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  • Mo., 24. September 2018, 09:04 Uhr
    Großes Glockenläuten für den Weltfrieden mit Andacht auf der Domwiese

    „Die Hoffnung Europas und der Welt ist eine: Frieden!“

    Am Freitag kamen die Menschen am Dom zusammen, um gemeinsam für den Frieden einzustehen. Foto: Eva Wiegand


    LAMPERTHEIM – Am vergangenen Freitag waren sie für eine Viertelstunde überall hörbar: die Glocken der Lampertheimer Kirchen. Anlässlich des Internationalen Friedenstages unter dem Titel „Frieden sei ihr erst Geläute” erklangen zeitgleich von 18 bis 18.15 Uhr die Glocken der Domkirche, der Martin-Luther-Kirche, der Andreaskirche, der Kirche Mariä Verkündigung sowie der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde der Baptisten. Hintergrund der Aktion ist das „Europäische Kulturerbejahr“, welches mit vielen Aktionen begangen wird und am Freitag dazu aufrief, in ganz Europa alle Glocken, kirchliche und weltliche, zu läuten. Im Anschluss an den feierlichen Klang waren alle zu einer Andacht auf die Domwiese eingeladen, die von den Pfarrern der Lukas-, Martin-Luther-, der katholischen sowie der Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde gestaltet wurde. „Eingeladen sind heute die Länder und Völker der Welt. Aus allen christlichen Gemeinden der Stadt Lampertheim haben wir uns zu diesem Friedengebet versammelt. Die Glocken in unseren Kirchtürmen haben uns dazu gerufen“, begrüßte Pfarrerin der Lukasgemeinde, Sabine Sauerwein, die gekommenen Bürger. So sei das Geläut für den Frieden eine gute Idee, „weil wir es bis heute nicht schaffen, so vielfältig und unterschiedlich, wie wir sind, in Frieden zu leben.“ An die Glocken in den Städten Europas erinnerten Pfarrer Ralf Kröger und Kirchenvorstandmitglied Bernhard Jilg von der Martin-Luther-Gemeinde. Viele Glocken seien durch Luftangriffe zerstört worden, in einem Krieg der Millionen Tote gefordert habe: „Heute klingen neue Glocken in Dresden und London, Coventry und Lübeck: Versöhnung, Versöhnung!“ Und die Botschaft der europäischen Friedenglocke im Straßburger Müster laute: „Frieden und Freiheut über Grenzen hinweg.“ Gemeinsam mit Vikarin Jasmin Setny übernahmen die Pfarrer der Lukasgemeinde, Adam Herbert und Sven Behnke sowie Pfarrerin Sabine Sauerwein das Kyrie. Dabei waren Aufzeichnungen von Anne Frank, den Geschwistern Scholl, Hanns Martin Rincker sowie Martin Luther King zu hören.

    Mit einem Gebet für Europa bat der Pfarrer der Andreasgemeinde, Patrick Fleckenstein, für Frieden: „In einer Zeit, in der Populismus und Nationalismus Auftrieb haben, glauben wir an die Kraft der Beziehung und der Bündnisse…In einer Zeit, in der Religionen zu Brandbeschleunigern von Gewalt werden können, hoffen wir auf Versöhnung und Liebe in der Kraft des Evangelium.“ Der Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Jörg Lüling und seine Gattin Rita Lüling läuteten schließlich eine Handglocke und sprachen das Fürbittengebet: „Mögen Menschen in ganz Europa den Klang der Glocken hören und ihre Botschaft verstehen…. Und möge Europa sich der Aufgabe bewusst sein, mit anderen Kontinenten Frieden zu wahren und zu fördern.“ Eva Wiegand

     

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