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  • Do., 05. September 2019, 20:37 Uhr
    Spende von Dr. Walter Seelinger an die evangelische Lukasgemeinde anlässlich seiner Goldenen Konfirmation  

    Defibrilator jetzt auch in der Lampertheimer Domkirche

    Offizielle Spendenübergabe des Defibrilators an die Lukasgemeinde für die Domkirche von Dr. Walter Seelinger an den Vorsitzenden des Fördervereins, Herbert Eichenauer. Foto: Sigrid Samson


    LAMPERTHEIM – Dank dem Lampertheimer Arzt Dr. Walter Seelinger verfügt neuerdings auch die Domkirche über einen Defibrilator. Für öffentliche Plätze und Gebäude besteht keine gesetzliche Pflicht, einen solchen Lebensretter zu installieren; allerdings kann er im Ernstfall Leben retten. So entstand bei Dr. Seelinger die Idee, anlässlich seiner Goldenen Konfirmation die evangelische Lukasgemeinde freiwillig zu unterstützen und ein Gerät zur Ersthilfe bei Herzproblemen für die Domkirche zu spenden. Die offizielle Übergabe fand am vergangenen Dienstag statt. 

    Pfarrerin Sabine Sauerwein von der evangelischen Lukasgemeinde begrüßte die Anwesenden in der Lampertheimer Domkirche, darunter einige Kirchenvorstandsmitglieder, der Vorsitzende des Fördervereins, Herbert Eichenauer, sein Stellvertreter Rudolf Steffan, Pfarrer Sven Behnke sowie die Gattin und der Schwiegersohn des Mediziners. Sauerwein bedankte sich bei Seelinger für die großzügige Spende anlässlich seiner Jubelkonfirmation. Eichenauer erwähnte, dass er von der Idee des Arztes begeistert war und der Förderverein auch einen finanziellen Beitrag dazu ergänzt hätte. Doch wie ihn die Lampertheimer kennen, „machen Seelingers keine halben Sachen, sondern immer ganze“, fügte er hinzu, worauf alle zustimmten. Die Anschaffung des Defibrilators wurde somit komplett von Seelinger übernommen – die Kosten belaufen sich auf insgesamt mehr als 1.000 Euro. Auch Eichenauer richtete seinen Dank im Namen des Fördervereins an den Spender. „Es ist nicht die erste Spende von ihm“, merkte er an und zeigte sich hocherfreut über die tolle Unterstützung. Die Domkirche ist ein geeigneter Platz, da sich hier immer wieder viele Menschen versammeln. Sauerwein schloss sich den Lobesworten im Namen des Kirchenvorstands an. Seelinger ergänzte, dass Zwischenfälle  bei größeren Menschenansammlungen immer mal wieder passieren können. Das zur Verfügung gestellte Gerät sei einfach zu bedienen, auch für Laien. Als Ort hat man sich auf den Vorraum des Seiteneingangs geeinigt, damit ein barrierefreier Zugang nach außen zum Rettungswagen gewährleistet werden kann. Durch den vorhandenen Vorhang ist es zusätzlich möglich, den medizinischen Notfall vor neugierigen Blicken zu separieren. 

    Gemeinsam mit seinem Schwiegersohn und gleichzeitig Praxismanager der Arztpraxis, Jannik Herrmann, der die technische Einführung mitgestaltet hatte, erklärte Seelinger im Anschluss die Handhabung des Gerätes. „Der Defibrilator ist nicht an Strom gebunden, sondern läuft über eine Batterie“ erklärte er und ergänzte, dass er auch die Folgekosten zur Anschaffung einer neuen Batterie übernehmen wird. Der Block sei bis zu acht Jahren haltbar. Bei der Handhabung brauche niemand Angst zu haben, etwas falsch zu machen, denn das Gerät gibt bei der Aktivierung exakte sprachliche Anweisungen. „Bleiben Sie ruhig und folgen Sie den Anweisungen“ ertönte es bei der Demonstration aus dem Lautsprecher des Gerätes. Gleichzeitig sollte immer eine weitere Person den Rettungsdienst alarmieren. Weitere Instruktionen erfolgen im Anschluss schrittweise und vollautomatisch. Neben der Inbetriebnahme des Defibrilators wurde den Anwesenden auch auf die Reanimierung erläutert. „Immer unterhalb des Brustbeins und rhythmisch drücken“, so Seelinger. Dabei sei die Taktfolge des „Radetzkymarschs“ hilfreich, um einen geeigneten Rhythmus zu finden. „Wichtig ist es, dass die Herzaktion in Takt bleibt“ teilte Seelinger mit. „Ein Geschenk, von dem wir hoffen, dass wir es niemals brauchen werden; aber es ist schön, es zu haben“, lauteten die Worte Sauerweins zum Abschluss. Sigrid Samson

     

     

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