
BÜRSTADT – Die Leichtigkeit des Seins lag in der Luft – die Jubiläumsfeier des Künstlervereins zum 30-jährigen Bestehen am vergangenen Samstag war zugleich Sommerfest im Grünen auf der Pfadfinderwiese in der Hassellache. Bunte Blütengirlanden rahmten das Eingangstor mit einem herzlichen Willkommensgruß ein, sanfte Musik vom Piano und Geigenspiel begleitete die gute Stimmung im Festzelt, die Tische waren kreativ dekoriert, Sonnenblumen setzten strahlende Akzente. Während die Grillmeister über Bratwürste, Maiskolben, Cevapcici und Steaks wachten, die später das reichhaltige Salatbüffet bereicherten, begrüßte die Vorsitzende Martina Rausch die Mitglieder und Gäste. Lokalpolitiker, Freunde und Gönner waren gekommen und Bürgermeisterin Barbara Schader, die später noch zu einem weiteren Vereinsjubiläum aufbrach, der Tennisclub feierte sein 75-jähriges Bestehen.
Mit 30 Jahren sei der Künstlerverein im Vergleich noch jung, stellte Rausch fest. Zwei der drei Gründungsmitglieder, Sigrid Stadtmüller und Joachim Hofmann waren anwesend, Jürgen Manske war verhindert. Mittlerweile hat der Künstlerverein, der aktuell 57 Mitglieder zählt, die 25. Kunstausstellung ausgerichtet, dazu kommen die jährlichen Oster- und Adventsausstellungen wie Martina Rausch dem Publikum stolz mitteilen konnte.

Im Schatten der großen Bäume war die Sommerhitze gemildert, hier hatten willige Gäste an der Staffelei die Möglichkeit ihr Maltalent zur Geltung zu bringen, viele Farbtöpfchen boten den Grundstoff. Vereinsmitglied Sigrid Stadtmüller hatte als Vorlage einen Druck des Gemäldes „Sommer im Central Park“ von Maxine Shore in 48 Teile zerschnitten. Entstehen sollte ein Gemeinschaftswerk – mehrere Gäste gaben mit Hingabe ihr Bestes. Spaß haben war angesagt, dazu gehörte auch das Schätzspiel mit 218 Farbtuben in einer großen Glasvase. Als Überraschungspreise wurden für die besten Schätzungen drei gekühlte, üppige Schokoladenkreationen von Oberfeld vergeben, zweimal wurden 221 und einmal 216 Tuben geraten.
Gute Aussichten und gute Wünsche der Gäste
Gute Wünsche für die Zukunft und große Anerkennung für die schöne Feier hielten die Gäste im Jubiläumsgästebuch fest. Zu jedem Eintrag kam ein Portraitfoto mit Rahmen, aufgenommen vor einem Baum, in dem rote Schleifchen saßen. Bürgermeisterin Schader nannte den Künstlerverein einen kostbaren Schatz. Mit den Kunstausstellungen habe der Verein so viel Schönes geschenkt und Menschen in die Stadt gezogen. Das ganze Jahr über sei der Verein für die Bevölkerung im Kunstschaufenster präsent, einem früheren Leerstand in der Nibelungenstraße. Renate Gayer meldete sich mit einer begeisterten Rückschau auf das Stadtjubiläum 2017 zu Wort, als der Künstlerverein sich in der alla hopp!-Anlage an verschiedenen Stationen präsentierte. Die künstlerisch auf Leinwand gestalteten Ehrenurkunden für die langjährigen Mitglieder zeigten diesmal keine runden Zahlen an.
Vorfreude auf die Kunstausstellung vom 4. bis 6. Oktober bekundete nicht nur die Bürgermeisterin. Von 50 Teilnehmen liegen bereits Zusagen vor, freute sich Martina Rausch. Ein neues Konzept im Jubiläumsjahr mit weniger Ausstellern im Bürgerhaussaal und viel Raum für Sitzinseln zur ruhigen Betrachtung der Kunstwerke entwickle der Verein gerade. Auch gebe es diesmal keinen Wettbewerb, um mehr das Miteinander in den Mittelpunkt zu rücken, erklärte Michael Müller. Dazu habe es bereits positive Rückmeldungen gegeben. Mit dem Motto „Künstlerverein mal anders: Wir springen aus dem Gleis der festgefahrenen Gewohnheiten“ hatte der Verein im Anschreiben an die Aussteller geworben.
Hannelore Nowacki
Ehrung der langjährigen Mitglieder:
30 Jahre: Joachim Hofmann, Jürgen Manske und Sigrid Stadtmüller.
11 Jahre Toni Keller; 12 Jahre Tanja Dexler; 13 Jahre Jana Haft; 14 Jahre Karin Maas, Monika Brenner und Franziska Hofmann; 18 Jahre Doris Hilsheimer und Martina Rausch; 19 Jahre Rolf Schanzenbach, Ingeborg Gärtner-Grein und Sylvia Markgraf; 21 Jahre Karin Maurer und Michael Müller; 22 Jahre Susanne Pogrzeba; 24 Jahre Annette Maes; 26 Jahre Klaus Keller; 28 Jahre Katharina Brückmann.
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