Technische Betriebsdienste wollen aus aktuellem Anlass rund 50 Doppelnester im Stadtgebiet anbringen
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer
Mit solchen Doppelnester sollen in Lampertheim die Schwalben durch Nietmöglichkeiten unterstützt werden. Foto: oh
LAMPERTHEIM – Mehlschwalben sind eine der bekanntesten Vogelarten. Sie überwintern in Südafrika und kündigen mit ihrer Rückkehr den Sommer an. Vorwiegend in den Monaten März bis Oktober sind die Schwalben in den Städten anzutreffen und bauen ihre Brutstätten vorzugsweise in Kolonien. Hierzu nutzen sie Häuser, Scheunen, Brücken oder Felswände. Die Nester bestehen vorwiegend aus lehmhaltiger Erde. Deutlich zu erkennen sind die Mehlschwalben an dem blau-metallischen Obergefieder und dem weißen Bürzel.
Im Arbeitskreis Biodiversität der Stadt Lampertheim wurde von verschiedener Seite darauf hingewiesen, dass der Bestand von der Mehlschwalbe auch in Lampertheim stark rückläufig ist, da heutzutage immer weniger Nistmöglichkeiten gefunden werden. Die Technischen Betriebsdienste wollen aus aktuellem Anlass rund 50 Doppelnester (B: 48 cm, H: 15 cm, T: 13 cm) im Stadtgebiet anbringen, um den lokalen Bestand zu erhöhen und somit den Erhalt der Vogelart zu sichern. Die Nisthilfen bestehen aus Holzbeton und werden von den Vögeln gerne angenommen. Das verwendete Material hat den Vorteil, dass es sehr stabil ist und lange bebrütet werden kann.
Auch die Bürger der Stadt sollen einbezogen werden. Gerne können sich interessierte Bürger, die einen Ort für solch eine Nisthilfe zur Verfügung stellen können, ab sofort bei den Technischen Betriebsdiensten melden: 06206/94990-0 Die ersten 50 Meldungen bekommen die Nisthilfe kostenfrei zur Verfügung gestellt. Auch sind die Mitarbeiter der Technischen Betriebsdienste gerne bereit bei der Anbringung behilflich zu sein. Wer außerdem Interesse an einer Mitarbeit beim Arbeitskreis Biodiversität hat, kann gerne mit einsteigen! zg