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  • Mo., 28. Juni 2021, 14:29 Uhr
    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Ortsverband Bürstadt stellt das Radwegeverkehrskonzept

    Der neue Vorstand ist jünger und weiblicher

    Der neu gewählte Vorstand des Ortsverbands der Grünen in Bürstadt: Uwe Koch, Lisa Gesue, Shiva Naziri und Jan Hoffmann. Foto: Eva Wiegand


    BÜRSTADT – Bei der letzten Ortsverbandsversammlung haben die Grünen ihren neuen Vorstand gewählt. Zusammen mit dem als Vorsitzenden bestätigten Uwe Koch übernimmt nun die 18-jährige Schülerin Lisa Gesue Verantwortung im Vorstand der Bürstädter Grünen. Auch die Beisitzer sind paritätisch besetzt: Jan Hoffmann und Shiva Naziri ergänzen den Vorstand für die nächste Wahlperiode. Noch vor der Wahl blickte Koch auf die vergangenen Monate seit der letzten Ortsverbandsversammlung zurück und konnte von einem Zuwachs von drei Mitgliedern berichten. Die Kommunalwahl im März sei zwar nicht ganz so gut gelaufen, wie es sich die Mitglieder erhofft hätten, dennoch konnten die Grünen in Bürstadt einen Zuwachs von 2,75 Prozent auf 15,93 Prozent verzeichnen. Zudem stellen die Grünen mit Sabine Hofmann seit der letzten Kommunalwahl die stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin, Silke Birgit Renz sitzt für die Grünen im Kreistag. „Unser grüner Stammtisch musste Corona bedingt aufgegeben werden“, berichtete Koch weiter. Dieser sei dann nach dem zweiten Lockdown in virtueller Form wiederbelebt worden. Hierzu seien jedoch nur wenige öffentliche Teilnehmer dazu gestoßen. Dies wollen die Grünen ändern und in den Veranstaltungen besondere Themen ansprechen und interessierte Bürger einladen. Auch das Wahlkampfteam für die Bundestagswahl wurde bereits gebildet und steht in den Startlöchern um die „historische Gelegenheit zu nutzen und nicht nur zugucken zu müssen“, meinte Koch. Informationen zum Kreistag gab es schließlich vom Direktkandidaten der Bündnis90/DIE GRÜNEN des Kreises Bergstraße Moritz Müller: „Wir haben mittlerweile über 280 Mitglieder im Kreis, die Anzahl hat sich in den letzten Jahren verdoppelt.“ Dass auch die Grünen in Bürstadt wachsen, freute ihn: „Ihr seid eine starke junge und jugendliche Truppe geworden.“ Die Bundestagswahl sieht auch er als eine historische Chance. Die Grünen stellten nicht nur zum ersten Mal eine Kanzlerkandidatin, auch stehe die Menschheit an einer Zeitwende. „Wir haben das letzte Mal die Chance, Veränderungsprozesse einzuleiten“, meinte Müller in Bezug auf die Klimakrise. So sei nicht nur die Weichen für die nächsten ein bis zwei Jahre, sondern für die nächsten 20-30 Jahre zu stellen. „Es ist fünf nach zwölf. Der eingeschlagene Weg der Bundesregierung reicht nicht aus“, deshalb sei dieses Jahr ein so entscheidendes für die Grünen. „Wir wollen eine moderne Gesellschaft der Zukunft gestalten und das Klima und die Menschen schützen“, so Müller. Schließlich stellte der scheidende Vorsitzende Klaus Alföldi das Radwegeverkehrskonzept der Grünen in Bürstadt vor, welches die Mitglieder im Zuge der Kommunalwahl entwickelt und erstellt haben. Das vor vier Wochen veröffentlichte Kreis-Radverkehrskonzept, das der Magistrat in Auftrag gegeben hat, finden die Mitglieder inhaltlich gut gelungen, kritisieren aber, dass es bereits seit April 2020 fertig gestellt ist und erst jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Auch halten die Grünen weitere Maßnahmen, die über das erstellte Konzept hinausgehen, für erforderlich. „Radfahrern ist in Bürstadt echt gefährlich“, findet Alföldi, der in dem vorgelegten Konzept der Grünen ein durchgängiges Radwegekonzept fordert. Als erste Maßnahme soll hiernach eine bessere Radverkehrsanbindung des Bahnhofs in Richtung Bobstadt und in Richtung der Bürstädter Schulen erfolgen, als weitere Maßnahme fordern die Grünen eine Teilumwidmung der Oberschultheiß-Schremser-Straße zur Fahrradstraße, die nicht mit einem Radweg zu verwechseln sei, betonte Alföldi. Im Unterschied zum Radweg dürfen hier auch Autos fahren, Fahrradfahrer haben auf der Fahrradstraße allerdings Vorfahrt. So sei dann auch der Sport- und Bildungscampus gut mit dem Rad zu erreichen. Als dritte Maßnahme fordert das Radwegekonzept die Schaffung zweier Kreisel, einmal am Bahnübergang Forsthaus Straße/Nibelungenstraße, sowie auf Höhe der Aral Tankstelle an der Wasserwerk Straße/Nibelungenstraße. Eva Wiegand

     

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