BOXEN: Bilanz der 6 „Punching“-Boxer im Hanauer Ring kann sich sehen lassen
Durna lässt die Halle toben
Zufriedene Kämpfer und Trainer nach der Veranstaltung in Bruchköbel. Foto: Boxclub „Punching“ Lampertheim
LAMPERTHEIM – Mit sage und schreibe 7 Boxern reiste der 1. Boxclub „Punching“ Lampertheim zum Boxturnier nach Bruchköbel bei Hanau. 6 Kämpfer standen im Ring und die abschließende Bilanz konnte sich sehen lassen. Den Auftakt machte der derzeit erfolgreichste „Punching“-Kämpfer Danil Lobanov im Junioren-Schwergewicht. Er traf auf Atakan Ari vom 1.Boxclub Frankenthal. Lobanov löste seine Aufgabe souverän, hielt seinen Gegner auf Distanz und traf immer wieder mit seinen schnellen Kombinationen. Am einstimmigen Punktsieg des Lampertheimers gab es keinen Zweifel.
Chancenlos gegen „Dampfwalze“
Ganz anders erging es Linus Steffan in seinem ersten Kampf in der Männerklasse. Sein Gegner Verislan Ivanov, ebenfalls vom BC Frankenthal, erwies sich als „Dampfwalze“, ständig im Vorwärtsgang und auch ständig schlagend. Steffan versuchte zu Beginn den Gegner mit der Führhand auf Distanz zu halten, aber ein Körpertreffer in der Auftaktrunde zwang den Lampertheimer im wahrsten Sinne des Wortes in die Knie. Nach weiteren kraftvollen Attacken stoppte der Ringrichter zu Recht den jetzt ungleichen Kampf. Glücklicherweise blieb der Lampertheimer nach dem Kampf gelassen und hakte den Fight unter „Erfahrung sammeln“ ab. Gespannt waren Trainer und Zuschauer auf den Kampf im Männer-Mittelgewicht zwischen Abdulkarim Boullal und Mert Keles vom Boxclub Worms.
Starker Schlussspurt reichte nicht
Der Wormser, mit viel Erfahrung und technisch gut ausgebildet, machte den Trainern vor dem Kampf etwas Kopfzerbrechen, zumal Boullal in seinem letzten Kampf eine überraschende KO-Niederlage hinnehmen musste. Schon in der 1. Runde legte sich in der Lampertheimer Ecke die Nervosität, nachdem Boullal souverän und kampfbestimmend auftrat und dem Wormser mehr Probleme bereitete als diesem lieb war. Aufregung entstand dann in Runde zwei, nach dem im Infight ein linker Haken des Rheinhessen am Kinn des „Punching“-Kämpfers landete und dieser daraufhin angezählt wurde. „Das kostete ihm wohl den Sieg“, so seine Trainer nach dem Kampf. Ein sehr starker Schlussspurt von Boullal, der den Wormser doch noch in Bedrängnis brachte, reichte leider nicht mehr aus um den Kampf zu drehen. Unabhängig davon bestätigten alle nach dem Kampf dem Lampertheimer Mittelgewicht eine Top-Leistung.
Immer eine Hand mehr im Ziel
Im Schlusskampf gelang es einem Lampertheimer Kämpfer tatsächlich die gut gefüllte Halle zum Brodeln zu bringen. Ahmet Durna vom „Punching“–Team traf im Jugend-Mittelgewicht auf den Lokalmatador Can Yesiltas vom Boxclub Bruchköbel. Die Paarung und der Kampfverlauf spornten nicht nur beide Kämpfer an, auch die Fans aus beiden Lagern liefen zur Höchstleistung auf. Durna hatte nur eine Richtung im Kampf, nämlich nach vorne und dabei immer eine Hand mehr im Ziel. Der starke Endspurt beider Kämpfer hielt die Zuschauer nicht mehr auf den Sitzen und unter tosendem Applaus der Fans hieß der verdiente Sieger Ahmet Durna aus Lampertheim.
Wertvolle Erfahrung gesammelt
Im anschließenden Wettkampfsparring konnten die Lampertheimer Philipp Uebach und Mehmet Bagci erste Ringerfahrungen sammeln und vor allem Uebach zeigte, dass er schon viel im Training gelernt hat. „Ja, wir reisen alle zufrieden heim“, teilten die Lampertheimer „Punching“-Trainer Alex und Kurt Klotz, sowie Nikos Huthoff, nach den Kämpfen ihren Schützlingen mit. „Wir haben gezeigt, dass unsere Wettkampftruppe immer stärker wird und zum Gelingen der perfekt organisierten Veranstaltung hier in Bruchköbel einiges beigetragen hat. Das war unser Ziel“, erklärte das Trainerteam. zg