Erich-Kästner-Schule Bürstadt lud zum „Tag der offenen Tür“ / Schnupperunterricht und Mitmach-Rallye für Eltern und Schüler
„Eine Schule mit Engagement“
Beim Tag der offenen Tür in der EKS konnten die interessierten Viertklässler in die faszinierende Welt der Chemie hinein schnuppern. Foto: Franziska Hartmann
BÜRSTADT – Der Schulwechsel nach der vierten Klasse ist wohl für jedes Kind eine aufregende Sache. Das Gewohnte hinter sich zu lassen und sich auf eine neue Umgebung mit neuen Menschen, Schwerpunkten und Regeln einzulassen, kann einem schon mal Angst machen – und gerade so ein Schulwechsel ist mitunter keine leichte Entscheidung für die Kinder und ihre Eltern. Die Kinder fragen sich, ob sie dort wohl schon jemanden kennen werden, wie die anderen so sind, was es für Unterrichtsfächer geben wird und ob die Lehrer nett sind.
Neben der Wahl des Schulzweigs ist für die Eltern vor allem wichtig, wie lang und umständlich sich der Weg zur Schule gestaltet, und ob es eventuell die Möglichkeit einer Ganztagsbetreuung gibt. Auch die individuelle Förderung einzelner Fähigkeiten sollte von der neuen Schule gewährleistet werden.
Um den angehenden Fünftklässlern und Ihren Eltern aus Bürstadt und Umgebung einen ersten Einblick zu geben, veranstaltete die Erich-Kästner-Schule in Bürstadt am letzten Samstag einen „Tag der offenen Tür“. Dieser Tag sollte Kindern und Eltern die Möglichkeit geben, die Schule und die Lehrkräfte schon einmal kennenzulernen und sich über das Bildungsangebot zu informieren. Ein buntes Programm führte die Besucher durch die Schule und bot erste Eindrücke zum neuen Schulalltag. „Dies ist ein spannender Tag für uns, weil wir gerne zeigen wollen, wer wir sind und was wir tun“ sagte Schulleiterin Stephanie Dekker, bei Ihrer Begrüßungsrede in der Aula. „Heute ist ein Tag, an dem die Kinder im Mittelpunkt stehen und feststellen sollen, ob die EKS die richtige Schule für sie ist,“ so die Schulleiterin. Und für diese Entdeckungsreise hatte sich die Schule einiges ausgedacht. Nach der offiziellen Begrüßung durch die Schulleiterin und einer Darbietung des Schulchors nahmen Schüler aus den oberen Klassen die Gäste zu Führungen durch das Schulhaus mit. Auch ein 30-minütiger Schnupperunterricht in Latein, Französisch, Mathematik und Erdkunde stand auf dem Programm und bei der EKS-Mitmach-Rallye gingen die Besucher auf Stempeljagd durch verschiedene Unterrichtsräume und holten sich spielerisch Eindrücke von den zahlreichen Fachgebieten.
In der Kreativwerkstatt wurde gewerkelt und gebastelt, ein Film über die Englandfahrt, sowie eine Wandtafel zur Frankreichfahrt informierten über die internationalen Exkursionen und in einem weiteren Raum konnten die angehenden Schüler und Schülerinnen der fünften Klassen Mathematik digital erleben.
Wer bei der Rallye mitmachen wollte, konnte sich in den einzelnen Unterrichtsräumen, nach dem hineinschnuppern in das jeweilige Thema, seine Stempelkarte abstempeln lassen und hatte so einen guten Überblick über das bereits Gesehene. Erster Halt der Rallye war die Märchenstation in der Mediothek. Hier führten die Lehrkräfte durch das Fach Deutsch. Weitere Stempel sicherte man sich bei einer Filmvorführung der EKS-Netzhelden und beim Lawinenexperiment im Erdkunderaum. Beim English Memory, lernten nicht nur die Kinder etwas Neues dazu und im Physikraum erprobten die Kleinen und Großen an Experimenten wie der „Magdeburger Halbkugel“ und dem „kartesischen Flaschentaucher“ ihr physikalisches Geschick. Im „Chemielabor“ gab es „Seifenblasen to go“ und im letzten Raum und Stopp der Rallye schnupperten die Kinder in den bevorstehenden Biologieunterricht hinein.
Im Physikraum warteten auf die jungen Schüler spannende Experimente. Foto: Franziska Hartmann
Neben den Informationen zum Unterrichts- und Bildungsangebot und den Schnuppermöglichkeiten, informierten die Schulzweigleitungen jeweils über die Schwerpunkte und die Organisation der einzelnen Schulzweige. Auch über das Ganztagsangebot wurde informiert. So möchte die EKS, neben den Halbtagsklassen, auch gerne eine Ganztagsklasse für die neuen Jahrgänge anbieten. 16 Anmeldungen sind für eine solche Ganztagsklasse notwendig.
Beim Modell der Halbtagsklasse endet der Unterricht in der Regel um 12.50 Uhr. Es werden Hausaufgaben erteilt und als Förderangebot bietet die EKS ihren Schülern und Schülerinnen die „Frag-den-Lehrer-Stunden“.
In den Ganztagsklassen hingegen, dauert der Unterricht in der Regel bis 14.30 Uhr und eine weitere Betreuung kann auf Wunsch bis 15:30 Uhr gewährleistet werden. In den Hauptfächern werden keine Hausaufgaben erteilt und in den zusätzlichen Lernzeiten wird noch einmal trainiert, gelernt und geübt. Eine Anmeldung für die Ganztagsklasse ist für zwei Jahre verbindlich.
„Wir sind eine Schule mit Engagement, die den Kindern anbietet, sich auch über den Unterricht hinaus zu entwickeln und zu engagieren,“ erklärt Stephanie Dekker. Ihr ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler der EKS ihre Fähigkeiten auch abseits vom Unterricht erproben und ausbauen können. Möglichkeiten dazu bietet die EKS zum Beispiel im Schulchor, sowie in mehreren AG’s, wie der Theater-AG und der Technik-AG. Auch bei den EKS-Netzhelden kann man sich einbringen. Die kleine Gruppe klärt ihre Mitschüler über das Internet und dessen Tücken und Probleme auf, gibt Hilfestellungen zu verschiedenen Themen und informiert über Cybermobbing oder „das Recht am eigenen Bild“. Auch bei Wettbewerben wie „Jugend forscht“ und Jugend präsentiert“ nimmt die EKS regelmäßig teil und bietet ihren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit sich Neigungsorientiert zu entwickeln und auszuprobieren. Und auch bei der Schülervertretung kann man sich engagieren. Diese half auch beim Tag der offenen Tür mit und bewirtete Klein und Groß mit Kuchen und Getränken. „Die SV sorgt hier immer für das leibliche Wohl,“ so Stephanie Dekker, „wir sind sehr stolz auf unsere SV, die uns immer sehr stark unterstützt.“
Zum Abschluss des Informativen Tages, unterhielt die Theater-AG noch mit dem Sketsch „Die sieben Weisen“ die Besucher. Um 13 Uhr endete der Tag der offenen Tür an der EKS Bürstadt und hat hoffentlich einigen Besuchern die Wahl der neuen Schule etwas einfacher gemacht. Franziska Hartmann