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  • Mo., 28. November 2016, 10:34 Uhr
    Chorisma Frauenchor präsentierte Adventskonzert „Oh, du stille Zeit“ in ausverkaufter Martin-Luther-Kirche

    Ein wunderschönes musikalisches Geschenk

    In der beginnenden umtriebigen Vorweihnachtszeit bot das Adventskonzert des Chorisma Frauenchors mit dem Titel „Oh, du stille Zeit“ Raum für ebenso besinnliche wie vergnügliche Stunden. Foto: Hannelore Nowacki

    In der beginnenden umtriebigen Vorweihnachtszeit bot das Adventskonzert des Chorisma Frauenchors mit dem Titel „Oh, du stille Zeit“ Raum für ebenso besinnliche wie vergnügliche Stunden. Foto: Hannelore Nowacki

    LAMPERTHEIM – Kerzen leuchteten und die Lichter an den Tannenbäumen funkelten in der Martin-Luther-Kirche – in stimmungsvoller Atmosphäre präsentierte der Chorisma Frauenchor unter der musikalischen Gesamtleitung von Chordirigentin Maria Karb am Samstagabend das Adventskonzert mit dem Titel „Oh, du stille Zeit“. Das Konzert im Rahmen von „cultur communal“ war ausverkauft, darauf wiesen Schilder draußen am Kircheneingang hin. Berührende Lieder und Musikstücke aus mehreren Epochen und unterschiedlichen Musikgenres führten die Konzertbesucher in die wunderbaren Sphären der weihnachtlichen Klangwelt. Mit der Weihnachtskantate für Chor, Solo, zwei Flöten und Continuo „Willkommen süßer Bräutigam“ von Vincent Lübeck, eine deutsche Barockkantate, begann das Konzert, mit der Zugabe „Cantique de Noël“ von Adolphe Adam (1847), nach anhaltendem Applaus, endete das Adventskonzert. Dazwischen lagen fast zwei begeisternde Stunden mit weiteren achtzehn Stücken. Engelsgleich klang der Chorisma Frauenchor, der die friedvolle Botschaft der Weihnachtszeit gesanglich einfühlsam zum Ausdruck brachte. Bei einigen Liedern begleitete die spanische Sopranistin Lucía Revert-Tomás von der Oper Frankfurt den Chorisma Frauenchor, bei anderen Stücken bot die Gastsängerin eindrucksvolle Solovorträge. Im ersten Konzertteil sang sie aus „Exsultate, jubilate“ von Wolfgang A. Mozart den zweiten Satz „Tu virginum corona“ und den dritten Satz „Alleluja“, im zweiten Konzertteil erklang in die erwartungsvolle Stille hinein das „Mariä Wiegenlied“ von Max Reger. Nicht nur über die Epochen und Musikgenres hinweg, auch länderübergreifend und mehrsprachig singt der Chorisma Frauenchor – deutsch, französisch, englisch, spanisch, aber auch lateinisch und altenglisch wie das Lied „Balulalow“ von James Wedderburn. In der kommunikativen Pause hatten die Konzertbesucher die Möglichkeit, selbstgebackenes Gebäck und Weihnachtskarten zu erwerben. Zum gelungenen Gesamtkunstwerk gehörte die instrumentale Begleitung: Andrew Connor am Klavier, Hans Heer am Kontrabass und Constanze Nickel an den Röhrenglocken sowie Markus Niebler am sanften Schlagzeug und Percussion. Isabel Esther Röbstorf spielte mehrere Flötensoli, auch gemeinsam mit Gudrun Hege an der Altflöte. Mit ihrer kleinen Flautino, einer schwer zu spielenden, aber klanglich und emotional einnehmenden Flöte, begeisterte Röbstorf das Publikum. Am Staatstheater Darmstadt wirkte sie in diesem Jahr an der Barockoper „La Callisto“ mit. Ein Lieblingskomponist von Dirigentin Maria Karb durfte nicht fehlen: Bob Chilcott, der auch Kingsinger war und das Lied „Tomorrow shall be my dancing day“ komponiert hatte. Nach der Pause hörte das Publikum zwischen den Liedern „Das Märchen von den singenden Handschuhen“ des finnischen Autors Matti Louhi, vorgetragen von Peter Sturm. Die kleine Annika aus dem Märchen bekam von ihren vielen Freunden aus dem Tierreich des finnischen Waldes ein schönes Weihnachtsgeschenk – die singenden Handschuhe. Doch die passende Größe für den richtigen Klang zu stricken, war gar nicht so einfach. Am glücklichen Ende jedoch freute sich Annika über das Geschenk. Sie brauchte nur an den Daumen zu drehen und schon sangen ihr die Handschuhe ein schönes Weihnachtslied. Hannelore Nowacki

     

    Das Publikum belohnte den Chorisma Frauenchor, die musikalischen Begleiter wie auch die hervorragenden Gastsolisten mit viel Applaus. Foto: Hannelore Nowacki


     

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