So., 16.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Fr., 01. Oktober 2021, 10:39 Uhr
    CORONA-IMPFZENTRUM BENSHEIM: Rund 98.400 Menschen wurden geimpft / Tore seit Donnerstag geschlossen

    Drei mobile Teams machen nach Bedarf weiter

    Landrat Christian Engelhardt sprach den Beschäftigten des Bergsträßer CORONA-Impfzentrums seine allergrößte Anerkennung aus. Foto: Hannelore Nowacki


    BENSHEIM – Nach 240 Tagen hat das Bergsträßer CORONA-Impfzentrum am Berliner Ring am Donnerstagabend seine Tore geschlossen. Nur zwei Spritzen waren übrig geblieben, hatte Landrat Christian Engelhardt erfahren, doch auch diese fanden noch zu ihrer Bestimmung. Als der Landrat mit seiner Abschlussrede begann, hatten sich schon längst nahezu alle Beschäftigten im Foyer und auf den Galerien versammelt. Freude war zu spüren, die Stimmung war heiter, es kam zu vielen herzlichen Begrüßungen, doch als Landrat Engelhardt mit seiner Abschlussrede begann, richteten sich alle Blicke auf ihn, es wurde ganz still. Was der Landrat zu sagen hatte, war zunächst ein riesiges Lob. „Sie haben eine bravouröse Leistung erbracht“, sagte er. Von vielen positiven Rückmeldungen wusste Engelhardt, von Menschen, die hier geimpft wurden. Eine besondere Atmosphäre habe es gegeben: „Weil man gemerkt hat, dass es Spaß gemacht hat hier zu arbeiten“. Freundlichkeit, geringe Wartezeiten und ein reibungsloser Ablauf gehörten dazu. Großer Applaus kam auf.

    Landrat Christian Engelhardt (links) und Markus Stracke, Leiter des CORONA-Impfzentrums Bergstraße schließen die Tür – mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Foto: Hannelore Nowacki


    In der langen Reihe seiner Dankesworte nannte Engelhardt auch die Sicherheitsleute, die einen guten Job gemacht hätten. Wieder gab es Applaus. Eigentlich hätten noch mehr Menschen zum Impfen kommen können, auch das betonte Engelhardt, wenngleich zu Beginn nicht alle gleich drankommen konnten; zuletzt sei die Nachfrage zurückgegangen. In seinen herzlichen Dank schloss Engelhardt alle ein, die vielen ehrenamtlichen Helfer von DRK, Johanniter Unfallhilfe, Malteser Hilfsdienst, THW, Feuerwehren und DLRG, die unterstützenden Arztpraxen. Wie geht es weiter? „Für das Impfen sind jetzt die Arztpraxen zuständig“, so wie für jede andere Impfung auch, betonte Landrat Engelhardt. Weiter werden drei mobile Impfteams des Kreises Bergstraße mit insgesamt 21 Mitarbeitern bei Bedarf und in Absprache mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen und Ärzten unterwegs sein, um beispielsweise in Einkaufszentren oder Schulen weitere Zielgruppen zu erreichen. Markus Stracke, Leiter des CORONA-Impfzentrums und im Fachbereich Gefahrenabwehr des Kreises Bergstraße tätig, sprach in seinem kurzen Rückblick auf die 240 Tage des CORONA-Impfzentrums auch von Höhen und Tiefen, vor allem aber von einer fulminanten Leistung der insgesamt 188 Beschäftigten, die mit viel Herzblut gearbeitet hätten, in Schichten von 6.30 bis 15 Uhr und von 14.30 bis 23 Uhr, nicht selten seien noch bis 2 Uhr nachts Statistiken und Meldungen verschickt worden. „Eine wunderbare Zeit, die wir als Team gemeinsam haben erfahren dürfen“, sagte Stracke. Eine Zeit, auf die er mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurückblicke. Und wieder kam großer Applaus auf. In seiner Rede gab Landrat Engelhardt einen eindrucksvollen Überblick über die geleistete Arbeit, die auch die rund 15.280 Erst- und Zweitimpfungen und knapp über tausend Drittimpfungen außerhalb des Impfzentrums umfasste, zum Beispiel in Seniorenheimen, bei Feuerwehr, THW, Polizei, Krankenhäusern oder ambulanten Pflegediensten.

    Markus Stracke, Leiter des CORONA-Impfzentrums, bedankte sich mit herzlichen Worten bei seinen Mitarbeitern, die an 240 Tagen im Einsatz waren. Foto: Hannelore Nowacki


    Im Bergsträßer Impfzentrum waren 188 Menschen beschäftigt, darunter 15 Ehrenbeamte und vier Mitarbeiter der Abteilung Gefahrenabwehr. Mit Ausnahme der anderweitig Beschäftigten waren alle Mitarbeiter befristet beim Kreis angestellt, darunter Ärzte, Apotheker, Medizinische Fachangestellte und Verwaltungskräfte. Im Impfzentrum erhielten rund 98.400 Menschen eine Impfung - über 95.000 Erstimpfungen, etwa 86.000 Zweitimpfungen und mehr als 1.400 Drittimpfungen wurden verabreicht. Knapp 41.000 Menschen im Alter von 61 bis 100 Jahren ließen sich impfen, sogar 609 über 100-Jährige ließen sich die Spritze setzen. Rund 9.400 21- bis 30-Jährige kamen sowie knapp 5.000 12- bis 20-Jährige. Nach dem offiziellen Teil des Abschiedsabends waren alle Beschäftigten zum gemütlichen Umtrunk mit Häppchen eingeladen. In den vom Kreis angemieteten Räumlichkeiten muss noch abgebaut werden. Markus Stracke geht von etwa 14 Tagen aus, wie schon beim Aufbau.  Hannelore Nowacki

    Das Licht geht aus, die Türen sind zu: Nach 240 Tagen hat das Bergsträßer CORONA-Impfzentrum am Berliner Ring am Donnerstagabend seine Tore geschlossen.  Foto: Hannelore Nowacki


     
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige TicketshopAnzeige 3 Anzeige - 1