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  • Di., 30. November 2021, 09:50 Uhr
    JUBILÄUM ST. ANDREAS-KIRCHE: Vorweihnachtliches Ensemble-Konzert besticht mit überraschender Vielfalt

    Ein Novum für den KKMV

    Das Waldhorn – Teil des Großen und Ganzen beim KKMV. Foto: Nadine Schütz


    LAMPERTHEIM - „Musik ist ein Ausdruck innerer Haltung. Musik kann uns berühren“, waren die Begrüßungsworte von Pfarrer Christian Rauch, Katholische Kirche Lampertheim, am Sonntagnachmittag. Der Katholische Kirchenmusikverein e.V. (KKMV) hatte zu einem Ensemble-Konzert anlässlich des 250. Jubiläums der Sankt Andreas-Kirche in ebendieser geladen. Pandemiebedingt hatten die Plätze noch einmal reduziert werden müssen. „Wir haben den Atem angehalten, ob es so funktionieren kann“, teilte Rauch die Sorgen des KKMV um die pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen – sowohl beim Auftritt als auch bei den Proben.

    Was das Erleben des Konzerts betrifft, stellte die live-Übertragung auf dem YouTube-Kanal „Katholische Kirche Lampertheim“ aber eine vertretbare Alternative für das Publikum dar, die auch der TIP bei dieser Berichterstattung nutzte, um Kontakte zu reduzieren.

    „In allen Religionen“, so Rauch, „spielt die Musik eine herausragende Rolle, denn sie vermag die Seele aufzuschließen.“ Jeder der Musiker trage mit seinem Instrument etwas dazu bei. „So verstehe ich dieses Konzert auch als eine Gabe der Liebe“, freute sich Rauch und wünschte viel Freude beim Musizieren und Zuhören.

    Das Saxofon-Trio eröffnete das Konzert mit „Oh, Freedom“ und „Go down Moses“. Ihm folgte das Trompeten-Ensemble mit „Wachet auf“ von Johann Sebastian Bach und dem in der Adventszeit gern gehörten Lied „Macht hoch die Tür“ (Freilinghausen).

    Passend zum Advent – nämlich dem Warten aufs Christkind – schenkte Pfarrer Rauch den Zuhörern eine Lesung zu einem biblischen Text des Propheten Jesaja, der mit dem immerwährenden Wechsel von Spannung und Entspannung – Warten und Eintreffen des Erwarteten – interpretiert werden kann.

    Das Klarinetten-Ensemble holte die Zuhörer mit den Liedern „Colours of the world“ und „A whole new world“ von Alan Menken und Andrew Lloyd Webbers „Music of the night“ ab.

    Das tiefe Blech-Ensemble überzeugte mit „Turmmusik“ (M. Franck) und „Eventide Fall“ (W. H. Monk), bevor sich das Querflöten-Ensemble formatierte und mit „Jupiter Hymne“ und „Twilight“ (H. Beeftink) das Publikum verzauberte.

    Von dieser Schwingung umschlossen fügten sich die Worte des Adventssegens von Pfarrer Rauch in den Fluss der Musik: „Wir warten auf die Ankunft. Gott, segne diese Zeit, dass wir auch bei uns selbst ankommen.“ Das Lied „Dona nobis pacem“ (Gib uns Frieden) des Querflöten-Ensembles rundete diesen Segenswunsch ab.

    Ein Debüt: Das Ensemble-Konzert des KKMV. Hier zu sehen: das tiefe Belch-Ensemble. Screenshot: youtube.com


    Mit „Bourree“ präsentierte das Saxofon-Duo ein weiteres Stück von Johann Sebastian Bach. Abschließend trat das Blech-Quintett auf die Bühne. Nach „La Califfa“ (E. Morricone) ergriff Birgit Steube, 1. Vorsitzende des KKMV, das Wort: „Corona hat uns abverlangt, umzudenken – neue Wege zu gehen.“ Die Umsetzung war mit der Aufteilung des Orchesters in einzelne Ensembles gelungen. „Ein Novum. Das hatten wir noch nie!“, sagte Steube. Die Herausforderung habe nicht nur in der Auswahl der Stücke, sondern auch in den Absprachen für die Proben gelegen. Insofern galt ihr Dank sowohl Pfarrer Rauch, stellvertretend für die Pfarrei, für jegliche Unterstützung sowie die Wortbeiträge, als auch dem Küster Berthold Eisenbraun für die Unterstützung bei den Proben in der Kirche und dem gesamten Team, das die Teilnahme des Publikums sowohl vor Ort als auch digital erst möglich gemacht habe. Nicht zuletzt danke sie dem Publikum: „Es freut uns sehr, dass Sie an unserer Musik Anteil nehmen.“

    Dann war es an Pfarrer Rauch, zu danken. Mit der Erklärung „Es war eine Stunde der Erbauung. Vielen Herzlichen Dank, ich finde keine Worte!“ überreichte er Steube eine Flasche des Jubiläumsweins, stellvertretend und symbolisch für mehrere Flaschen dieses besonderen Tropfens, die für die Musiker dieses Konzerts bereitstehen.

    Mit „Festlicher Auszug“ (A. Reuber), ebenfalls gespielt durch das Blech-Quintett, entließ der KKMV seine Zuhörer in den beginnenden Abend. Nadine Schütz

     

     

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