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  • Do., 19. September 2019, 14:21 Uhr
    SPD-Fraktionsvorsitzende Nancy Faeser informierte sich über die Freiwillige Feuerwehr

    Ehrenamt und Jugendarbeit in der Feuerwehr im Blickpunkt

    Die SPD-Politiker konnten bei der Freiwilligen Feuerwehr Biblis viele Informationen für ihre eigene Arbeit mitnehmen – die SPD-Landesfraktionsvorsitzende Nancy Faeser will sich in Wiesbaden für die finanzielle Unterstützung der Jugendfeuerwehren stark machen. Foto: Hannelore Nowacki


    BIBLIS – Wenn es brennt, muss es schnell gehen, dann kommen die Feuerwehren mit Blaulicht und Signalhorn,  immer bereit, rund um die Uhr, auch zu technischen Hilfeleistungen rücken die Männer und Frauen aus. Im Kreis Bergstraße sind es die Freiwilligen Feuerwehren mit ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleuten, die für Einsätze, Ausbildung und Übungen ihre Freizeit im Dienste der Bevölkerung verwenden. Für Einsätze werden sie in der Regel von ihren Arbeitgebern freigestellt. Alles freiwillig und ohne Entgelt, das funktioniert bislang in Biblis sehr gut. Wenngleich auch hier die Zeichen der Zeit erkennbar werden. Sicherheit ist eine staatliche Aufgabe, Politiker sind hier gefragt. Die langjährige Generalsekretärin und neue SPD-Fraktionsvorsitzende im hessischen Landtag, die 49-jährige Nancy Faeser, seit vierzehn Tagen ist sie im Amt, war der Einladung der SPD Bergstraße zu einer Informationstour gefolgt, die sie am Mittwochnachmittag zur Freiwilligen Feuerwehr Biblis in der Berliner Straße führte. Marius Schmidt, Vorsitzender der Sozialdemokraten im Kreis Bergstraße, umriss die Hauptthemen des Treffens - die Gewinnung von ehrenamtlichen Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren, Probleme „jedweder Art“, den Respekt gegenüber den Rettungsdiensten und zukunftsweisende Überlegungen „was wir für die Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Bergstraße tun können“. Schmidt zeigte sich überzeugt, „dass wir uns auf die Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Bergstraße verlassen können“. An der Gesprächsrunde im Feuerwehrgerätehaus nahmen der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Christian Neumann und Manfred Gölz, der im Feuerwehrverein für die Finanzen zuständig ist, als sachkundige Vertreter der Feuerwehr teil, weitere Gesprächspartner waren der SPD-Bürgermeisterkandidat Ewald Gleich und der Kreisbeigeordnete Karsten Krug, die ebenso wie ihr Gast aus Wiesbaden an Informationen vor Ort interessiert waren und auch Anregungen geben und mitnehmen wollten. Faeser, in ihrer Parlamentsarbeit bislang auf innenpolitische Themen spezialisiert, zu denen auch die Feuerwehren gehören, machte deutlich, dass die Freiwilligen Feuerwehren „fester Bestandteil der Sicherheitsarchitektur“ seien. Diesen Dienst an der Bevölkerung wisse sie zu schätzen, es sei ein ganz besonderes Ehrenamt unter Einsatz des eigenen Lebens. Neumann möge diesen Dank an seine Kameraden und Kameradinnen weitergeben. Neumann hatte viel Positives zu berichten, alle drei Feuerwehren seien gut aufgestellt, mit den Fahrzeugen und auch die Tageseinsatzstärke sei durch die gleichzeitige Alarmierung der Feuerwehren Biblis, Nordheim und Wattenheim gesichert, die zusammen auf 70 bis 80 Einsatzkräfte kommen. Bis zu 80 Einsätze gebe es im Jahr. Auch die Nachwuchsarbeit mit Kinderfeuerwehr und Jugendfeuerwehr sei in allen drei Ortsteilen erfolgreich, fast alle Einsatzkräfte seien über die Jugendfeuerwehr gekommen. Wie Rechner Gölz betonte, zahle der Feuerwehrverein diese Nachwuchsarbeit aus eigener Kasse, gespeist vor allem aus Mitgliedsbeiträgen. Von Vorteil sei, dass der Nachwuchs aller drei Feuerwehren kontinuierlich von qualifizierten und pädagogisch ausgebildeten Fachkräften betreut werde. Im Landkreis strebe die SPD an, dass jedes acht- bis neunjährige Grundschulkind die Feuerwehr im Unterricht vor Ort kennenlernt, ergänzte Schmidt.  Die SPD-Landespolitikerin nimmt eine Idee mit, die auch anderen Feuerwehren gefallen dürfte: Sie will sich für einen Landesfonds stark machen, der die Jugendarbeit unterstützt. Ebenso will sie im Bereich der Feuerwehraus- und Weiterbildung  für den Bildungsurlaub eintreten. Wie Neumann ist sie der Meinung, dass es vom Land mehr finanzielle Unterstützung für kleine und mittlere Betriebe geben müsse, die bei Einsätzen auf Mitarbeiter verzichten müssen. Als großes Problem beschrieb Neumann den Digitalfunk, der vor zwei Jahren eingeführt wurde. Häufig gebe es keinen Empfang, während die alte Technik mit analoger Verbindung und die SMS-Alarmierung über Handy nach wie vor bestens funktionieren. Besonders zeitaufwändig sei die Installation von Updates für das digitale System, während die zunehmende Bürokratie den Führungskräften der Feuerwehren zu schaffen mache, erklärte Neumann, diese hätten dadurch weniger Zeit für die Ausbildung. Mit einer Führung durch das Feuerwehrgerätehaus und Besuch der Atemschutzgerätewartung endete die Visite der SPD-Politiker. Nancy Faeser weiß  nun einen weißen Schutzengel an ihrer Seite, ein Geschenk von Ewald Gleich. Hannelore Nowacki

    Einen weißen Schutzengel aus Glas erhielt die SPD-Landespolitikerin Nancy Faeser vom Bibliser SPD-Bürgermeisterkandidaten Ewald Gleich. Foto: Hannelore Nowacki

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