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Mo., 25. Juni 2018, 10:18 Uhr
Treffen am Stifterbaum mit Ausblick auf vielseitige Hilfen
Diakoniestiftung Lampertheim feierte neue Zustifter
Beim fünften Treffen am Stifterbaum feierte die Diakoniestiftung Lampertheim die neuen Zustifter. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Auch bei ihrem fünften Stiftertreffen unter freiem Himmel hatte die Diakoniestiftung Lampertheim mit dem sonnigen Wetter Glück. Am „Stifterbaum“ raschelten zwar keine Blätter im Sommerwind, aber die kantige Skulptur in der kleinen Grünanlage an der Ecke trägt nun weitere Namen von Zustiftern, die am Donnerstagabend ihre Zustifter-Urkunden erhielten. Walter Seelinger stimmte die Versammlung mit melodischen Alphornklängen auf den Abend ein, ein eindrucksvolles Instrument, das einst über den Tälern die Kommunikation beförderte. Nach dem offiziellen Teil waren die Stifter, Zustifter und Angehörige zum Umtrunk und Gedankenaustausch in geselliger Runde eingeladen.
Pfarrerin Sabine Sauerwein begrüßte die Versammlung mit dem Wochenspruch aus Lukas 19, Vers 10, der auch auf das Anliegen der Stiftung weise: „Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist“. Sauerwein sprach von einer Zerreißprobe unserer Gesellschaft, wenn ältere und nicht leistungsfähige Menschen ausgegrenzt werden. Gut sei es daher, diese Zusage von Jesus zu haben, denn „Krankheiten können auch in unser Leben einbrechen“. Martina Seelinger, Vorsitzende der Diakoniestiftung Lampertheim, hieß die große Runde unter dem Motto „Diesmal wollen wir Sie feiern“ willkommen. Unter den 48 Zustiftern sind nun auch die neuen, denen Andreas Förster die Zustifter-Urkunden überreichte. Mit einem großen Chor verglich Seelinger die Zustifter, die gemeinsam viel mehr erreichen als einer alleine es könnte. „Was haben wir seit dem letzten Stiftertreffen mit Ihrem Geld gemacht?“ Auf die Frage der Vorstandsvorsitzenden gab Andreas Förster eine detaillierte Antwort. Mit 5.000 Euro wurde die Lampertheimer Tafel unterstützt. Ein Kurs für die ehrenamtlichen Helfer in der Tagesbetreuung wurde bezahlt und eine neue Mitarbeiterin in der Tagespflege zur Alltagsbegleiterin ausgebildet. Auch die Kosten für die jährliche Nachschulung des Teams der Alltagsbegleiter wurden übernommen. Für das Gedächtnistraining in der Tagespflege wurde das verschlissene Material durch neues ersetzt und für die zunehmend jüngeren Gäste dort wurden neue Spiele und Filme für die Tablets angeschafft. Anstatt Kittel zu tragen können sich die Mitarbeiter in der Pflege und Betreuung bei sommerlicher Hitze in den neu gekauften T-Shirts wohlfühlen. „Somit tragen Sie alle ganz konkret zur Verbesserung der Situation hilfsbedürftiger Menschen bei“, gab Seelinger den Zustiftern mit auf den Weg und versprach: „Wir werden gemäß unserer Satzung, im Sinne der tätigen Nächstenliebe, weiter arbeiten und unsere Augen offen halten für Hilfe, die gebraucht wird“. Dabei werde mit dem Geld gut und sparsam gewirtschaftet, auch dank der Helfer, die ihre Arbeit und ihr Talent einbringen. Zur Finanzlage und Entwicklung der Diakoniestiftung gab Werner Hahl einen insgesamt positiven Überblick. Das Stiftungskapital ist von 580.000 Euro zum Jahresbeginn 2017 auf jetzt rund 595.000 Euro angewachsen. Zusätzlich mehren Spenden und Zinsen das finanzielle Polster. Für Hilfezahlungen sind 3.000 Euro eingeplant, etwa 12.600 Euro erhalte die Diakoniestation als Zuschuss. Mit einem dezenten Appell und den Hinweis, dass es mehr als einen Anlass für Spenden gebe, wandte sich Hahl an zukünftige Zustifter und Spender. Das Alphorn schraubte Walter Seelinger noch einmal zusammen, um die Versammlung abschließend mit einem klangvollen Ständchen zu erfreuen.
Hannelore Nowacki
Information
Die neuen Zustifter sind: Die Frauen vom Inner Wheel Club Mannheim, der bei zwei Kleiderflohmärkten jeweils 1.000 Euro erwirtschaftete und spendete; Thomas Ell, der zum zweiten Mal Zustifter ist; Dr. Werner Albrecht, Anke Medert, Barbara und Volker Will; Dr. Nikolaus Selzer sowie Traudl Münch, die für Innerwheel die Urkunde entgegennahm und auch privat Zustifterin wurde.
Der Stifterbaum wächst Jahr für Jahr mit neuen Zustiftern. Foto: Hannelore Nowacki