsblühern, die den Bienen und Insekten nach der Winterruhe erste Nahrungsquellen bieten. Die Blumenzwiebelpflanzaktion am Samstagvormittag hatte die Gemeindevertretung beschlossen, um einen Beitrag zum Naturschutz zu leisten. Auch die Menschen dürfen sich auf die bunte Blütenpracht freuen. Die Ortsbeiräte in Nordheim und Wattenheim engagierten sich ebenfalls bei der ehrenamtlichen Aktion. Die Gemeindevertreter schoben ihre Schäufelchen hinter der Weschnitzbrücke an der Bürstädter Straße Richtung Kirche auf der linken Seite in den lockeren Boden und setzten die Zwiebeln. Insgesamt waren 500 Zwiebeln unter die Erde zu bringen, zwischen Kraftwerkskreuzung und Riedsee sollten die restlichen Zwiebeln eingegraben werden. Der anhaltende Regen und kalte Winde erforderten wetterfeste Jacken, für die Sicherheitswesten hatte der Bauhof gesorgt. Bürgermeister Volker Scheib hatte im Auto Proviant für alle Teilnehmer der Aktion an allen drei Standorten, die er nacheinander mit gebutterten Laugenstangen und heißem Kaffee versorgte. Weit über tausend Blumenzwiebeln wurden auf den Friedhöfen aus verblühten Gestecken abgegeben, beim Bauhof gesäubert und aufbewahrt. Wie frisch gekauft lagen die Zwiebeln in den Kisten, die Thomas Reinhardt vom Bauhof mitgebracht hatte. Zurzeit absolviert er seine Meisterausbildung zum Landschaftsbauer, nahm sich aber die Zeit für diese Pflanzaktion. Ein paar Tipps gab er den Lokalpolitikern mit: Die Zwiebeln werden nach ihrer Größe etwa doppelt so tief eingegraben, die kleinen Zwiebelchen der Krokusse also näher an der Erdoberfläche. Danach die Erde fest andrücken. Jedes Jahr treiben die Zwiebeln erneut aus und können sich sogar vermehren. Ganz nebenbei erfuhren die Lokalpolitiker, wie sie noch vor Weihnachten frische Frühlingsblumen auf den Tisch bekommen – einfach Blumenzwiebeln für den nötigen Kältereiz zwei Tage ins Gefrierfach legen. Dann haben sie das Gefühl, dass der Winter vorbei ist und treiben aus. In Nordheim kamen 400 Blumenzwiebeln auf dem Friedhof zusammen, die am Sportplatz eingegraben wurden. In Wattenheim wurden 300 Blumenzwiebeln gesammelt, die ihren Platz am Weschnitzdeich am Ortseingang und vor der ehemaligen Pizzeria fanden. Hannelore Nowacki
Vor der Arbeit die Einweisung von Bauhofmitarbeiter Thomas Reinhardt. Bürgermeister Volker Scheib fuhr mit dem Proviant weiter nach Nordheim und Wattenheim. Foto: Hannelore Nowacki