Di., 19. März 2019, 09:28 Uhr
AfD Bürstadt kritisiert Landschaftszerstörung / „IG Ackerflächen erhalten“ sei sinnvoll, aber mit Beigeschmack
„Eigeninteresse schadet sinnvoller Initiative”
BÜRSTADT – Bereits mehrfach hat sich die AfD Bürstadt gegen den Bau von Logistikzentren im Norden Bürstadts ausgesprochen. Völlig zurecht kritisieren die Landwirte den Verlust wertvoller Ackerflächen und Umweltschützer den Verlust von Wiesen und Feldern.
Die übermäßige Ansiedlung von Logistikunternehmen und die geplante Ortsumgehung „Nord-Ost“ machen Bürstadt als Wohnort immer weniger attraktiv. So werden durch die geplante Trasse neben den Feldern auch Rad- und Fußgängerwege durchschnitten. War Naherholung für Bürstädter Bürger sowieso schon spärlich, so wird nun die Landschaft im Norden Bürstadts auch noch zerstört. Einst war Bürstadt im Norden und Westen von Obstfeldern gesäumt – so mancher Bürstädter wird sich mit Wehmut daran erinnern. Der gewaltige Flächenverbrauch von Logistikunternehmen ist inakzeptabel. Die AfD Bürstadt begrüßt daher im Grundsatz das Bürgerbegehren der
„IG Ackerflächen erhalten“ .
Das Baugebiet „Langgewann“ in Bobstadt mit der berechtigten Kritik an den übermäßigen Gewerbeflächen mit entsprechendem Straßenneubau zu verknüpfen, ist für die AfD allerdings nicht nachvollziehbar. Junge einheimische
Familien fragen entsprechende Baugrundstücke nach und wollen sich ihren Traum vom Eigenheim erfüllen. Die „IG Ackerflächen erhalten“ hat das Thema „Langgewann“ wohl ganz bewusst mit einbezogen. Schließlich wohnt ein Mitglied in Feldrandlage unmittelbar neben dem geplanten Neubaugebiet. Es ist wirklich schade, dass eine sinnvolle Initiative durch Eigeninteressen einen faden Beigeschmack erhält, so die AfD abschließend. zg