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  • Mo., 19. Juli 2021, 16:15 Uhr
    SOMMERTOUR I: Landrat Christian Engelhardt zu Besuch in der Schillerschule Bürstadt / Schattenspender und Spielgeräte für Ersatz-Schulhof auf der Wunschliste der Schule / Appell an Eltern

    Dank Modulen Unterricht auf höchstem Niveau und in angenehmer Atmosphäre

    Zum Auftakt seiner Sommertour besuchte Landrat Christian Engelhardt die Schillerschule in Bürstadt und begutachtete gemeinsam mit Johannes Kühn vom Eigenbetrieb Schule und Gebäudewirtschaft sowie Rolf Winkler, Konrektor der Schillerschule, (v.l.) die Module. Foto: Benjamin Kloos


    BÜRSTADT – Traditionell unternimmt Landrat Christian Engelhardt in der ersten Woche der Sommerferien eine Sommertour durch das gesamte Kreisgebiet – doch während in den vergangenen Jahren immer ein bestimmtes Thema im Mittelpunkt stand, ist dies aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Sommer anders: „Was ist unter Corona wichtig geworden, wo ist besondere Unterstützung notwendig” – unter diesem Motto stehen unter anderem der 5G-Ausbau, Radwege, Freizeitangebote aber besonders auch die Schulen im Fokus. „Bewusst findet der Auftakt zur Sommertour in diesem Jahr an der Schillerschule in Bürstadt statt”, erläuterte Landrat Engelhardt am Montag. „Denn hier ist es besonders spannend, gerade auch was den Sachstand der Baumaßnahmen betrifft. Dabei ist es mir wichtig, vor Ort zuzuhören und Anregungen aber auch Probleme mit zu nehmen.”

    In der Schillerschule ist derzeit eine große Baumaßnahme im Gange: Zunächst wird der Ostflügel der Schule abgerissen, hier entsteht anschließend ein modernen Neubau, der größer gestaltet wird und allen Klassen in einem Gebäude Platz bieten wird. Um den Unterricht für die Bauzeit zu ermöglichen, wurden Module aufgebaut, in denen der Unterricht für die 1., 3. sowie zwei 2. Klassen in den nächsten drei bis vier Jahren stattfinden wird. Dann ist das neue, große Gebäude fertig und alle Schülerinnen und Schüler werden dieses bevölkern. Anschließend werden die Module wieder abgebaut und auch der Westflügel abgerissen.

    640 Schülerinnen und Schüler besuchen die größte Grundschule im Kreis derzeit, in den Modulen werden neben 16 Klassen auch die Schulleitung, das Lehrerzimmer, das Sekretariat und die Bücherei untergebracht. Positiv erwies sich bei der Besichtigung am Montag das Raumklima, und auch die Ausstattung des Sekretariats ist moderner. Die Schülerinnen und Schüler selbst werden nach der Fertigstellung des neuen Gebäudes eine entsprechende moderne Ausgestaltung des Mobiliars erhalten, da dieses auf das Raum- und Lernkonzept der „neuen” Schillerschule abgestimmt ist.

    Rolf Winkler, Konrektor der Schillerschule, betonte, dass „wir uns freuen, wenn wir mit den Kindern nach den Ferien in die Module umziehen können. Die Kinder haben bereits in der letzten Schulwoche gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern ihre Lern- und Lehrmaterialien in die neuen Räume getragen und sind jetzt sehr gespannt und aufgeregt.” Bei aller Freude dürfe man aber auch einige wesentliche Punkte nicht vergessen: „Was uns Sorge bereitet ist der Ersatz-Schulhof für die Bauzeit. Hierfür sind noch keine Spielgeräte vorhanden, ebenso wenig wie Sitzgelegenheiten und Schattenspender. Ein weiteres Problem ist, dass nicht alle Kinder gleichzeitig Pause machen können, da der Schulhof hierfür einfach zu klein sein wird. Wir werden hier ein Zwei-Schichten-System einführen. Dadurch müssen wir den Unterrichtszeitraum teilweise nach hinten verschieben. Da einige Kinder jedoch mit dem Bus kommen, werden wir wohl einen weiteren Bus einsetzen müssen und bitten hierfür um Unterstützung.”

    Bezüglich des ÖPNV stellte Landrat Engelhardt klar, dass er überzeugt ist, dass hier eine gute Lösung gefunden wird. Johannes Kühn vom Eigenbetrieb Schule und Gebäudewirtschaft erläuterte bezüglich des Schulhofsituation, dass der Bereich des alten Schulhofes bis zur Mensa ebenfalls weiter genutzt werden kann. „Für den Schatten werden wir spezielle Schirme aufstellen, hier haben wir an anderen Schulen bereits gute Erfahrungen gemacht. Bezüglich der Geräte werden wir auf mobile Möglichkeiten setzen – die Möglichkeit des Aufbaus eines Klettergerüstes prüfen wir derzeit”, so der zuständige Fachmann seitens der Kreises, der die Schillerschule ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit 

    „Das Geld, welches der Kreis hier investiert, ist sehr gut angelegt, dies ist an der Qualität der Anlage zu sehen. Wir waren uns wegen des Schattens und der Spielgeräte auf dem Übergangspausenhof Gedanken machen und eine Lösung finden – ebenso bei der Vertaktung beim Busverkehr. Was hier entsteht ist etwas ganz besonderes und lässt den Schulstandort Bürstadt erstrahlen”, stellte Landrat Engelhardt fest.

    Appell an die Eltern

    Bürgermeisterin Barbara Schader freute sich, wie „gut sich die Module gemacht haben. Wir haben diese bewusst nicht auf dem Schulhof, sondern entlang der Straße installiert.” Sie verwies darauf, dass durch die Installation an der Straße auch keine Gefahr für die Schüler und die Module selbst bestehen würde, richtete aber einen Appelle an die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen: „Eine Unfallgefahr vor der Schule entspringt vor allem durch die Elterntaxis. Daher habe ich die Bitte, nicht direkt zur Schule zu fahren, wenn Kinder mit dem Auto gebracht werden müssen. Parken Sie lieber an der Wasserwerkhalle oder in der Wasserwerkstraße – hier sind Parkplätze vorhanden und die Kinder kennen den Weg vom Sportunterricht, so dass sie von dort aus problemlos zu Fuß zur Schule gehen können.” Benjamin Kloos

     

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