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  • Sa., 21. September 2019, 14:52 Uhr
    Abschiedsspiel für Ringo bringt 2.270 Euro in die Spendenkasse für die Stiftung „Athlets for Charity“

    „Diese Lücke kann man nicht schließen“

    Bei der Benefizaktion ist eine stolze Summe zusammengekommen. Das Geld kommt nach dem Wunsch von Ringo der Stiftung Athlets for Charity zugute, die derzeit einen Jungen aus Bobstadt, ein Mädchen aus Hockenheim sowie das Kinderhospiz in Wilhelmhaven unterstützt. Foto: Eva Wiegand


    LAMPERTHEIM – Wie beliebt der am 31. Mai im Alter von 72 Jahren verstorbene Trainer Alija "Ringo" Hercegovac war, zeigte sich noch einmal ganz deutlich bei der emotionalen Spendenübergabe des Erlöses aus der Benefizaktion Ende Juli, bei der auch Ex-Nationaltorhüter Timo Hildebrand dabei gewesen war und gemeinsam mit Nada Hercegovac, der Witwe des beliebten Torwarttrainers, den Anstoß für das Abschiedspiel gab. „Man konnte am Tag des Spiels und kann auch jetzt noch spüren, was für ein toller Typ Ringo war“, meinte Marco Steffan von Athlets for Charity bei der Übergabe des Erlöses aus der Benefizaktion und sprach damit allen Anwesenden aus der Seele. Die vier Vereine FC Olympia, Azzuri, VfB und Waldesruh hatten sich zusammengeschlossen und die Aktion in wenigen Wochen auf die Beine. Ringos letzer Wunsch sei es gewesen, zwei Trikots aus seinem Besitz, die sein Zögling Timo Hildebrand ihm einst geschenkt hatte, zugunsten der Stiftung „Athlets for Charity“ zu versteigern – ein Trikot der Nationalmannschaft aus dem Sommermärchen 2006 sowie ein Schalke-Trikot. In der Halbzeit erzielte Auktionator Robert Schwab gute Preise für die zwei besonderen Shirts. Zudem hatten die beteiligten Vereine für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt und mit dem Erlös aus dem Verkauf von Getränken, Kuchen, Bratwurst und Pizza die Spendensumme aufgestockt. Insgesamt sind 2.270 Euro zusammengekommen. „Wir sind alle sehr dankbar, dass Nada und ihre Familie uns die Möglichkeit gegeben haben, unserer Trauer Ausdruck zu geben. Das war sehr emotional und es sind viele Wegbegleiter gekommen“, erinnerte sich Patrick Andes, der damals den Part des Stadionsprechers übernommen hatte. Ringo sei ein Bindeglied für alle Lampertheimer Vereine und alle Sportler gewesen, was auch sich auch nach seinem Tod noch widerspiegelt und sich gerade bei der Benefizaktion gezeigt hat. „Wenn es drauf ankommt, halten wir alle zusammen“, meinte die Vorsitzende des FC Waldesruh, Andrea Prokop und ergänzte: „Er war immer für uns da und war mir immer ein guter Ratgeber, sein Sohn Alen ist es heute noch.“ Auch seine positiv verrückte Art habe ihn ausgezeichnet: So hat sich der Trainer nach einem gewonnenen Spiel auch gerne mal den Kopf oder Bart abrasieren lassen, wie sich seine Frau  schmunzelnd erinnert. „Er war selbst Tormann und hat alle seine Erfahrungen weitergegen. Damit hat er Erfolg gehabt“, erzählte Nada Hercegovac weiter. „Wenn Ringo auf den Platz gekommen ist, wurde er von allen mit großem Respekt behandelt. Er war heilig hier drin, zu recht“, zollte ihm auch FC Olympia-Trainer Thomas Düpre Respekt. Dass er in der Erinnerung der Fußballer weiterlebt, zeigen auch die gedruckten T-Shirts mit seinem Antlitz und dem Spruch: „Du wirst immer mein Freund sein.“ Eva Wiegand

     

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