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Mi., 15. September 2021, 11:16 Uhr
IX. INTERNATIONALES ERZÄHLFEST: Erzählzelt machte Station auf der Domwiese / Schülerinnen und Schüler der Schillerschule berührt und begeistert
Durch spannende Erzählungen phantasievolle Welten geöffnet
Thomas Hoffmeister-Höfener und André Wülfing (v.r.) begeisterten die Schülerinnen und Schüler der Schillerschule mit ihren fantasievollen Erzählungen. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Regen auf dem Kopf aber Sonne im Herzen hatten die Klassen der Schillerschule Lampertheim am Mittwoch auf ihrem Weg zur Domwiese – dort wartete im Rahmen des IX. Internationalen Erzählfest der Metropolregion Rhein-Neckar das Erzählzelt mit spannenden sowie lustigen Erzählungen. Im Zelt selbst strahlte schon kurz nach Beginn der Erzählungen von Thomas Hoffmeister-Höfener und André Wülfing die Sonne auch aus den Augen der Kinder, begleitet von herzhaftem Lachen, das über den Domplatz hallte und auch zahlreiche Passanten neugierig machte.
Das Erzählzelt ist rot und rund und in seinem inneren lebt die uralte Kunst des Geschichtenerzählens weiter – hier wird das Hören zum Erlebnis. Professionelle Erzählkünstler entführen große und kleine Menschen auf endlos verschlungenen Pfaden auf ihrer Reise durch die Welt der Mythen und Märchen, sie öffnen mit ihren Geschichten Türen in fantastische Welten. Das Erzählzelt macht dabei jeden Tag in einer anderen Gemeinde Station, zudem sind weitere Erzähler in Kitas und Schulen unterwegs – in diesem Jahr freuten sich so unter anderem die Steinerwaldschule in Biblis-Nordheim, die Seehofschule in Hüttenfeld und die Schillerschule in Bürstadt über bunte Geschichten, die wie Samen auf offene Ohren trafen und die Phantasie der Kinder zum Blühen brachten.
In Lampertheim hat der Besuch des Erzählzeltes auf der Domwiese Tradition, wie Manfred Scholz vom Fachdienst 40-3 der Stadt Lampertheim erläuterte. „Trotz Corona wollten wir das Erzählzelt auch in diesem Jahr hier haben. Leider war es pandemiebedingt nicht möglich, die Kindertagesstätten einzuladen.” Die Veranstaltung findet in diesem Jahr kleiner, aber ebenso fein wie sonst statt. Und so kamen alle Klassen der Schillerschule in diesen besonderen Genuss des Erzählens, das nicht vergleichbar mit dem reinen Vorlesen ist, wie Manfred Scholz ergänzte. „Die Schülerinnen und Schüler der Schillerschule wurden alle heute aktuell getestet und werden zudem in Clustern unterrichtet, in denen sie auch hierher kamen, um die gemütliche Atmosphäre im Zelt zu erleben und zu genießen. Wir sind froh, dieses besondere Angebot trotz Corona in diesem Jahr vorhalten zu können.”
Und wer einen Blick in das Zelt warf und die Ohren spitzte, konnte sehen und hören, dass alle Bemühungen für die Aufführungen im Erzählzelt berechtigt waren. Denn die Kinder waren gleichermaßen berührt wie begeistert, machten voller Freude mit und lachten lauthals angesichts der für jede Altersklasse eigens ausgewählten, je 45-minütigen Erzählungen. Mit neu erweckter Phantasie und Sonne in den Augen und im Herzen machten sich die Schülerinnen und Schüler so nach den Erzählungen um so begeisterter auf den Weg zurück in ihre Schule. Benjamin Kloos