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  • Fr., 03. September 2021, 08:56 Uhr
    SOMMERTOUR: Zweiter Teil der Veranstaltung führt CDU Biblis an die Weschnitzbrücke und an die Schule in den Weschnitzauen 

    Deichsanierung und Schulneubau

    Die anstehende Deichsanierung war eines der zentralen Themen der letzten Sommertour-Veranstaltung der CDU Biblis. Informationen lieferte der Geschäftsführer des Gewässerverbandes Bergstraße Ulrich Androsch (Mitte). Foto: Eva Wiegand


    BIBLIS – Der CDU Gemeindeverband Biblis hatte am vergangenen Montag zum zweiten Teil der Sommerradtour durch Biblis eingeladen. Treffpunkt war zunächst die Weschnitzbrücke am Bruchweiher. Dort begrüßte der Vorsitzende der CDU Biblis Konstantin Großmann einige interessierte Bürger sowie den Bundestagsabgeordneten Dr. Michael Meister und den Geschäftsführer des Gewässerverbandes Bergstraße Ulrich Androsch. Am bewusst gewählten Treffpunkt erinnerte sich Meister noch gut an das Jahr 1995, in dem er Bundestagsabgeordneter wurde und damals von Nordheim mit dem Rad nach Lampertheim fuhr. „Da haben wir die Rheindeiche angeschaut und bei niedrigem Wasserstand die Sanierung erläutert“, blickte Meister zurück. Ebenso wichtig wie die Sanierung der Rheindeiche, die in Hessen mittlerweile abgeschlossen sind, sei allerdings auch die Deichsanierung der Nebenflüsse des Rheins. „Bei der Weschnitz ist das Thema genauso schlimm, wie wenn der Rheindeich bricht. Bis Einhausen hätte man da Wasser, viele Menschen und Gemeinden wären betroffen“, ist sich Meister sicher. Und auch wenn schon einiges geschehen sei, sei es wichtig, sich darum zu kümmern und zu Zeiten tätig zu werden, zu denen das Wasser eben nicht da sei. Weitere Ausführungen zur Deichsanierung machte schließlich der Geschäftsführer des Gewässerverbandes Bergstraße. Die Frage, ob das Ried von einem Hochwasser wie im Ahrtal getroffen werden könne, beantwortete Androsch folgendermaßen: „Die Wucht wie im Ahrtal hat man hier nicht. Hier würde sich das Wasser aufgrund der geraden Linie flächig und schleichend ausbreiten.“ Deshalb sei nicht mit einer so hohen Fließgeschwindigkeit zu rechnen wie im Ahrtal. Allerdings reichten hier bereits fünf Zentimeter über dem Gelände, um Kellerschächte zu fluten. Wann die anstehende Deichsanierung nun allerdings beginnt, konnte er nicht mit Sicherheit sagen, denn die Planungen seien noch nicht fertig gestellt. „Deshalb werden wir dieses Jahr noch nicht in das Verfahren gehen. Vor 2024/25 wird kein Bagger rollen“, meinte Androsch. Die Kosten der Sanierung oder eines Umbaus bezifferte er mit einer Million Euro pro laufenden Meter. Der Gewässerverband werde weiter über den Sachstand informieren- über die Gemeinde oder die Homepage des Gewässerverbands Bergstraße. Nächste Station der Sommertour war die Schule in den Weschnitzauen. Bereits vor einigen Wochen haben die Bauarbeiten für den Neubau der Grundschule in der Freiherr-vom Stein- Straße begonnen, offizieller Spatenstich ist jedoch erst am 6. September. Bereits lange vor Baubeginn hatte die Schulleitung Eltern und Schüler eingeladen, sich in einer Umfrage zu äußern, wie sie sich die Schule von morgen vorstellen. So sind Wünsche und Anregungen seitens der Eltern- und Schülerschaft mit in die Planungen eingeflossen. „Es gibt ein Tiergehege, einen Rollerparkplatz, zwei Bolzplätze aber auch Bodentrampoline und Kräuterschnecken", freute sich der CDU- Vorsitzende Großmann. Nun soll zügig mit dem Bau des neuen Schulgebäudes begonnen werden. Nach Abschluss und Umzug, wird die bestehende Schule abgerissen und die Außenanlage für die Schüler hergestellt. Der Ersatzneubau wird dreigeschossig und barrierefrei. Die Verwaltung, Räume für die Nachmittagsbetreuung und eine Mensa befinden sich im Erdgeschoss. Der Ersatzneubau wird als Massivbau mit Gründach und Holzfassade errichtet. Eine Geothermieanlage versorgt die Schule mit Wärme, die Fertigstellung ist für das Jahr 2024 geplant. Weitere Informationen zur Bebauung im Helfrichsgärtel IV und V gab es vom Fraktionsvorsitzende Christopher Wetzel: "Sowohl im Regionalplan, als auch im Flächennutzungsplan sind noch einige Flächen verankert, die dem Bedarf an Wohnraum und dem Wachstum der Gemeinde Biblis gerecht werden können. Diese Wohnbauflächen wollen wir schnellstmöglich entwickeln, um so der anhaltend hohen Nachfrage an Wohnbaugrundstücken nachzukommen.“ Die letzten Entwicklungen im Bereich Helfrichsgärtel III sowie am Golfplatz in Wattenheim habe die hohe Nachfrage nicht vollumfänglich bedienen können, deshalb sollen nun auch die Bauabschnitte Helfrichsgärtel IV und V abschnittsweise entwickelt werden, um weiteren Wohnraum zu schaffen. „In Summe könnten damit rund 200 Wohneinheiten entstehen. Die älteren Bauabschnitte haben bereits Erschließungstrassen vorgesehen", berichtete der Fraktionsvorsitzende Christopher Wetzel abschließend. Eva Wiegand

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