Nachhaltiges Pfarrfest setzt auf Mülltrennung und verzichtet auf Wegwerfgeschirr
Ein Ort der Begegnung für Jung und Alt
Die Kindertagesstätten Spatzennest und Arche Noah tanzten sich auch in diesem Jahr in die Herzen der Pfarrfest-Besucher. Foto: Eva Wiegand
BÜRSTADT – Trotz des Regens versammelten sich bereits am Samstagabend zahlreiche Besucher auf dem Bazar von St. Michael, doch am Sonntag musste sich Pfarrer Peter Kern von einer Besucherin auch schon mal fragen lassen: „Herr Pfarrer, sind sie schuld, dass so viel los ist?“ Kern freute sich sehr über den regen Besucherstrom rund um die Mittagszeit und nahm Aufstellung am Eis-Stand, wo er den Besuchern Eiskugeln auf die Waffeln zauberte. Um 14 Uhr kündigte er dann als Moderator die Kinder der katholischen Kindertagesstätte Arche Noah und Spatzennest an. Diese hatten wie immer einiges für die Zuschauer vorbereitet und einstudiert.
„Unser Gemeindefest dient in erster Linie der Begegnung“, betonte Manfred Hartmann, Gesamtorganisator des Bazars. Getreu diesem Motto kamen dann auch am Sonntag wirklich alle, von Jung bis Alt, voll auf ihre Kosten. Mit Spielen und Stockbrotbacken auf dem Kirchenvorplatz wurden die jüngsten Besucher von den Pfadfindern versorgt. Auf der Terrasse im Pfarrgarten lockte zum wiederholten Male die Espressobar zahlreiche Besucher an und sowohl bei der Erwachsenentombola als auch bei der Kindertombola winkten schöne Preise. Die mit selbstgebackenen Kuchen und Torten bestens bestückte Caféteria ließ nach dem Mittagessen keine Wünsche offen. Viele Besucher ließen sich große Platten zusammenstellen und nahmen ihren Kuchen mit nach Hause.
„Wir haben immer so um die 100 Helfer“, berichtete Hartmann mit Blick auf das Besonders stolz ist die Gemeinde auf die Unterstützung zahlreicher junger Menschen, die den kompletten Service auf dem Pfarrfest übernehmen. „Die sind sehr fix und machen das sehr gut“, lobte Hartmann die jungen Fraktion der fleißigen Unterstützer. „Der HCV ist auch fest eingebunden und deckt seit Jahren die stark frequentierte Mittagessenszeit von 10 bis 14 Uhr ab“, so Hartmann. Nach wie vor achteten die Organisatoren auch in diesem Jahr wieder auf den Umweltgedanken. Die Nachhaltigkeit spielt bei der Bewirtung eine große Rolle. Erst recht, nachdem die Kirchengemeinde mit dem Pfarrfest 2012 den dritten Platz beim Umweltpreis des Bistums Mainz belegt hatte. So versteht es sich von selbst, dass keine unnötigen Verpackungen anfallen, der Müll getrennt wird und Essensreste über das ReFood-System der Wiederverwertung zugeführt werden. Auch der Kaffee und der Espresso stammen aus dem fairen Handel. Außerdem zündete die Gemeinde zu „Rock am Kirchturm“ auch kein Feuerwerk mehr, sondern setzte bei der Lichtshow auf energiesparende Technik.