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  • Do., 17. Juni 2021, 11:48 Uhr
    BUNDESTAGSWAHL: DGB Lampertheim-Bürstadt fordert eine gerechte Verteilung der Kosten der Corona-Krise

    „Echt gerecht” 

    LAMPERTHEIM / BÜRSTADT – „Bei der Bundestagswahl am 26. September entscheidet sich, wie die milliardenschweren Kosten der Corona-Krise geschultert werden“, betonte Marius Gunkel (ver.di), Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Lampertheim-Bürstadt, auf der ersten Präsenzsitzung des Vorstandes in diesem Jahr. „Außerdem wird darüber entschieden, wie unser Wirtschafts- und Sozialsystem gerade aufgrund der Erfahrungen mit der Pandemie neu ausgestaltet werden muss. Deshalb mischen sich der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften aktiv bei der Wahl ein.“ Der Ortsverband wird auch in Lampertheim und Bürstadt Straßenaktionen und Veranstaltungen durchführen, um mit möglichst vielen Menschen über gewerkschaftliche Vorschläge für einen grundlegenden Kurswechsel in zentralen Politikbereichen zu diskutieren. Der stellvertretende DGB-Ortsverbandsvorsitzende Norbert Fuchs (IG Metall) unterstreicht: „Wir müssen verhindern, dass die Krisenlasten auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abgewälzt werden. Bei der Bundestagswahl stehen für uns die gerechte Finanzierung der Krisenlasten, die Beschäftigungssicherung verbunden mit der Ausweitung der Tarifbindung und der Mitbestimmung, Investitionen in einen handlungsfähigen Staat, der Klimaschutz und die sozial-ökologische Modernisierung ganz oben auf der Tagesordnung. Für diese Themen machen wir uns stark - vor und nach der Bundestagswahl“. DGB-Vorstandsmitglied Antonio Alves (IG Metall) betonte: „Für die Durchsetzung von guter Arbeit, guten Löhnen und sozialer Gerechtigkeit sind mitgliederstarke Gewerkschaften und ein starker DGB unverzichtbar. Nur gemeinsam und solidarisch können die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erfolgreich für ein gutes Leben und für eine bessere und gerechte Zukunft kämpfen“. Nils Burkhoff, Vorsitzender des DGB Viernheim und Mitglied des Geschäftsführenden DGB-Kreisvorstandes Bergstraße, forderte die Abschaffung des um sich greifenden Befristungsunwesens, unter dem insbesondere die junge Generation leidet: „Viele junge Menschen hangeln sich von Befristung zu Befristung oder von Praktikum zu Praktikum durch. Damit muss endlich Schluss sein. Das unbefristete, tariflich entlohnte Normalarbeitsverhältnis muss endlich wieder die Regel werden. Deshalb müssen wir die Ordnung auf dem Arbeitsmarkt wieder herstellen“.

    Der südhessische DGB-Regionssekretär Horst Raupp (Darmstadt) stellte auf der Sitzung die DGB-Kampagne „Echt gerecht“ vor, mit der die Gewerkschaften die Bundestagswahl aktiv begleiten werden:  „Für die Bundestagswahl hat der DGB ein durchgerechnetes Steuerkonzept vorgelegt, das finanzielle Entlastungen für über 95 Prozent der Bevölkerung vorsieht. Im Gegenzug müssen große Konzerne, Spitzenverdiener, große Vermögen und reiche Erbschaften endlich angemessen besteuert werden“. Unter dem Strich bringt das Steuerkonzept des DGB dem Staat jährliche Mehreinnahmen von 60 Milliarden Euro. Raupp machte deutlich: „Steuern sind zum Steuern da. Das Geld muss dort abgeholt werden, wo es im Überfluss vorhanden ist, sinnlos rumliegt oder hinterzogen wird. Nur so können der Bund, die Länder und auch die Städte und Gemeinden im Kreis Bergstraße die Kosten der Corona-Krise stemmen und zugleich in wichtige Zukunftsaufgaben investieren: In gute Bildung, in ein starkes öffentliches Gesundheitswesen, in bezahlbares Wohnen, in die öffentliche Infrastruktur und in Umwelt- und Klimaschutz. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften setzen sich aktiv für Gute Arbeit, für ein Klima der sozialen Gerechtigkeit und für ein starkes, soziales und solidarisches Europa ein“. zg

     
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