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  • Fr., 03. April 2015, 20:58 Uhr
    Evangelische Christen feierten Gottesdienst nach Taizé mit Agapemahl

    „Deine Liebe ist die Sonne, von der wir leben“

    Die ganz besondere Atmosphäre beim Gottesdienst nach Taizé am Donnerstagabend in der evangelischen Kirche in Bürstadt war vom Leuchten der Kerzen, vor allem aber von der meditativen Ruhe und Stille geprägt, die vom Gesang in Laute umgesetzt wurde. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Gründonnerstag, der Tag vor der Kreuzigung Jesu ist ein ganz besonderer Tag. Die evangelische Gemeinde feierte in ihrer Kirche in der Heinrichstraße am Abend vor Karfreitag einen Gottesdienst nach Taizé mit Abendmahl – ein besonderes Abendmahl mit Brot, ein Agapemahl wie in frühchristlichen Gemeinden. Pfarrer Dirk Greverus hieß die Gottesdienstdienstbesucher willkommen zu diesem ganz besonderen Abendgebet, in einer ganz besonderen Atmosphäre. Große weiße Kerzen waren entzündet und unzählige Flammen von Teelichtern leuchteten. Das Kreuz war vor dem Altar auf orangefarbenes Tuch gebettet.  Die Abendsonne leuchtete, der blaue Himmel strahlte. Nachdem die Glocken zum Abendgebet gerufen hatten, wurde es still in der voll besetzten kleinen Kirche. Das erste Lied erklang. Die Sängerinnen und Sänger von Kirchenchor und Projektchor unter der Leitung von Andrea Hintz-Rettenmaier sangen „Bleibet hier und wachet mit mir, wachet und betet“. Lesungen wechselten ab mit Gesang, in den die Gemeinde einstimmen sollte, wie es jedem Einzelnen möglich sei. So stand es auch im Programm, das die Liedtexte in der Originalsprache und in der deutschen Übersetzung wiedergab. „Bless the Lord, my soul, and bless God’s holy name“ war ein Antwortgesang, auch mehrere lateinische Lieder wurden gesungen wie “Spiritus Jesu Christi, Spiritus caritatis” – “Der Geist Jesu Christi, der Geist der Nächstenliebe”. Gesang, der mit der Stille harmonierte, mit glockenhellen Solostimmen, und nur dann und wann mit zarter Begleitung einer Querflötenspielerin. Eine Zeit der Stille zur eigenen Meditation gab Gelegenheit diese besondere Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. In der Lesung aus Philipper 2 sagte die Sprecherin: „Du bist unser Gott, du breitest deine Flügel über uns aus und behütet uns. Deine Liebe ist die Sonne, von der wir leben“. Die Fürbitten verbanden sich abwechselnd mit dem Liedruf „Kyrie, Kyrie eleison“  - „Herr, Herr, erbarme dich“. In den Fürbitten ging es um die Nächstenliebe und die Liebe zu Gott. In einer Fürbitte, vorgetragen von Pfarrer Greverus, hieß es: „Wir bitten dich, gib uns die Kraft, Menschen zu stützen, die keinen Halt im Leben finden, mache uns zu Menschen, die auch Wege bauen, wo alles verbaut zu sein scheint“. Während der Austeilung des Brotes beim Agapemahl erklang das Lied „Confitemini Domino“ – „Bekenne dich zum Herrn, denn er ist gut“. Hannelore Nowacki

     

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