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  • Fr., 29. September 2023, 08:50 Uhr
    POLITIK: VRM-Wahlforum zur Bürgermeisterwahl am 8. Oktober von etwa 300 Bürgern besucht

    Drei Kandidaten sprachen über ihre Ziele

    Die drei Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Groß-Rohrheim vor Beginn der Veranstaltung (von links): Heiko Sonnleitner-Seegmüller (parteilos), Frank Meister (LiGR) und Karsten Krug (unabhängig). Foto: Hannelore Nowacki


    GROSS-ROHRHEIM – Wer wird in Groß-Rohrheim in den nächsten sechs Jahren als Chef der Gemeindeverwaltung die Entwicklung des Orts mitprägen? Nachdem Bürgermeister Rainer Bersch nach mehrheitlicher Abwahl zurückgetreten war, ist der Posten vakant. Zur Bürgermeisterwahl in der dörflichen Gemeinde Groß-Rohrheim mit fast 4.000 Einwohnern (Stand 30. Juni 2023) stehen am 8. Oktober drei Kandidaten zur Wahl, die sich das Amt zutrauen. Das machten sie allesamt am Donnerstagabend beim VRM-Wahlforum in der Bürgerhalle vor schätzungsweise knapp 300 Bürgern deutlich. Auch wollen sich alle drei Kandidaten dauerhaft für die Stärkung ihrer Gemeinde einsetzen. Die Fragen stellte Marius Blume, Redaktionsleiter vom Bergsträßer Echo in Heppenheim, der das Publikum auf 90 Minuten vorbereitete, am Ende war es etwas mehr geworden. Fragen aus dem Publikum vor Ort waren nicht vorgesehen, doch ließ Blume nach eigenem Bekunden eingegangene Leserfragen einfließen. Wissen die Wähler vielleicht schon für wen sie sich entscheiden? Jedenfalls haben offensichtlich fast alle die Hand gehoben, als Blume das Publikum danach fragte. Am Ende dann die interessante Frage von Blume: Hat das Wahlforum die Wahlentscheidung geändert? Eine junge Frau meldet sich und bekennt, dass sie noch mal überlege. Im Publikum waren die Gemeindevertreter und Mitglieder des Gemeindevorstands, auch Bürgermeister a. D. Bersch war gekommen.

    Fairer Wahlkampf unter den Kandidaten

    Ein großer Fanblock unterstützte den unabhängigen Kandidaten Karsten Krug, der jedoch SPD-Mitglied ist, mit kräftigem Applaus. Der 46-jährige Diplom-Verwaltungswirt ist zurzeit Hauptamtsleiter in Lorsch und verfügt als einziger in der Kandidatenrunde über langjährige Erfahrung in der Politik und Kommunalverwaltung. Haushaltsrecht, Kommunal- und Baurecht seien bei ihm gelebte Praxis. Zu wenig sei außer der Allee in den letzten Jahren investiert worden, meinte Krug, zur Belebung auch der Allee lasse sich noch viel erreichen. Der 45-jährige Frank Meister ist als Beigeordneter Mitglied des Gemeindevorstands und der Kandidat des Vereins Leben in Groß-Rohrheim (LiGR), der sich 2020 gegründet hat und seit der letzten Kommunalwahl 2021 vier Gemeindevertreter stellt und damit gleichauf mit den Freien Wählern steht. Auch Meister hatte beim Wahlforum eine starke Fangruppe, die ebenfalls kräftig Applaus spendete. „Warum tun Sie sich das an“, wollte Blume wissen. „Miteinander die Zukunft meistern“ wolle er wie auch sein Wahlspruch laute. Dabei komme es ihm auf einen stabilen Haushalt an. Der 49-jährige Heiko Sonnleitner-Seegmüller ist parteilos und teilte dem Publikum mit, dass er eher aus der sozialen Schiene komme. Die Parteien wolle er wieder an einen Tisch bringen. Dass er keine politische Erfahrung hat, sieht er gerade als Vorteil. Und was halten die Kandidaten voneinander? Wie einst am Ende der Sendung „Hart aber fair“ mit Plasberg fragte Blume die Kandidaten, was sie voneinander halten. Die Antworten lassen auf einen fairen Wahlkampf schließen, wie es die Kandidaten auch selbst sehen. Der TiP hat alle drei Kandidaten interviewt (nachzulesen auf der TiP-Homepage www.tip-suedhessen.de – Karsten Krug am 28. Juli, Frank Meister am 20. Juli und Heiko Sonnleitner-Seegmüller am 7. August.

    Hannelore Nowacki

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