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  • Do., 14. Juni 2018, 11:12 Uhr
    „Rassismus ist keine Alternative. Unsere Alternative heißt Solidarität“

    DGB bekräftigt: Keine Zusammenarbeit mit der AfD

    LAMPERTHEIM / BÜRSTADT - „Der DGB lädt Vertreterinnen und Vertreter der AfD nicht ein und nimmt an keiner ihrer Veranstaltungen teil, weil die AfD sich ein gewerkschaftsfeindliches Profil erarbeitet hat, das unserem Streben nach einer vielfältigen und offenen Gesellschaft, Solidarität und garantierten Arbeitnehmerrechten für alle Menschen diametral entgegensteht“, machen DGB-Kreisvorsitzender Sven Wingerter (Wald-Michelbach) und DGB-Regionssekretär Horst Raupp (Darmstadt) deutlich. „Rassismus ist keine Alternative. Unsere Alternative heißt Solidarität“. Der DGB betont: „Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können ihre Interessen nur gemeinsam erfolgreich vertreten. Das gilt im Betrieb ebenso wie in der Politik. Jede rassistische und nationalistische Spaltung dient nur der Gegenseite“. Der DGB macht zudem selbstbewusst deutlich: „Mit sechs Millionen Mitgliedern und einem Stimmenanteil von achtzig Prozent bei den Betriebsratswahlen sind die DGB-Gewerkschaften die mit weitem Abstand stärkste Arbeitnehmervertretung in Deutschland. Die Wahlergebnisse rechter Listen liegen trotz vollmundiger Ankündigungen im Vorfeld der Betriebsratswahlen lediglich im Promillebereich und sind somit für die Arbeitnehmerschaft ohne jede Bedeutung. Auch in den wenigen Betrieben mit rechten Betriebsratslisten konnten die DGB-Gewerkschaften deutlich zulegen. Rechte Betriebsräte muss man in Südhessen mit der Lupe suchen“. 

    Der DGB erinnert an die Aussage des AfD-Funktionärs Gauland, Hitler und die Nazis seien „nur ein Vogelschiss“ in der deutschen Geschichte: „So sieht die wahre AfD hinter ihrer bürgerlichen Maske aus“. DGB-Regionssekretär Horst Raupp und DGB-Kreisvorsitzender Sven Wingerter betonen: „Der deutsche Faschismus war das größte Massenverbrechen in der Menschheitsgeschichte. Wer den von den Nazis industriell betriebenen Massenmord an Millionen Menschen, den Holocaust an den europäischen Juden und die Millionen Opfer des Nazi-Krieges als „Vogelschiss“ bezeichnet, beleidigt die Opfer des Faschismus. Mit solchen Leuten gibt es keine Zusammenarbeit“. 

    Für den DGB bleibt der Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus, alten und neuen Faschismus eine zentrale Kernaufgabe: „Wir setzen uns für eine gerechte und solidarische Gesellschaft ein, in der für Rechtspopulisten und Nazis mit ihren menschenverachtenden Hass- und Hetzparolen und für braune Propaganda kein Platz mehr ist“. zg
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