DRK-BLUTSPENDEAKTION: Von 109 Blutspendern waren 13 Erstspender
Echte Bibliser Gewürzgurken als Dankeschön
Geschafft – ein halber Liter Blut von Stephan Tiede ist schon im Beutel und Funktionskraft Jemima Duran Perez drückt nur noch auf die Einstichstelle. Foto: Hannelore Nowacki
BIBLIS – In der Riedhalle war am Dienstag viel los, aber mit entspannten Abläufen in ruhiger Atmosphäre. 109 Blutspender, darunter 13 Erstspender, nahmen bis 20 Uhr auf den Liegen Platz, ruhten nach der Blutentnahme noch ein wenig aus und erhielten vor dem Verlassen der Halle bei Adelheid Schultheiß vom DRK-Ortsverein Biblis eine große Dose mit Bibliser Gewürzgurken. „Echte Biwwelser Gummern“, in Biblis hergestellt“, betonte sie. Dieses Dankeschön im Dosenformat kam bei vielen Blutspendern gut an, die sich freudestrahlend eine Dose nahmen. Auch Getränkeflaschen standen in großer Zahl bereit. Vor Corona habe es auch Schokolade gegeben, erinnerten sich einige Blutspenderinnen beim Abschied ein wenig wehmütig. Wie Adelheid Schultheiß waren noch sieben weitere ehrenamtliche Helfer des DRK-Ortsvereins in der Riedhalle im Einsatz, um das hauptberufliche Blutentnahmeteam aus Frankfurt bei der Durchführung der Blutspendenaktion zu unterstützen. Alle seien geboostert und frisch getestet, erklärte Adelheid Schultheiß. Alle Anwesenden in der Halle mussten eine FFP2-Maske tragen. Wegen Corona erfolgte die Anmeldung online, ein Zeitfenster wird vergeben, so würden Warteschlangen vermieden. Die Wege und Funktionsbereiche in der Halle hatten die DRK-Helfer mit rot-weißen Bändern markiert, Stühle zum Ausruhen waren aufgestellt. Die Spendenwilligen durchliefen mehrere Stationen. Ein Piks in den Finger brachte Gewissheit, ob die Eisenwerte stimmen, ein ärztliches Gespräch fand statt und dann die Blutentnahme. Einen halben Liter Blut fasst so ein Beutel. Stephan Tiede aus Biblis hatte die Prozedur schon fast hinter sich, als er mit dem TIP ins Gespräch kam. „Ich fühle mich super“, sagte er, während Funktionskraft Jemima Duran Perez den Schlauch gerade abstöpselte. Stephan Tiede zählt sich zu den Erstspendern, da er zuletzt vor 18 Jahren Blut gespendet habe, ab jetzt aber wieder regelmäßig kommen wolle. „Das ist eine gute Sache und ist gesund“, findet er, „es rettet Leben“. Und er sei sehr gut betreut worden, betonte Stephan Tiede. Funktionskraft Jemima Duran Perez wies auf viele weitere Vorteile des Blutspendens hin – es sei ein kostenloser Gesundheitscheck, ansteckende Krankheiten wie HIV, Syphilis, Hepatitis A bis E und das Westnilfieber würden erkannt und der Körper bilde neues Blut. Hepatitis E könne durch rohes Fleisch übertragen werden, das auch in Mettbrötchen vorkommt, gab sie zu bedenken. Die Arbeit mache ihr „total Spaß“, erzählte sie, auch wenn ihr Feierabend nach dieser Blutspendenaktion erst um 23 Uhr beginnen werde, wenn alles in den großen LKW vor der Halle eingepackt sei und sie in Frankfurt ankommt. Der nächste Blutspendetermin ist am Dienstag, 3. Mai in der Riedhalle. Hannelore Nowacki