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  • Fr., 23. November 2018, 13:27 Uhr
    Lampertheim bezog am Aktionstag klar Stellung / Aktion erstmals am Lessing Gymnasium / Abschluss der interaktiven Ausstellung „Echt fair” 

    Deutliches und sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen

    „NEIN zu Gewalt an Frauen und Mädchen" – diese wichtige Botschaft vermitteln seit Freitag drei Fahnen im Schulhof des Lessing Gymnasium in Lampertheim. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Seit Freitag weht sie gut sichtbar vor dem Lessing Gymnasium: Die Fahne mit der Forderung „NEIN zu Gewalt an Frauen und Mädchen" – und dies in dreifacher Ausführung, neben der französischen und deutschen Sprache ist der Text „frei leben – ohne Gewalt” auch in arabisch zu lesen. Und auch die Anzahl derjenigen, die sich zu diesem wichtigen Termin im Schulhof des LGL versammelt hatten, war in ihrer Aussage deutlich. Neben den Schulleiterinnen des LGL, der ADS oder der EKS waren auch die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, Bürgermeister Gottfried Störmer, die Gleichstellungsbeauftragten von Lampertheim, Heppenheim und des Kreis Bergstraße, DGB-Frauen, eine Vertreterin von Inner Wheel sowie Vertreterinnen des Verein Frauenhaus Bergstraße gekommen. „Prävention kann nur funktionieren, wenn sie gesamtgesellschaftlich angegangen wird. Hierzu sind Netzwerke wichtig, das wird auch heute deutlich. Und es ist wichtig, frühstmöglich mit der Prävention anzufangen, daher ist der Schulhof des LGL der ideale Ort für eine Aktion wie diese”, stellte die 1. Vorsitzende des Frauenhaus Bergstraße Christine Klein klar.

    „Auch in diesem Jahr unterstützen wir die im Jahr 2001 von Terre des Femmes ins Leben gerufene Aktion und setzen ein weit sichtbares Zeichen”, betonte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lampertheim, Sonja Niederhöfer, die nicht nur diese Aktion, sondern auch die mit der Kampagne „NEIN zu Gewalt an Frauen und Mädchen” einhergehende interaktive Ausstellung „Echt fair” organisiert hatte. 

    Das Schwerpunktthema 2018 lautet „Gewalt an Mädchen geht uns alle an”. Mit dieser Kampagne stellt Terre des Femmes den Schutz von Mädchen in den Fokus. Diese sind besonders von Frühehen, Genitalverstümmelungen, Mädchenhandel, Zwangsprostitution, Zwangsverheiratung und sexualisierter Gewalt betroffen. Ziel der Mädchenkampagne, die für die kommenden drei Jahre angesetzt ist, sind Mädchenschutz, Prävention, Aufklärung über die Rechte der Betroffenen sowie die Schaffung von Aufmerksamkeit für die Situation von gewaltbetroffenen Mädchen. 

    Im Anschluss an das Hissen der Fahnen wurde der Abschluss der interaktiven Ausstellung „Echt fair” gefeiert. Ziel dieser Ausstellung war es, Jugendliche frühzeitig und nachhaltig darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist nein zu sagen und ihnen zu erklären, wo diese Hilfe finden können. 

    Wo fängt bei mir Gewalt an? Wie sieht es diesbezüglich in meiner Familie aus? Diesen und vielen weiteren Fragen sollten sich Schüler stellen und sich mit den einzelnen Stufen von Gewalt auseinandersetzen. Besucht wurde die Ausstellung von Schülern der Alfred-Delp-Schule, der Elisabeth-Selbert-Schule, des Lessing-Gymnasiums, des Litauischen Gymnasium, der Nibelungenschule Hofheim sowie der Erich-Kästner-Schule aus Bürstadt. Schülerinnen des LGL nutzten die Gelegenheit, über ihre Erfahrungen in der Ausstellung zu berichten – alle Beteiligten waren sich einig, dass die Ausstellung ein wichtiger Schritt in der Prävention gegen Gewalt war, gerade auch für Mädchen. Denn je früher Kinder und Jugendliche ein Bewusstsein über die Auswirkungen von Gewalt erlangen, desto eher wird es ihnen möglich sein, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Benjamin Kloos

     

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