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  • Do., 21. Juni 2018, 09:46 Uhr
    Verein besteht seit 40 Jahren / Kreative Aufgaben und Gemeinschaftsgefühl im Fokus

    Der 1. Judo-Club Bürstadt auf der etwas anderen Safari

    Die Judosafari hat wieder viel Spaß gemacht und war auch dieses Jahr ein toller Erfolg. Foto: oh

    BÜRSTADT – 40 Jahre Vereinsbestehen des 1. Judo-Clubs Bürstadt – dies nahm der Verein zum Anlass, um einmal eine etwas andere, aufwändigere Judo-Safari auf die Beine zu stellen. Wo sonst gemeinsam mit Kindern des Gernsheimer Judovereins auf dem Gelände des TV Bürstadt gezeltet wurde, hieß es dieses Mal: Ab in den Reisebus und mit 38 Bürstädter und Gernsheimer Kindern nach Lindenfels in das Albert-Schweizer Haus. Dort mussten die Kids in 8- bis 10-Bett-Zimmern zunächst den kreativen Teil des Bettbeziehens bestehen, um dann zum tatsächlichen Kreativteil zu kommen.
    Der erste Part der Judo-Safari, deren Rahmen der Deutsche Judo-Bund liefert, besteht immer aus einer kreativen Aufgabe. Dieses Jahr gestalteten sie Frisbees aus Stoff zur Geschichte „Die drei Räuber“ von Tomi Ungerer, die sie vorher vorgelesen bekamen.
    Schnell war es Abend und als es nach dem Abendessen zu dämmern begann, machte sich die gesamte Gruppe zu einer Nachtwanderung auf, bei der sie an einem Lindenfelser Drachen und einem Hexenhaus im Wald vorbeikamen. Wer nach diesem langen Marsch noch fit genug war, setzte sich anschließend mit den Betreuern ans Lagerfeuer.
    Am nächsten Morgen startete die Gruppe mit der zweiten Disziplin durch: Der Leichtathletik. In Weitsprung, Wettrennen und Weitwurf zeigten sich viele Kinder trotz der heißen Temperaturen hochmotiviert und erzielten tolle Ergebnisse. Nach einer Stärkung am Mittag ging es dann auch spannend weiter, da der Budoteil auf dem Programm stand. Die Aufgabe bestand darin, seinen Gegenüber aus einem Kreis hinauszudrängen. Dies darf sowohl durch Schieben als auch die Technik des Nachgebens geschehen. Zur allgemeinen Belustigung der Kinder mussten auch die Betreuer ran und gegeneinander kämpfen.
    Für großen Spaß sorgte die Spiele-Olympiade, bei der Klobürstenweitwurf und Gummibärchen Essen mit Stäbchen zwei der sieben Stationen waren. „Wieso denn immer nur herkömmliche Spiele spielen? Es darf auch mal etwas verrückter werden!“, so die Organisatoren der Judo-Safari.
    Um den letzten Abend ausklingen zu lassen, fanden sich alle bei Stockbrot und Musik am Lagerfeuer zusammen und futterten gemeinsam. Auch das Herumstochern im Feuer durfte für die Jungs natürlich nicht fehlen.
    Da war das Wochenende am nächsten Morgen auch schon wieder vorüber. Bei einem großen Abschiedskreis bekamen die Kinder mitgeteilt, welche Abzeichen sie für ihre Leistungen erhalten würden: Für jeden der drei offiziellen Judo-Safari-Teile erhalten die Kinder Punkte, aus deren Gesamtzahl sich später ein Abzeichen ergibt. Dieses werden sie in Form einer Urkunde und als Aufnäher für ihren Judoanzug am jährlichen Sommerfest überreicht bekommen. Diese Abzeichen sind Tiere wie das gelbe Känguru (niedrigstes Abzeichen) und der schwarze Panther (höchstes Abzeichen). Das niedrigste Abzeichen wurde dieses Jahr kein einziges Mal vergeben, dafür aber 7 schwarze Panther. Die beste Wertung erhielt der neunjährige Dimitar Atanassov, der sich sehr über sein Abzeichen freute.
    Gesund und eher platt als munter in Bürstadt angekommen, verabschiedeten sich alle Kinder und Eltern bis nächstes Jahr. Das Wochenende war ein voller Erfolg! zg



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