
BÜRSTADT – Im September erlebten die Kinder und ihre Paten aus dem Patenschaftsprogramm "Leah und Leo machen KulTour" einen unvergesslichen Tag voller Entdeckungen und Spaß. Pünktlich um 11 Uhr trafen sich alle Teilnehmer an der Alla-Hopp-Anlage, bereit für ein weiteres Abenteuer im Rahmen des Programms der Bürgerstiftung. Dieses großartige Projekt wurde von Silke Vetter-Kissel ins Leben gerufen, um Kindern im Alter von 8 bis 11 Jahren, die sonst nur schwer Zugang zu kulturellen Einrichtungen hätten, die Welt der Museen, Theater und historischen Orte näherzubringen.
Diesmal stand Bürstadt selbst im Fokus. Klaus Grinda, Experte vom Heimatmuseum, führte die Kinder durch die Stadt und brachte ihnen auf kindgerechte Weise die Geschichte ihrer Heimat nahe.
Der Ausflug startete am Bürgerhaus, wo die Bedeutung des Bürstädter Wappens erläutert wurde. Ebenso zeigte Klaus Grinda die historischen Grenzsteine rund um das Bürgerhaus und erklärte den Ursprung des Stadtnamens. Besonders spannend für die Kinder war der Stopp bei den Hochwassermarkierungen in der Main- und Luisenstraße. Hier erfuhren sie von der verheerenden Flut im Jahr 1883 und hörten faszinierende Geschichten, wie damals Tiere und Menschen mit dieser Naturkatastrophe umgingen. Besonders die Anekdote über den Metzger, der sein Scheunentor als Floß nutzte, um die Eingeschlossenen mit Waren zu versorgen, brachte die Kinder zum Staunen.
Der nächste Halt führte die Gruppe zum höchsten Punkt Bürstadts, der Kirche St. Michael. Hier referierte Klaus Grinda über die jahrhundertealte Baugeschichte der Kirche. Die neugierigen Kinder konnten die Kirche auch von innen besichtigen und Grinda mit ihren Fragen zur Architektur und Geschichte löchern. Zum Abschluss dieser informativen Tour veranstaltete Grinda ein kleines Quiz, bei dem die Kinder ihr neu erworbenes Wissen unter Beweis stellen konnten – ein Spaß für Groß und Klein!
Doch damit war der Tag noch lange nicht vorbei. Weiter ging es zum Sportcampus, wo die Paten ein reichhaltiges und gesundes Buffet vorbereitet hatten. Hier konnten sich die Kinder nach all den Eindrücken stärken.
In der Freilufthalle stand dann Bewegung auf dem Programm: Ein Postenlauf, bei dem Geschicklichkeit, Sportlichkeit und Gedächtnis gefragt waren, sorgte für reichlich Abwechslung. Vom Hindernisparcours über einen Ballwurf-Wettbewerb bis hin zu einem Gedächtnisspiel – die Kinder hatten jede Menge Spaß und zeigten vollen Einsatz. In kleinen Teams traten sie gegeneinander an und Motivation war in jeder Gruppe zu spüren. Zum krönenden Abschluss gab es eine Siegerehrung, bei der alle Kinder stolz ihre Leistungen feiern konnten.
Neben sportlichen Erfolgen hielt der Tag noch weitere Highlights bereit: Jedes Kind durfte seine Erlebnisse im "KulTourbuch" festhalten – sei es durch Texte oder gemalte Bilder, stets mit Unterstützung der Paten. Als besondere Erinnerung wurde jedes Buch mit einem Gruppenfoto versehen.
Gegen 16:30 Uhr ging dieser erlebnisreiche Tag zu Ende, als die Eltern ihre glücklichen Kinder am Bahnhof wieder in Empfang nahmen. Die Veranstaltung zeigte erneut, wie wichtig es ist, jungen Menschen nicht nur Wissen, sondern auch Begeisterung für Neues zu vermitteln. Das Programm "Leah und Leo" trägt dazu bei, diese Freude an Kultur und Geschichte in den Kindern zu wecken.
Ein herzlicher Dank gilt Klaus Grinda, der mit großem Engagement und Fachwissen die spannende und kurzweilige Führung durch Bürstadt durchgeführt hat. Seine lebendigen Erzählungen und interessanten Anekdoten machten die Stadtgeschichte für die Kinder greifbar und unvergesslich.
Ebenso verdienen die Paten Dank, die mit viel Hingabe und Einsatz den Tag vorbereitet haben. Ihre Hilfsbereitschaft und die wertvolle Zeit, die sie in das Programm und letztendlich in die Kinder investieren, machen "Leah und Leo“.
Wer das Patenschaftsprogramm unterstützen möchte – sei es durch Mithilfe oder eine Spende – kann sich auf der Webseite der Bürgerstiftung informieren oder direkt Kontakt mit Silke Vetter-Kissel aufnehmen. zg
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