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  • Do., 09. Oktober 2025, 11:45 Uhr
    GEMEINWESENARBEIT: Programm zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts und der Teilhabemöglichkeiten / Förderbescheid für Quartiersarbeit über 64.000 Euro für weitere zwei Jahre überreicht

    „Eine zukunftsträchtige Summe“

    Große Freude über den Förderbescheid für die Gemeinwesenarbeit – zur Übergabe an die Stadt Bürstadt war die hessische Sozialministerin Heike Hofmann (Mitte links) mit der Ersten Kreisbeigeordneten Angelika Beckenbach ins Rathaus gekommen. Im Bild (von rechts): Bürgermeister Boris Wenz, Gemeinwesenmitarbeiterin Edith Harter und Diakon Dennis Kramer, Leiter der Regionalen Diakonie Bergstraße als Träger der Gemeinwesenarbeit.
    Foto: Hannelore Nowacki

    BÜRSTADT – Den ersten Bewilligungsbescheid des Landes Hessen hatte die Stadt Bürstadt 2021 erhalten, nun folgte am Mittwoch der Folgebescheid zur Förderung der Gemeinwesenarbeit (GWA) in Bürstadt, den die hessische Sozialministerin Heike Hofmann (SPD) in Begleitung der Ersten Kreisbeigeordneten Angelika Beckenbach (CDU) persönlich überbrachte. Bürgermeister Boris Wenz (SPD) freute sich über diesen schönen Anlass, wie er betonte, und nannte die rund 64.000 Euro „eine zukunftsträchtige Summe“. Die Gemeinwesenarbeit sieht Wenz als „echten Gewinn für unsere Stadt“ an, die Menschen zusammen bringe, Begegnung schaffe und das Miteinander stärke. „Ich freue mich sehr, dass wir dieses erfolgreiche Projekt dank der Landesförderung fortsetzen können“. Dem Land Hessen und der Regionalen Diakonie Bergstraße dankte er für die gute Zusammenarbeit im Sinne der Bürstädter. Träger des Projekts ist die Regionale Diakonie Bergstraße, deren Mitarbeiterinnen Edith Harter und Carolin Schleicher im Rahmen der Quartiersarbeit in der östlichen Kernstadt offene Treffs und Feste organisieren und das offene Café in der Erbacher Straße betreiben. Hier gibt es für die Bewohner des Viertels Begegnungs- und Beratungsangebote sowie die Möglichkeit sich kennenzulernen und auszutauschen. Zudem treiben die GWA-Mitarbeiterinnen die Vernetzung von Einrichtungen, Organisationen und Vereinen und auch von diesen untereinander voran. Sozialministerin Hofmann erklärte, dass mit den Folgebewilligungen für die Jahre 2025 und 2026 stärken wir die Gemeinwesenarbeit gestärkt und die Fortsetzung der erfolgreichen GWA-Projekte gesichert werde. „Denn die ermöglichen, dass Angebote gemacht werden, die jeweils genau auf die Anliegen und Bedarfe der Menschen vor Ort zugeschnitten sind – Angebote für alle eben“. 

    Förderung auch bei knappen Kassen

    Ein besonderer Fokus liege bei den Projekten stets auf der Förderung von Teilhabe und Partizipation sowie darauf, Initiativen zu unterstützen, die das Engagement der Menschen in ihrem und für ihr Quartier stärken. Sie sei gerne gekommen, sagte Sozialministerin Hofmann, denn es gehe um den sozialen Zusammenhalt in Hessen und Bürstadt, gerade auch in turbulenten Zeiten und in Zeiten knapper Kassen. Die GWA-Landesförderung erfolgt laut Ministerin derzeit hessenweit in 73 Kommunen mit 96 Quartieren. Für das Jahr 2025 sind im Haushalt Fördermittel in Höhe von bis zu 8,1 Millionen Euro vorgesehen. Der Landkreis Bergstraße erhalte insgesamt rund 464.000 Euro GWA-Fördermittel, davon bekomme Lampertheim 66.000 Euro und Waldmichelbach 130.000 Euro. „Wir setzen darauf, dass die Gemeinwesenarbeit auch in Zukunft eine wichtige Brücke zwischen Menschen und Angeboten vor Ort bildet. Gemeinsam mit den Kommunen schaffen wir Lebensräume, in denen jeder Mensch die Chance hat, sein Potenzial zu entfalten – ein Gewinn für alle Beteiligten und für unsere Gesellschaft als Ganzes“, sagte Ministerin Hofmann. Die Erste Kreisbeigeordnete Beckenbach wies darauf hin, dass die GWA für alle Alters- und sozialen Gruppen zuständig sei sowie für Menschen, die in Deutschland oder anderswo geboren sind, und alle diese Menschen zusammenbringen wolle. „Gemeinsam“ ist für sie das Leitwort. Dem Land Hessen dankte sie für das „tolle Programm“. Bürgermeister Wenz nannte einen Eigenteil der Stadt Bürstadt von 25 Prozent bei der Finanzierung. Das geförderte Quartier habe 3.200 Einwohner. Dennis Kramer nahm das Lob Beckenbachs als „potenter Träger“ gerne zur Kenntnis. Die Arbeit brauche Zeit, auch bis ein Netz und Vertrauen aufgebaut sei, erklärte GWA-Mitarbeiterin Harter. Ins Café kämen viele Stammgäste. Im Bürgerhaus werde zum Thema Wohnungslosigkeit eine Veranstaltung stattfinden, ein Thema, das dieses Quartier wegen der Gemeinschaftsunterkünfte besonders betreffe. Wegen des Umbaus der Räume in der Erbacher Straße sei die Gemeinwesenarbeit vorübergehend in der Wolfstraße 22 (früher Pfarrbüro St. Peter) anzutreffen, offene Sprechstunde jeden Dienstag von 15 bis 17 Uhr. 

    Hannelore Nowacki

     

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