Richtbaum auf dem Anbau des Hofheimer-Kindergartens für U3-Betreuung steht / Kosten noch im Rahmen
Ein Ort zum Spielen, Wachsen und Gedeihen
Jubel, Trubel, Heiterkeit: mit einem offiziellen Richtfest wurde der neue Anbau für die U3-Betreuung in der Kita St. Michael gefeiert. Hier stehen nach Fertigstellung 12 Betreuungsplätze für die U3-Jährigen zur Verfügung. Foto: Eva Wiegand
HOFHEIM - Nur drei Monate nach dem ersten Spatenstich feierte die Kindertagesstätte St. Michael am Donnerstagmorgen bereits das Richtfest ihres Anbaus. Hier stehen nach Fertigstellung zwölf Betreuungsplätze für die U3-Jährigen zur Verfügung. Mit einem Liedbeitrag und einigen, am Richtbaum angehefteten Wünschen, brachten sich auch die Kindergartenkinder von St. Michael ein. Dabei standen ein trockenes Dach über Kopf, aber auch ein zügiges Fertigstellen auf der Wunschliste der Kinder. Der letztere wird sich, wenn das Wetter mitspielt, auch bald erfüllen, denn bis Weihnachten soll nach Aussage des Architekten Werner Ofenloch bereits der Innen- und Außenputz angebracht sein.
„Ich freue mich sehr, sie alle hier zum Richtfest begrüßen zu dürfen. Die Kinder und Erzieherinnen waren in den letzten Tagen schon ganz aufgeregt und haben mitbekommen, wie der Bau wächst und wächst”, eröffnete die neue Kita-Leiterin Heike Kissel-Eltrop das feierliche Geschehen. Zugegen war nicht nur Horst Ruh, ehemaliges Mitglied des Verwaltungsrats, der die Idee der Betreuungseinrichtung von unter Dreijährigen vor vielen Jahren überhaupt erst ins Rollen gebracht hatte, sondern auch Vertreter des Pfarrgemeinde- und Verwaltungsrats der Kirche St. Michael und des Elternbeirats, einige Mitarbeiter der Lampertheimer Verwaltung sowie Bürgermeister Erich Maier, der zum Richtfest vielleicht seinen letzten offiziellen Besuch als Stadtchef absolvierte. Im Mittelpunkt des Richtfestes stand natürlich der neue Anbau, der nach den neuesten Richtlinien gedämmt wurde und sich, allerdings mit einer eigenen Eingangssituation, direkt an den Kindergarten anschließt. Nach der Planung ergeben sich mit der Fertigstellung rund 580 m² umbauter Raum bei circa 120 m² bebauter Fläche und rund 100 m² neu geschaffener Nutzfläche. Dabei sind ein Gruppenraum inklusive Küchentrakt, ein Schlafraum für 12 Kleinkinder, Waschraum, Wickelbereich mit Dusche, WC für Babys und Kleinkinder, Foyer mit Garderobe, ein Abstellraum für die Lagerung von Arbeitsmaterial sowie ein WC für die Erzieherinnen vorgesehen.
Die Gesamtkosten wurden auf 285.000 Euro geschätzt, allerdings sorgte ein nicht tragfähiger Untergrund für Mehrkosten in Höhe von 30.000 Euro. „Wir liegen momentan noch im finanziellen Rahmen“, meinte Ofenloch. Beste Wünsche für die Zukunft sowohl für die Erzieherinnen als auch für die Kinder überbrachten schlussendlich nicht nur der Bürgermeister, sondern auch Birte Wehlen vom Verwaltungsrat.
Eva Wiegand
Fehlen durfte, dem Anlass entsprechend, auch nicht der Richtspruch des Zimmermanns, den Volker Heiser vom Dach aus mit einem zerschmetternden Glas auf dem Boden des Anbaus beendete. Foto: Eva Wiegand