Lômbadda Babbler: Mundart-Freunde feierten die Magie der Jahreszeit / Einst Stammtisch, heute feste Größe im Veranstaltungskalender
Dialekt als ein Stück Heimat erhalten
Thomas Billau und Owwerbabbler Kalle Horstfeld (von links).
LAMPERTHEIM – Ein zauberhafter Abend erstrahlte am Dezemberhimmel, als sich die Lômbadda Babbler versammelten, um die Magie der Jahreszeit zu feiern. Unter dem Motto „Im Dezember funkeln Sterne am Himmel und in den Augen derer, die die Magie dieser Zeit erkennen“ begrüßte Owwerbabbler Kalle Horstfeld die zahlreichen Gäste zu diesem Treffen. Dabei brachte er zum Ausdruck, dass er mächtig stolz auf seine „Babblerfamilie“ sei. Vor fünf Jahren als Mundart-Stammtisch gestartet, sind sie heute eine feste Größe im Veranstaltungskalender Lampertheims.
„Der Dialekt gehört zur Seele unserer Stadt – er ist ein Stückchen Heimat und muss deshalb erhalten bleiben“, so der Owwerbabbler. Ein Dialekt sei etwas ganz Individuelles, fast wie der Fingerabdruck einer Stadt und ein Teil ihrer DNA. Die Dialekte seien leider „vom Aussterben bedroht und benötigen Artenschutz“.
Es gehe jedoch nicht nur darum, die hiesige Mundart zu erhalten, sondern auch Geschehnisse zu „überliefern“, die sich hier ereigneten und vielleicht irgendwann in Vergessenheit geraten könnten.
Bunte Mischung an Themen
Das Treffen der Lômbadda Babbler bot eine bunte Mischung von Themen: von Weihnachtsvorbereitungen über Spaziergänge durch Lampertheim bis hin zu Nikolaus und Knecht Rupprecht. Die verschiedenen Beiträge spiegelten die Vielfalt der heimatlichen Erlebnisse wider.
Die Babbler Helmut Hummel, Käthe Lahr-Bachert, Thomas Billau, Karin Kraus, Heinz „Clever“ Eichenauer, Erika Krämer-Tomczak, Heinz Kling, Fritz Medert, Herbert Tiefel, Armin Herweck, Karin Tiefel, Franz Korb und Margit Kühn, präsentierten lebendige Geschichten und Erinnerungen. Musikalisch wurde der Abend von Henrike Stöckinger gestaltet.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde Inklusionslotsin Ulrike Gliem und Tanz der Bässe Organisator Philipp Butterfass die Lômbadda Buchstabiertabelle überreicht. Sehr wahrscheinlich werden beide bald einmal auf der Babbler-Bühne zu sehen sein.
Nächstes fester Treffen am 30. Januar
Neben dem festen Termin für das nächste Treffen am Dienstag, dem 30. Januar, enthüllte Owwerbabbler Kalle Horstfeld weitere Pläne. Die Lômbadda Babbler wollen ihre Treffen künftig für einen YouTube-Kanal aufzeichnen. Der heimatkundliche Sprachunterricht in Lampertheimer Grundschulen soll fortgesetzt werden, und es laufen Vorbereitungen für Vorlesegruppen in Seniorenwohnheimen und Kindergärten. Ein gemeinsames Kochen von Lampertheimer Gerichten mit Bewohnern von Seniorenwohnheimen steht ebenso auf dem Programm wie die erneute Durchführung der Radtour vom Kroddeloch bis ins Gaaseneschd im Jahr 2024.
Zum Abschluss bedankte er sich bei den Gästen für ihr Interesse an der Lampertheimer Mundart und versprach weitere spannende Veranstaltungen im Zeichen von Tradition und Gemeinschaft.
Auch Klaus Kling gehörte zu den Babblern, die lebendige Geschichten und Erinnerungenpräsentierten.