„Kultur am Übergang“ – am 9. und 10. Oktober Kunstausstellung in alter Raiffeisenhalle bei freiem Eintritt
Die Kunst ist zurück
KamÜ - die Kunst am Übergang öffnet die Tür am kommenden Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr für die Künstlerausstellung des Bürstädter Künstlervereins. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Zwei Projekte ergänzen sich gegenseitig: Rüdiger Engert will seine alten Raiffeisenhallen umgestalten und für Künstler öffnen, auch schon vor der großen Sanierung. Als „Kultur am Übergang“ oder kurz und griffig als „KamÜ“ hat das Projekt bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht. Gerne haben zehn Künstlerinnen und Künstler des Bürstädter Künstlervereins Engerts Angebot angenommen und präsentieren am kommenden Samstag und Sonntag in der Zeit von 14 bis 18 Uhr auf zwei Stockwerken ihre Werke. Von dieser ganz besonderen Atmosphäre des schon lange nicht mehr agrarwirtschaftlich genutzten Gebäudes am Bahnhof haben sich die Künstler inspirieren lassen und am vergangenen Samstag mit dem Aufbau begonnen. Das fleißige Hämmern war schon auf der Straße hörbar, eine Menge Nägel waren einzuschlagen, um den Bildern Halt zu geben, hier und da betätigten sich die Künstler auch handwerklich. Skulpturen und die sparsame Dekoration wurden mit Bedacht arrangiert. Zur Vollendung sollen Grünpflanzen Akzente setzen. Der TIP war eingeladen für einen ersten Eindruck und um den Leserinnen und Lesern Lust zu machen auf einen Besuch am kommenden Samstag und Sonntag. Das alte Gemäuer harmoniert mit den Kunstwerken auf ganz eigene Weise, wobei die Konzentration auf die Aussagekraft der Bilder und Skulpturen nicht schwerfällt, wenngleich der Blick sich gerne zum alten Gebälk wendet, das im Obergeschoss faszinierende Ausblicke zum Dach gewährt und sich unwillkürlich die Frage stellt, wie das Anwesen nach der geplanten Sanierung einst aussehen wird. Auf viele neugierige Besucher freuen sich die Künstler, auf den Gedankenaustausch und viele nette Gespräche. Den Kunstwerken ist die Hingabe anzumerken, mit der sie geschaffen wurden. Eine Vielfalt an Motiven, Stilen und Techniken erwartet die Besucher. Ein Bild von Annette Maes zeigt den Bahnhof mit dem Raiffeisengelände und Turm, Karin Maurer überrascht mit ihrer vielseitigen Präsentation von Kacheln und Bildern. Martina Rausch hat Bilder und Skulpturen ausgestellt und ihr Areal mit großen Kugeln markiert. Ihre kunstvollen Betonschalen bepflanzte Sibylle Kern mit Efeu und rahmte das bunte Grün mit echten Rheinkieseln und winzigen Muscheln ein. Aus dem Dachfirstfenster ist der Raiffeisenturm zu sehen, links und rechts hat Ingeborg Gärtner-Grein ihre farbfrohen Frühlingsbilder arrangiert. Zu sehen sind Werke Sigrid Stadtmüller, die die Ausstellung mitorganisiert hat, von Klaus Keller, Michael Müller, Markus Pröckl und Volker Senzel. „Die Kunst ist zurück“. Das ist die Botschaft nach langer Corona bedingter Zwangspause für Ausstellungen. Bedauerlich, dass es auch in diesem Jahr Corona bedingt keine große Kunstausstellung im Bürgerhaus und keine Adventsausstellung geben wird. Besucher der Kunstausstellung am Übergang „KamÜ“ parken am besten am Bahnhof und gehen über den Bahnübergang.Hannelore Nowacki