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  • Mi., 22. Juni 2016, 10:30 Uhr
    Schauspieler Uwe Ochsenknecht zu Besuch in Biblis

    Ein Nibelungenschatz und Einträge in Goldene Bücher



    Der „Bibliser Sohn” Uwe Ochsenknecht trug sich im Beisein von Bürgermeister Felix Kusicka und Landrat Christian Engelhardt ins Goldene Buch der Gemeinde ein. Foto: Hannelore Nowacki

    BIBLIS – Wo liegt der sagenumwobene Nibelungenschatz? Wahrscheinlich nicht in Biblis, aber wer weiß das schon so genau. Gewissheit gibt es jedoch, dass der bekannte Schauspieler Uwe Ochsenknecht in Biblis am 7. Januar 1956 das Licht der Welt erblickt hat und am Dienstagnachmittag im großen Sitzungssaal des Rathauses eingeladen war, sich ins Goldene Buch der Gemeinde Biblis einzutragen. Auch im stattlichen Goldenen Buch des Kreises Bergstraße ist nun seine Unterschrift zu finden. Empfangen und beschenkt wurde der sympathische Sohn der Gurkengemeinde, die wie Worms inmitten des Nibelungenlandes liegt, von Bürgermeister Felix Kusicka und Landrat Christian Engelhardt, der Gemeindevertretervorsitzenden Rita Schramm und Dr. Matthias Zürker, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion und Wirtschaftsförderung Bergstraße. Einem großen Publikum wurde Ochsenknecht 1981 durch den Film „Das Boot“ bekannt, seither wirkte er in zahlreichen Fernseh- und Kinofilmen mit. Seit Beginn der 90er Jahre ist Ochsenknecht auch als Sänger der Band „The Screen“ erfolgreich. Bei den Nibelungenfestspielen vom 15. bis 31. Juli vor dem Kaiserdom in Worms wird er in der Theater-Uraufführung „GOLD. Der Film der Nibelungen“ in einer Hauptrolle zu sehen sein. Proben und weitere Vorbereitungen für die Wormser Nibelungen-Aufführung ließen Ochsenknecht keine Zeit, um die touristisch attraktiven Seiten von Biblis näher kennenzulernen, die er nun in einem bebilderten Buch nachschauen kann, das Bürgermeister Kusicka ihm überreichte. Die gerahmte Reproduktion seiner Geburtsurkunde ist ein weiteres Erinnerungsstück aus Biblis. „Als ich ein Jahr alt war, bin ich weggezogen“, meinte Ochsenknecht schmunzelnd, „da kann ich mich nicht mehr so gut erinnern“. Auch seine fünf Jahre ältere Schwester sei in Biblis in der Jahnstraße geboren, erzählte er. Die Familie Ochsenknecht hat weitere Spuren in Biblis hinterlassen, doch gab das Geschenk des Bürgermeisters zunächst ein Rätsel auf: Zeigte das Bild den Vater oder nicht doch den Großvater des Schauspielers in seiner aktiven Zeit beim Liederkranz? Ochsenknecht tendierte zum Großvater. „Ich freue mich sehr – toll“, meinte Ochsenknecht zu all diesen Gaben. Ein Glas mit eingelegten Gurken übergab Bürgermeister Kusicka dem Sohn der Gurkengemeinde, der wusste, dass es sich dabei um „Gummern“ handelt. Auch ein Nibelungenschatz befindet sich nun in seinem Besitz – ein Geschenk des Landrats und der Wirtschaftsförderung Bergstraße. Das von außen eher unscheinbare Holzkistchen soll unter anderem Dokumente und ein Buch über die Filmregion im Kreis Bergstraße enthalten. Landrat Engelhardt machte dem Schauspieler deutlich, dass der Film im Kreis Bergstraße eine Hauptrolle spiele -  zum Beispiel mit einer ersten Bollywood-Filmproduktion. So unterstütze die Wirtschaftsförderung Bergstraße die Filmbranche in Zusammenarbeit mit der Indo-German Film Agency. Dass der Film in Biblis eine besondere Heimat hat und vor allem auch viele begeisterte Anhänger, erfuhr Ochsenknecht bei seinem anschließenden Besuch des kommunalen Kinos „Filminsel“  in der Hintergasse. Beim Sektempfang und Blick in den gemütlichen Kinosaal erklärten  Vereinsvorstand und Bürgermeister dem staunenden Schauspieler die Bibliser Filmszene.  Wenig später rollte das Nibelungen-Festspiel-Auto mit Uwe Ochsenknecht zum nächsten Termin. Hannelore Nowacki

     

     
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