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  • Mo., 08. November 2021, 13:06 Uhr
    FREIWILLIGER POLIZEIDIENST: Erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft / Weitere Interessenten gesucht 

    Drei neue „Nachbarn in Uniform“ 

    Vasiliki Mandalaridou (r.), Bettina Müller (3.v.r.) und Karl Joachim Ohl (l.) sind die drei neuen „Nachbarn in Uniform” – sehr zur Freude der Polizeistation Lampertheim-Viernheim und der Stadt Lampertheim. Foto: Benjamin Kloos


    RIED – Schon seit 2006 gehören die ehrenamtliche Polizeihelfer im Freiwilligen Polizeidienst in Lampertheim zum Straßenbild, in Bürstadt und Biblis kennen die Bürger sie auch schon länger, und seit vier Jahren sind die Polizeihelfer auch in Groß-Rohrheim für die Bürger im Einsatz und unterstützen auf vielfältige Art und Weise die Polizeistation Lampertheim/Viernheim. Sie sind Ansprechpartner und Kontaktstelle für Bürger, könnten Ermahnungen aussprechen, beobachten und melden. Durch ihre Präsenz und Hilfe unterstützen sie die Polizei bei öffentlichen Veranstaltungen, überwachen Absperrungen und sind bei Festumzügen im Einsatz. Am Montag wurden drei neue „Nachbarn in Uniform” im Rahmen eines Pressegesprächs der Öffentlichkeit vorgestellt: Vasiliki Mandalaridou und Bettina Müller aus Bürstadt sowie Karl Joachim Ohl aus Hofheim. 

    „Wir freuen uns sehr über die Verstärkung, auch wenn es leider etwas länger gedauert hat, dass wir die drei neuen Polizeihelfer begrüßen durften. Denn aufgrund von Corona musste die Ausbildung, die bereits für 2020 geplant gewesen war, mehrmals verschoben werden. Im September und Oktober konnte sie endlich stattfinden”, betonte Christina Wegerle, als Schutzfrau vor Ort für die Betreuung des Freiwilligen Polizeidienstes zuständig. 

    Vorbereitet auf den interessanten und abwechslungsreichen Dienst wurden Vasiliki Mandalaridou, Bettina Müller und Karl Joachim Ohl in 50 Unterrichtsstunden,vor allem abends aber auch an Wochenenden. „Themen waren hierbei unter anderem Rechtsgrundlagen, Verhaltenstraining sowie Einsatztraining, gerade mit Blick auf die Kommunikation, zum Beispiel in Konfliktsituationen”, wie Frank Heisel, beim Polizeipräsidium Südhessen für den Bereich Prävention zuständig, erörterte. „Aktuell sind in Südhessen 14 Kommunen bei diesem Projekt dabei, 15 neue Polizeihelfer wurden jetzt ausgebildet und bereits in Dienst genommen.

    Bei ihren ersten Einsätzen werden die neuen „Nachbarn in Uniform” durch erfahrene Kräfte begleitet, Ziel sind hierbei immer wieder neuralgische Punkte wie beispielsweise der Stadtpark und der Spielplatz Ringstraße in Lampertheim. Erfreulich ist, dass auch noch Einsatzkräfte der ersten Stunde mit dabei sind. 

    Zeit für Bürger

    Matthias Seltenreich, Leiter der Polizeistation Lampertheim-Viernheim, stellte klar, dass das Land Hessen mit dem Programm des Freiwilligen Polizeidienstes einen besonderen Ansatz verfolgt. „Den Polizeihelfern wurden dazu auch gewisse Befugnisse übertragen, sie sind aber keineswegs dazu da, Strafzettel zu verteilen”, klärt er auf. „Die originäre Aufgabe ist Präsenz zeigen, beobachten und melden. Der Freiwillige Polizeidienst kann hierbei eine zeitliche Lücke schließen, die wir als Polizei nicht mehr schließen können. Denn die Polizeihelfer sind näher am Bürger und bieten diesen ein Angebot: Sie können sich an uns wenden, wir haben Zeit für Sie. Denn der Freiwillige Polizeidienst kann sich eben diese Zeit nehmen und vor Ort bleiben. Als Polizeistation sind wir in der besonderen Lage, sowohl im Ried als auch in Viernheim über eine solche Unterstützung zu verfügen. Danke an die Kommunen im Ried, die sich hier mit Herzblut engagieren und eine sehr enge und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft ermöglichen.”

    Weiter Polizeihelfer gesucht

    Uwe Becher, Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung, erläuterte, dass Lampertheim eine der ersten Kommunen in Hessen gewesen sei, die diesen Dienst eingeführt habe. „Es war uns wichtig, durch uniformierte Kräfte Präsenz zu zeigen. Die Unterstützung durch den Freiwilligen Polizeidienst dient vorrangig dem Ziel, durch sichtbare Präsenz, durch das Beobachten und Melden von Wahrnehmungen betreffend die öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie durch das vorbeugende Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern die Sicherheitslage in den Kommunen zu verbessern. Und dies mit Erfolg, so wurden alleine im Jahr 2019 5.883 Bürgergespräche geführt.” 16.000 bis 20.000 Euro werden jährlich für diese wichtige Aufgabe in den städtischen Haushalt Lampertheim gestellt, die dann mit den drei anderen Riedgemeinden verrechnet werden. 

    Im Rahmen der Ergänzung des bestehenden, derzeit 14-köpfigen Helferteams werden weitere engagierte Bürgerinnen und Bürger aus der Region gesucht. Freiwillige Polizeihelfer leisten im Monat maximal 25 Stunden Dienst und erhalten dafür eine Aufwandsentschädigung von 7 Euro pro Stunde.  Bewerben können sich alle Interessierten im Alter von 18 bis 65 Jahren. Die freiwilligen Polizeihelfer Ansprechpartner für entsprechende Bewerbungen ist bei der Stadt Lampertheim der Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Lampertheim, Herr Uwe Becher, Römerstraße 102, 68623 Lampertheim, Telefon 06206/935-247, E-Mail uwe.becher@lampertheim.de Benjamin Kloos

     
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