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Fr., 27. Mai 2022, 11:06 Uhr
HIMMELFAHRT: Gottesdienst und Familienfest bei der Martin-Luther-Gemeinde
Einfach himmlisch - großes Fest der Begegnung mit Spaß am Feiern
Bei der Kita Falterweg war viel geboten, unter anderem Kinderschminken, Malen und Blühsamen eintopfen. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Ein fröhliches und friedliches Fest wurde nach langer Coronapause bei der Martin-Luther-Gemeinde wieder an Christi Himmelfahrt gefeiert. Ein früher Blick zum Himmel zeigte noch viele graue Wolken, doch dann strahlte die Sonne mit aller Kraft und ließ das Familienfest der Martin-Luther-Gemeinde zu einem fröhlichen Sommerfest und Volksfest werden. Daran hatten die unzähligen gut gelaunten Gäste ebenso Anteil wie die fast fünfzig Helferinnen und Helfer, die schon früh im Einsatz waren, um den Gästen einen schönen Aufenthalt zu bereiten. Im Garten mit der prächtigen Linde hinter der Martin-Luther-Kirche und auf dem weitläufigen Kirchenvorplatz waren Tische und Bänke aufgestellt und die Teams im Küchenpavillon und im Getränkewagen hatten alles vorbereitet, um den Ansturm der durstigen und hungrigen Gäste zu bewältigen, der nach dem Gottesdienst stetig zunahm. Wunderbare Düfte entfalteten sich, Genuss mit Qualität war angesagt, verlockend auch die Salatbar. Im kühlen Erdgeschoss des Martin-Luther-Hauses bot das Kuchenbüffet den Gästen ein Fest der Sinne mit einer verführerischen Vielfalt von liebevoll dekorierten Torten, Kuchen und rot glänzenden Erdbeerkuchen, alles Spenden und selbst gebacken. Mit einem Platzkonzert des Posaunenchors ging es bald nach dem Gottesdienst unter freiem Himmel weiter. Später traten der gemischte Chor und der Männerchor des MGV 1840 mit Ständchen auf. Babara Boll und Matthias Karb waren die Attraktion für die Fans von Rock und Pop am Nachmittag. Ganz nach oben katapultierten sie die Stimmung mit Songs in englischer und deutscher Sprache, von „Stand by me“ bis „Ein Hoch auf uns“. Eine Zugabe musste sein, da ließen die Fans nicht locker. Matthias Karb entschied sich für „You are so beautiful“, ein Song von Joe Cocker, den er zur Begeisterung des Publikums ebenso unverwechselbar rauchig vortrug. Die Band „Lu’s blues ground“ beeindruckte ihr Publikum anschließend mit weichen, fließenden Blues-Rhythmen. Für die Kinder war vormittags wie nachmittags viel Abwechslung geboten. Unter dem Zeltdach der Kita Falterweg bastelten und malten die Kinder. „Schön, dass wir dieses Fest zusammen feiern!“ war auf einem Zettel zu lesen, unter dem später viele bunte, ausgeschnittene Kinderhände auf grünem Tuch mit den Vornamen angesteckt waren. Gut kam das kunstvolle Kinderschminken an. In der Jurte der Pfadfinder vom Stamm Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz glühte das Holzkohlenfeuer zum Stockbrotbacken, für das es einen üppigen Teigvorrat gab. In der Kirche führte der Kinderchor unter der Leitung von Thomas Braun das Kindermusical „Die Legende um Christophorus“ von Gunther Martin Göttsche auf, das Eltern und Kinder im Publikum mit viel Beifall belohnten. Während die Luther-Bienen von Imker Markus Reitz gerade einen Ausflug zu den Blüten in der Umgebung unternahmen, ging es an seinem Stadthonig-Stand mit zahlreichen Besuchern bald zu wie im Bienenstock. Beim Familiengottesdienst mit Michaela Fröhlich in Vertretung von Pfarrer Ralf Kröger am Morgen ging es in der Lesung aus Lukas Kapitel 24 um die Begegnung der Jünger mit dem auferstandenen Jesus und um das Zusammenleben in der Familie und um himmlische Momente, die sich in der Familie und überall entwickeln können. Die Gottesdienstbesucher nahmen gerne die Gelegenheit wahr, auf den ausgeteilten Wolkenzetteln ihre Wünsche und Auffassungen aufzuschreiben, die von den Mitgliedern der Gruppe „Familienzeit“ vorgelesen wurden. Am 11. Juni von 15 bis 17 Uhr wird die „Familienzeit“ bei gutem Wetter unter freiem Himmel für alle interessierten Familien mit Kindern bis 10 Jahre und älteren Geschwistern ein Beisammensein mit Spiel und Spaß anbieten. Wie stark sich der Himmel im täglichen Leben bemerkbar macht und Teil der Alltagssprache ist, machte Michaela Fröhlich an vielen Beispielen deutlich. Ach, du lieber Himmel, im siebten Himmel oder um Himmels willen sind beliebte Redensarten um starke Gefühle zu beschreiben. „Einfach himmlisch, dass wieder ein Familienfest ist, dass wir himmlische Momente erleben dürfen“, fasste sie die spürbare Erleichterung nach der langen Coronakrise zusammen.Hannelore Nowacki
Der Blues-Musik lauschen und sich unterhalten – ein entspannter Familiennachmittag. Foto: Hannelore Nowacki