Do., 20.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Di., 11. Mai 2021, 15:21 Uhr
    MAGISTRATSPRESSEGESPRÄCH: Freistehender Wohnraum gesucht / Blick auf 100 Tage Erster Stadtrat Marius Schmidt

    Dank „CleVermieter”-Programm ohne Risiko vermieten

    Wohnraum gesucht: Die Stadtverwaltung Lampertheim sucht Vermieter, die ihre Wohnung über das Programm „CleVermieter” ohne Risiko vermieten möchten. Foto: www.pixabay.com


    LAMPERTHEIM – Beim traditionellen monatlichen Magistratspressegespräch der Stadtverwaltung Lampertheim standen am Dienstag zwei Themen im Fokus: Einerseits die Thematik des Bedarfs an Wohnungen, in deren Rahmen Bürgermeister Gottfried Störmer auf das Programm „CleVermierter” hinwies und andererseits ein Blick auf die Tätigkeit von Marius Schmidt in dessen 100 ersten Tagen als Stadtrat. 

    Zunächst blickte Bürgermeister Störmer auf die immer wieder aufkommende Diskussion rund um den Bedarf an Wohnungen – und das im Gegenzug dazu immer wieder Wohnraum ungenutzt frei stünde.„Es wird oft in die Diskussion eingeworfen dass es so viel Leerstand gibt und dass dieser genutzt werden sollte bevor etwas zugebaut wird. Wir möchten darauf aufmerksam und deutlich machen, dass uns dieser mitgeteilt wird, um unser ‚CleVermieter-Programm‘ vorantreiben können. Denn nach wie vor ist es so, dass wir als Stadt Wohnungen und Häuser anmieten”, betonte das Stadtoberhaupt.

    Dieses Programm bietet den Eigentümern zwei attraktive Varianten: Einerseits den Ankauf von Belegungsrechten für mindestens fünf bis maximal 20 Jahren und andererseits einen Mietvertrag mit der Stadt. Beide Varianten haben entsprechende Vorteile – so wird beim Ankauf von Belegungsrechten das Vertragsverhältnis mit dem tatsächlichen Mieter geschlossen, zudem erfolgt die Vermietung nur an von der Stadt vorgeschlagene Wohnungssuchende mit gültigem Wohnberechtigungsschein. Die Höchstmiete darf hierbei maximal 5,50 Euro pro Quadratmeter betragen, wobei die Stadt einen Zuschuss in Höhe von 1,50 Euro pro Quadratmeter gibt. Im Fall des Mietvertrages mit der Stadt erfolgt hingegen die Vermietung zu ortsüblichen Konditionen. So kann jeder Wohnraumeigentümer je nach Wert seiner Immobilie ganz flexibel entscheiden, ob er eine Förderung der Stadt in Anspruch nimmt oder zu ortsüblichen Konditionen vermietet. Außerdem kann er festlegen, ob er den Mietvertrag mit dem tatsächlichen Mieter oder der Stadt abschließen möchte. Die Anforderungen für eine Vermietung, alle Informationen zum Ankauf von Belegungsrechten sowie die Förderrichtlinien sind auf der Internetseite der Stadt Lampertheim zu finden.

    „In der Regel machen wir drei Vorschläge, aus denen Vermieter aussuchen kann, wen er in seine Wohnung lassen möchte”, ergänzte Bürgermeister Störmer. „Wir sind dann aber dafür verantwortlich, dass der Vermieter sein Geld erhält und die Stadt bringt sich auch mit Reparaturen ein, sofern diese nicht in den Bereich des Vermieters fallen.  Wir wollen vermitteln dass wir dieses Programm haben.

