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  • Do., 04. April 2019, 13:19 Uhr
    Sieben Absolventen der A1-Prüfung beglückwünscht / Weitere Sprachhelfer gesucht

    Dank Sprache wichtigen Schritt zu gelungener Integration gemacht 

    Die stolzen Absolventen des A1-Sprachkurses erhielte ihre Teilnahmebestätigung aus den Händen von Bürgermeister Gottfried Störmer (2.v.r.) – sehr zur Freude der Flüchtlingskoordinatorin der Stadt Lampertheim, Kristina Delceva (5.v.l.), sowie der beiden Lehrer Johannes Haefele (4.v.l.) und Otfried Niederauer (2.v.l). Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Sprache ist der Schlüssel zu einer gelungen Integration – umso erfreulicher war die Übergabe von Bescheinigungen zur erfolgreichen Teilnahme an der A1-Prüfung an sieben Absolventen am Donnerstag im Alten Rathaus in Lampertheim. Fast alle Teilnehmer der Sprachkurse wie diesem, der nun abgeschlossen wurde, bringen bereits eine Berufsausbildung mit und können somit ein wertvoller Teil der Gesellschaft werden, wenn sie durch Angebote wie dieses die Chance dazu erhalten – unter anderem sind unter den Absolventen ein ausgebildeter Apotheker, ein Möbelbauer, ein Journalist und eine Klavierlehrerin.

    „Heute erhalten Sie die Bestätigung, dass Sie am Sprachkurs A1 teilgenommen und diesen erfolgreich abgeschlossen haben. Hierzu möchte ich Ihnen herzlich gratulieren. Sie haben sich aufgrund der Situation in Ihren Heimatländern nach Deutschland begeben, sich hier eingelebt und erkannt, dass es sehr wichtig ist, mit Menschen reden zu können. Daher haben Sie den Sprachunterricht genutzt und die deutsche Sprache gelernt”, wandte sich Bürgermeister Gottfried Störmer an die Absolventen.

    Kristina Delceva, Flüchtlingskoordinatorin der Stadt Lampertheim, betonte, dass es Ziel sei, den Abschluss B1 zu erlangen. Hierzu werden die jetzigen Sprachschüler weiterhin viermal in der Woche je drei Stunden ihre Kenntnisse der deutschen Sprache verbessern, da der Kurs nahtlos weiter geht. „Mit Blick auf die Integration ist es sehr sehr wichtig, dass anerkannte Flüchtlinge nicht nur in den Arbeitsmarkt, sondern auch in die Gesellschaft integriert werden. Die Sprache ist hierfür das A und O”, erläuterte Kristina Delceva. „Seit 2015 bieten wir in Lampertheim Sprachkurse für die Menschen an, die keinen Platz in einem Integrationskurs bekommen haben. Denn wir möchten nicht nur zuschauen, sondern diesen Menschen den Zugang zur Sprache zur Verfügung stellen. Dies geht nur dank ehrenamtlicher Sprachhelfer, denen wir herzlich danken. Zum einen Johannes Haefele, der sehr geduldig und mit viel Enthusiasmus seinen Schülern den Weg zur deutschen Sprache ermöglicht. Ebenso engagiert ist Otfried Niederauer, der bereits seit fünf Jahren als Lehrer mit dabei ist. Beide helfen nicht nur bei der Sprache, sondern sind gleichzeitig auch Mentoren. Aber: Wir brauche noch mehr Helfer und suchen interessierte Menschen aus der Region, die bereits sind, als Helfer für den Sprachunterricht tätig zu werden.”

    Aus Sicht der Lehrer erläuterte Johannes Haefele, wie stolz es mache, den Schülern die deutsche Sprache zu vermitteln. „Es sind Menschen, die von weit her kommen und eine schwierige Reise hinter sich haben. Ich war überrascht über die große Motivation und den Eifer, mit dem diese Menschen Deutsch lernen möchten. Der Lions Club hat hierzu Lehrmittel zur Verfügung gestellt, dies ist eine wichtige Voraussetzung, dass die Vermittlung der Sprache gelingen kann. Wir benötigen aber noch mehr Menschen, die bereit sind, sich hier einzubringen. Es ist nicht nur Arbeit, sondern auch ein großes Geschenk – für die Menschen, die zu uns gekommen sind, aber auch für einen selbst.“ Benjamin Kloos

     

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