Zweite Hilfsaktion mit 10.500 Euro in Nepal gestartet
Ein Jahr nach der Katastrophe
Die Spendengelder, die den Organisatoren dieses Mal von zahlreichen Privatpersonen, von den Lampertheimer Rotariern, von Parteien aus der Region, vom Boule-Club Bürstadt sowie von Marco Steffan und seinen Freunden von „Athlets for Charity“ zugeflossen waren, genau den richtigen Zweck: Sie garantieren für die Kinder sichere Unterrichtsräume und bieten Möglichkeiten für einen modernen Unterricht. Foto: oh
BÜRSTADT/LAMPERTHEIM/KATHMANDU - Ein Jahr ist es jetzt her, dass der Journalist Hans-Karl Asel und der Bild-Journalist Jürgen Strieder mit Spendengeldern der Erich Kästner-Schule nach Nepal gereist sind, um vor Ort Hilfe für die Erdbebenopfer zu leisten. Die Lage war damals kurz nach der Katastrophe sehr unübersichtlich. Die Schäden hatten horrende Ausmaße. Die beiden Lampertheimer entschieden sich schließlich, neben der dringenden humanitären Hilfe mit Nahrungsmitteln, den Großteil der Spenden der „Yashodhara Bauddha Secondary School“ zukommen zu lassen. Hintergrund für diese Entscheidung war vor allem, dass die Unterstützung einer stark von Schäden betroffenen Schule und ihren Schülern zugutekommt. Damit wird zugleich auch eine wichtige Investition für die Zukunft und den Wiederaufbau Nepals getätigt. Die völlig überraschende Hilfe aus Bürstadt wurde von der Schulleitung und den Schülern mit großer Dankbarkeit entgegengenommen. Als Zeichen des Dankes überreichte die Schulgemeinde mit Schulleiterin Ramila Shakya ein handbesticktes Banner für die EKS-Schulaula sowie eine Holzschnitz-Arbeit mit der Darstellung „Das Tor zu Nepal“, das heute einen schönen Platz in der EKS gefunden hat. Der ehemalige Schulleiter der EKS, Dr. Helmut Kaupe, hielt es nach der ersten Hilfsaktion offen, eventuell auch eine zweite Hilfsaktion außerhalb der EKS folgen zu lassen. Unter dem Motto „Nepal nicht vergessen“ regte er in diesem Frühjahr bei den beiden Lampertheimern an, zu Dritt noch einmal die Spendentrommel für Nepal zu rühren und die Schule in Kathmandu erneut zu besuchen. Zum einen, um vor Ort zu sehen, wie sich die Dinge entwickelt haben und zum anderen, wo eine weitere finanzielle Unterstützung am notwendigsten ist, zumal in den kommenden Wochen die Regenzeit (Monsun) beginnt. Auch bei der zweiten Hilfsaktion war gewährleistet, dass das Spendengeld wiederum 1:1 an der richtigen Stelle zum Tragen kommt! Bei der offiziellen Spendenübergabe am Freitag, 27. Mai, stellte die Delegation fest, dass die erste Hilfsaktion mehr als hilfreich war. Einige Bereiche im Schulgebäude konnten mit Hilfsgeldern bereits saniert werden. Dennoch zeigte sich Schulleiterin Shakya und ihr Kollegium über die erneut unverhofften Spendengelder überglücklich. Zahlreiche Anschaffungen werden nun für die Schule möglich, die es in nächster Zeit nicht gegeben hätte. „An erster Stelle steht für unsere Schule die Sanierung des Schuldaches, das dringend noch vor dem Monsun neu gedeckt werden muss“, teilt die Schulleiterin bei der Scheckübergabe mit, „die anderen Mittel werden für wichtige Unterrichtsmaterialen verwendet. So zum Beispiel schaffen wir zehn Laptops für unsere Schüler an. Bisher verfügt die Schule noch über keinen einzigen PC. Sollte das Geld noch reichen, ist eine Musikanlage vorgesehen. zg