SCHULWEG: Über 8.000 Schülerinnen und Schüler profitieren ab dem 1. August von der neuen Fahrkarte
Deutschlandticket löst Schülerticket ab
Noch müssen die Schülerinnen und Schüler mit dem mit QR-Code versehenen Papier-Ticket vorlieb nehmen. Bald jedoch werden sie das Deutschlandticket im Scheckkartenformat in Händen halten. Mario Mörstedt, Kristina Morbitzer, Christian Engelhardt und Dominik Perleth (Erwachsene v. l.) freuen sich, die ersten Tickets persönlich übergeben zu können. Foto: Nadine Schütz
KREIS BERGSTRASSE / LAMPERTHEIM – Laut hessischem Schulgesetz ist der Schulträger verpflichtet, die Beförderungskosten für Schülerinnen und Schüler zu übernehmen, wenn diese beispielsweise eine allgemein bildende Schule der Grundstufe oder der Mittelstufe besuchen und mindestens drei Kilometer von der Schule entfernt wohnen. Im Kreis Bergstraße profitieren derzeit über 8.000 von ca. 30.000 Schülerinnen und Schülern von dieser Regelung. Bisher konnten deren Eltern zwischen dem Hessenticket und dem Maxx-Ticket wählen, um ihren Kindern die Fahrt mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu ermöglichen. Ab dem 1. August werden diese Optionen durch die Bereitstellung des Deutschlandtickets abgelöst.
Die offizielle Übergabe der ersten Deutschlandtickets an Schülerinnen und Schüler im Kreis Bergstraße fand am vergangenen Dienstag an der Alfred-Delp-Schule in Lampertheim statt. „Der Kreis Bergstraße als Schulträger muss die Fahrt der Schülerinnen und Schüler zur Schule organisieren“, erklärte Landrat Christian Engelhardt der Klasse 5aR, die zusammen mit ihrer Klassenlehrerin, Kristina Morbitzer, und dem Schulleiter, Mario Mörstedt, vor dem Haupteingang erschienen war. Dabei sei der klassische Schulbus durch den ÖPNV abgelöst worden. „So wird die ÖPNV-Struktur getragen, denn“, führte Engelhardt weiter aus, „der ÖPNV ist das Mittel der Mobilität der Schüler und Jugendlichen. Das schöne dabei ist: Die Lösung ist für uns als Kreis wirtschaftlicher, wir sparen dabei noch Geld!“
Rund 200.000 Euro spart der Kreis Bergstraße mit dem Umstieg auf das Deutschlandticket ein. Aber auch der Verkehrsverbund profitiet von diesem Wechsel. Durch den Verlustausgleich zu dem sich Bund und Länder verpflichtet haben, würden Mindereinnahmen kompensiert werden, so Dominik Perleth, Abteilungsleiter der Abteilung Öffentlicher Personennahverkehr und Mobilität der Kreisverwaltung.
Wer sich nun ganz besonders freuen darf, sind die Empfangsberechtigten des Deutschlandtickets als Schülerticket. Denn ebenso wie die bisherigen Schülerfahrkarten darf auch das Deutschlandticket in der Freizeit genutzt werden. „Ihr dürft mit diesem Ticket in ganz Deutschland mit den roten Zügen fahren“, motivierte der Landrat die geduldige Schülerschar, diese Möglichkeit rege zu nutzen und wünschte: „Viel Spaß beim Fahren!“ Nadine Schütz