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Mo., 28. April 2014, 22:13 Uhr
Leistungsgrenzen „erfahren“ bei der 24. Bibliser Weschnitzrundfahrt
Ein Hauch „Tour de France“ über 152 Odenwaldkilometer
BIBLIS - Als am 26..April um 7 Uhr die ersten Kilometerjäger an der Bibliser Riedhalle ungeduldig auf die Freigabe zum Start der RTF „Weschnitztrundfahrt“ warteten, lag ein Hauch von „Tour de France“ in der Luft.
Unter Kennern ist die Weschnitzrundfahrt bei der 24. Austragung ein echter „Frühjahrsklassiker“ der Hobby-Rennradsportler. Das war auch am Teilnehmerfeld erkennbar: Weit angereiste Triathlonsportler schätzen den guten Service auf der scherzhaft „Schmalzbrotrallye“ genannten Tour entlang der Strecke und am Ziel in der Riedhalle. So waren vom Triathlon-Bundesliga-Mannschaftsmeister TVG Buschhütten das Trainerteam Claudia und Karsten Wunderlich mit der Jugendabteilung aus dem nördlichen Sauerland angereist, weitere Gruppen kamen aus Gießen und München.
Über 350 Rennradsportler waren von 7 Uhr bis 10 Uhr am Start, darunter fast 20 Prozent Starterinnen. Gut ausgerüstet, zum Teil mit den aktuellsten Carbonrädern, aber auch mit Alu-Carbon-Kombinationen und einige mit den bewährten Stahlrahmen warfen schon beim Ausladen der Rennmaschinen prüfende Blicke auf die Ausstattung des Nachbarn: „Hat der die neueste 11-fach-Shimano- oder die Campaschaltung?“ „Ist er mit der Kompaktkurbel unterwegs oder fährt er mit der Dreifachkurbel?“ „Welche Reifen sind aufgezogen?“ Auf der Strecke ist der Hobby-Rennradfahrer allein auf die Zuverlässigkeit seiner Ausrüstung und die eigene Leistungsfähigkeit angewiesen. Pünktlich vor dem Start endete der Regen, sodass der Startstempel im trockenen Trikot abgeholt wurde.
Bei der Abfahrt von der Juhöhe lassen es Bürstädter Rennradler richtig „krachen“. Foto: oh
Die eigene Leistungsgrenze wurde dann auf der gut ausgeschilderten Strecke ausgetestet. Die große Schleife über 152 Kilometer und mit 1440 Höhenmetern über Reichelsheim, Wahlen, die Kreidacher Höhe und die Juhöhe ist für viele der Prüfstein, ob die alte Form schon jetzt im Frühjahr wieder erreicht ist. Diese anspruchsvolle Strecke wurde von 105 Teilnehmer unter die Räder genommen.
Aber auch die 65 Starter zu der 114 Kilometer und die 40 Starter zur 78 Kilometer langen Strecke hatten mit 876 Höhenmetern und 643 Höhenmetern noch an etliche Steigungen ihr Vergnügen: Wie bei der großen Schleife sind auch dort lange Steigungen von 5 bis 7 Prozent, an einigen Stellen kurze Rampen auch von 9 Prozent.
Zu den vergleichsweise erholsam flachen 45 Kilometern von Biblis bis Heppenheim und über Hüttenfeld, Lampertheim und Bürstadt zurück nach Biblis entschlossen sich nur 20 Teilnehmer. Auf dem Rennrad kraftstoffsparend vom Wohnort zum Startort Biblis waren weitere 125 „Sternfahrer“ unterwegs.
An fünf Kontroll- und Verpflegungspunkten konnten die Sportler „nachtanken“: Äpfel, Bananen und Schmalzbrot und selbstverständlich Zitronentee für die Trinkflasche der Radsportler wurden von den Verpflegungsteams des RV Vorwärts Biblis gereicht.
Am Ziel in der Riedhalle sorgte das eifrige Team der Bibliser Helferinnen und Helfer mit Kaffee und Kuchen, Brötchen mit Hausmacher Wurst, Grillsteaks und Kartoffelsalat für die nötige Stärkung der Rückkehrer. zg