Fr., 02. Juni 2023, 14:24 Uhr
STELLUNGNAHME DER WÄHLERGEMEINSCHAFT: LiGR – Leben in Groß-Rohrheim zur aktuellen Lage und Bürgermeister-Abwahl
Der Unterschied zu „ich will“ und „ich darf“
Unsere Wählergemeinschaft LiGR - Leben in Groß-Rohrheim ist mit dem Ziel angetreten, frischen Wind in die Kommunalpolitik hineinzubringen, auch mal die Sicht der politisch unbefangenen neuen Kommunalpolitiker unserer Wählergemeinschaft zuzulassen. Dafür wurden wir mit ca. 20 Prozent der Wählerstimmen beauftragt. Ideen und Anträge wurden eingebracht, demokratisch abgelehnt oder, wie das Thema Hundewiese, mehrheitlich befürwortet. Doch in den nächsten drei Jahren sehen die Finanzen der Gemeinde leider nicht gut aus. Daher bleiben wir der „du-darfst“-Politik treu und können nur Ausgaben tätigen, die man tätigen muss. Die „ich-will“-Politik der zwei großen Fraktionen SPD und Freie Wähler können wir leider nicht unterstützen. Auf der einen Seite möchte man keine Einnahmen generieren, z. B. mit der Erhöhung der Grundsteuer, die zu Lasten aller gehen würden. Zum anderen wird wieder fleißig ausgegeben, z. B. für die PV-Förderung und nicht notwendige und teure Gerichtsverfahren. In den drei vergangenen Jahren durfte das Minus mit dem Geld der Rücklagen ausgeglichen werden. Doch was passiert, wenn dieses Geld in wenigen Monaten aufgebraucht ist? Ist das zum Wohle der Gemeinde? Ist das vorausschauend? Was treibt die Freien Wähler mit ihrem Gefolge der SPD an? Um die Versetzung eines Bauhof-Mitarbeiters geht es hier schon lange nicht mehr. Der in diesen beiden Fraktionen ungeliebte Bürgermeister musste weg. Beide Fraktionen schrecken vor nichts zurück: Der Tochter des Bürgermeisters und gewählten Vertreterin in der Gemeindevertretung werden Unterschriften-Listen angedichtet, die rechtzeitige Verabschiedung des Haushaltes wird blockiert sowie unrechtmäßige Beschlüsse gefasst, um den Bürgermeister zum notwendigen Widerspruch zu zwingen. Alles um Bürgermeister Rainer Bersch öffentlich ins schlechte Licht zu rücken und die Tatsachen einfach unter den Tisch fallen zu lassen. Geschmäckle am Rande: Die blockierende Fraktion, die Freien Wähler, beteiligten sich am Ersatz-Maimarkt. Andere Groß-Rohrheimer Vereine hätten das bestimmt auch gerne gemacht, wurden aber nicht gefragt. Auch diesen Vereinen hätte die Einnahmen gutgetan und die Gäste hätten nicht den Abwahlkampf der Freien Wähler mitfinanziert. Diese Scheinheiligkeit ist respektlos und unverschämt, dass es einem die Sprache verschlägt. Und die einst so stolze soziale Fraktion der SPD? Sie folgt ihrem neuen Anführer widerspruchslos, anscheinend ohne fragwürdige Anträge zu hinterfragen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Das ist der eigentliche Skandal. Nun ist Groß-Rohrheim durch die Abwahl von Rainer Bersch als Bürgermeister überregional bekannt. Sturm sähen und schauen was passiert. Das kann nicht im Sinne der Wählerinnen und Wähler sein. Diese wählten drei Mal hintereinander einen Menschen, Rainer Bersch, dem sie das Schicksal ihrer Gemeinde anvertrauten. Und wenn die Wählerinnen und Wähler mit der Gemeindevertretung zufrieden gewesen wären, hätte eine neue Wählergemeinschaft bei der Kommunalwahl 2021 nicht fast 20 Prozent der Stimmen gewinnen können. Auch das sollte mal Grund genug sein, die politische Arbeit zu hinterfragen und nicht das falsche Pferd aufzusatteln. Denn nach dem Sturm kommt das große Erwachen. Und dann ist es zu spät! Das gibt es nur hier in Groß-Rohrheim.