Mo., 24.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Di., 29. April 2014, 09:12 Uhr
    Bundesverdienstkreuz am Bande für Gottlieb Ohl

    Ein Leben im ehrenamtlichen Einsatz für die Mitmenschen

    „Gottlieb Ohl hat sich durch seinen ehrenamtlichen Einsatz, unter anderem in der Evangelischen Johannesgemeinde Neuschloß, im Förderverein der Notfallseelsorge sowie im kommunalpolitischen Bereich außerordentliche Dienste erworben“, sagte Staatssekretär Thomas Metz beim Festakt im Stadthaus. „Es ist mir eine große Freude, ihn heute für sein unermüdliches und beispielgebendes Wirken auszeichnen zu dürfen“. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Gottlieb Ohl strahlte das ganz große Glück aus. Zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande waren am Freitagabend nicht nur über achtzig Gäste in den Sitzungssaal des Stadthauses gekommen, um an der Feierstunde teilzunehmen – auch die ganze Familie war vereint, von der Urgroßmutter bis zum Enkel. Tochter Eva-Marie war sogar vom anderen Ende der Welt, aus Australien, angereist. Natürlich an Ohls Seite Ehefrau Barbara, der viele Worte des Dankes zuteil wurden, von Thomas Metz, Staatssekretär im Hessischen Ministerium der Justiz und Laudator, von Bürgermeister Gottfried Störmer und weiteren Sprechern. „Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau“, betonte  der Vorsitzende der Litauischen Gemeinschaft Anton Schugschdinis in seinen Grußworten.  Gottlieb Ohl setzt sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich für die Mitmenschen ein, ist politisch und kirchlich engagiert. Als Mensch mit mehreren Facetten beschrieb ihn Thomas Bittner, der Grußworte im Namen der FDP-Fraktion sprach. „Wir ehren heute einen preußischen Protestanten aus Hammelbach, einen Menschenfreund, einen Überzeugten, der auch der Überzeugende ist - jeder weiß, was er von dir erwarten kann“. Vor sechs Jahren erhielt Ohl den Hessischen Verdienstorden, 2005 wurde er mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet. Viele Gäste aus der Politik, die führenden Vertreter der Hilfs- und Rettungsdienste und Pfarrer Adam Herbert als Vertreter der Kirche nannte Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass namentlich, sie hieß die Vereine wie die Volksbühne willkommen und besonders den früheren hessischen Justizminister Jörg-Uwe Hahn. „Ein außergewöhnlicher Anlass führt uns heute zusammen“, sagte Stass und übergab das Wort an Laudator Thomas Metz, der Gottlieb Ohl dann auch die Ordensinsignien aushändigte und das Bundesverdienstkreuz ans Revers heftete. Metz bekannte ganz offen: „Ich habe mich sehr auf den heutigen Tag gefreut“ und dankte der Stadt Lampertheim für den gebotenen Rahmen. Ohl sei von seinem Elternhaus, einem Pfarrhaushalt, geprägt worden, begann Metz seine Laudatio, doch die starke Verankerung im Glauben habe Ohl aus eigener Überzeugung gefunden. Das Interesse am Wohl der anderen und der Gesellschaft insgesamt habe ihn angetrieben, sich für Aufgaben des Gemeinwohls zu engagieren. Das Studium der Volkswirtschaft habe zum Weitblick beigetragen. Metz zeichnete Ohls Berufsweg nach, der mit dem Dienst als Leutnant bei der Luftwaffe begann. Nach dreißig Dienstjahren ging Ohl 2002 als Oberstleutnant im Generalstab in den Ruhestand. Zahlreiche Ämter hatte Ohl seit 2001 im kommunalpolitischen Bereich inne, er war Mitglied des Kreistages und war als ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter und Dezernent für Gefahrenabwehr tätig. Ohl habe diese Aufgabe und die Strukturen geprägt: „Er hat den Rettungsdienst neu aufgestellt, die Rettungsfrist von 10 Minuten in 90 Prozent der Fälle ist Gottlieb Ohl zu verdanken“. Beim Aufbau der Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße sei Ohl sehr aktiv gewesen. Seit 2008 ist er Erster Vorsitzender des Vereins. Im kirchlichen Bereich ist Ohl als Prädikant bevollmächtigt, Vertretungsgottesdienste übernehmen, was er seit zwanzig Jahren in verschiedenen Gemeinden des Dekanats Ried und in Nachbardekanaten tut. „Lieber Gottlieb, das ist schon eine ganze Menge, was ich hier aufgezählt habe“, meinte Metz abschließend. Nach dem Grußwort des Bürgermeisters, der die Bedeutung des Ehrenamtes für eine funktionierende Gesellschaft hervorhob, traten weitere Sprecher zu Grußworten ans Mikrofon. Am Schluss der Feierstunde, bevor der gemütliche Teil des Abends bei einem Umtrunk begann, sprach der 66-jährige Gottlieb Ohl, der gebürtiger Hammelbacher und Stadtverordneter in Lampertheim ist. Den Hammelbacher Dialekt könne er immer noch, bekräftigte er, um dann über die Vorteile ehrenamtlicher Kommunalpolitik und seine Arbeit im Kreistag zu sprechen. In der Gesellschaft sieht Ohl viele „Mutbürger“, die zum Beispiel Menschen in Notfällen helfen, die als Rettungskräfte nicht wissen, was sie erwartet. „Solange wir ‚Mutbürger‘ haben, ist mir um unser Land nicht bange“. Die Musikstudenten Julia und Valentin Ungureanu gaben der Feierstunde mit mehreren Musikstücken für Violine den festlichen musikalischen Rahmen. Hannelore Nowacki

    Gottlieb Ohl erhielt zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande von Staatssekretär Thomas Metz die Ehrenurkunde, unterzeichnet vom Bundespräsidenten. Foto: Hannelore Nowacki


     

     

     

     

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige TicketshopAnzeige 3 Anzeige - 2