    Aktuell verfügen wir über 15 Wohnungen, die wir auf diesem Weg vermietet haben, und sind mit dem Vermieter einer 16. Wohnung im Gespräch. Es wäre toll, wenn wir noch mehr Wohnungen, die tatsächlich leer stehen, gemeldet bekommen. Wer sich nicht traut, seine Wohnung zu vermieten, weil er befürchtet einem Mietnomaden auf den Leim zu gehen oder mit dem Mieter nicht klar zu kommen: Hier bieten wir gerne Entlastung für den Vermieter. Dies ist eine gute Möglichkeit, sein Eigentum der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen, mit Vermieten ohne Risiko.”

    Im Anschluss blickte Marius Schmidt auf seine ersten 100 Tage im Amt des Ersten Stadtrates zurück und zog eine erste Bilanz. „Zusammenarbeit ist die Grundlage für alles, daher zunächst ein herzliches Dankeschön an Bürgermeister Störmer für die ausgesprochen kollegiale, gleichberechtigte und gut funktionierende Zusammenarbeit, dies tut dem Haus sehr gut und ist gerade in Anbetracht der bevorstehenden großen Projekte wichtig. Wir wollen eine gestaltende Verwaltung sein, die alle mitnimmt, und Lampertheim ist eine Stadt, die sich schon immer durch ehrenamtliches Engagement und soziale Infrastruktur ausgezeichnet hat. Dies fortzuführen und in die Zukunft zu bringen ist meine Aufgabe.”

    Ist am Mittwoch genau 100 Tage im Amt als Erster Stadtrat: Marius Schmidt. Foto: Hannelore Nowacki


    Gestartet sei er mit voller Aktion: Mit Wildschweinen im Schwimmbad und dem Corona-Ausbruch in der Kita Guldenweg. „Aber seitdem ist viel positives geschehen”, so Marius Schmidt weiter. „Wir sind ein großes Team Stadtverwaltung, das arbeitet, um Bürgerinnen und Bürgern einen Nutzen bringen zu können, dies ist in den ersten 100 Tagen gelungen”, so der Erste Stadtrat, der das Amt mit voller Leidenschaft im Sinne der Bürgerinnen und Bürger ausfüllen möchte. Bisher sei viel mit Impulsen versehen und auf den Weg gebracht worden: „Mein Lieblingsthema ist die Hallenbadsanierung, wir sind froh diese in gutes Fahrwasser haben bringen zu können, denn die Biedensand Bäder sind ein wichtiger Standortfaktor für Lampertheim. Zudem haben wir das neue Bürgerportal Lampertheim gestartet, die Zugriffszahlen zeigen, dass Online-Bürgerbeteiligung funktioniert. Danke an die BürgerInnen für ihre Ideen, wir werden diese nun entsprechend bearbeiten.”  Ein weiterer Aspekt sei die Vereinsförderung: „Hier haben wir in der kommenden Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss die Vereinsförderpreise auf der Tagesordnung. Diese wird in diesem Jahr ausgesetzt, aber jeder Verein, der uns den entsprechenden Bogen geschickt hat, erhält 200 Euro, um die Vereine finanzielle zu unterstützen.”

    Für die Zukunft sei vieles auf den Weg gebracht worden: Ende Mai erfolgt der Start von „Kultur auf dem Wochenmarkt”. Auch die Sommerbühne mit Kulturprogramm auf der Domwiese sowie die ehrenamtliche Seniorenbegleitung seien in der Umsetzung, ebenso wie eine Vorlage an die politischen Gremien zur Überarbeitung der Vereinsförderung. „Gute Nachrichten gibt es in den Bereichen Integrationskommission und Behindertenbeirat. Wir haben alle Plätze der Integrationskommission mit toller Auswahl verschiedener Nationen belegt und der Behindertenbeirat wird ebenfalls in eine neue Wahlperiode gehen.” Weitere Projekte sind die Änderung der Gebührensatzung der Bücherei mit Entlastung der Kinder, die Erweiterung des Portfolio der Bücherei durch die „Bücherei der Dinge” und die Weiterentwicklung der Zehntscheune sowie der Alten Schule, die zum Sozialzentrum ausgebaut werden soll. Benjamin Kloos

     

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 1