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  • Fr., 22. Mai 2026, 14:15 Uhr
    STADTARCHIV: Historische Filme werden durch Digitalisierung mit Unterstützung des Video- und Foto Clubs Lampertheim gesichert

    Einzigartige Zeitdokumente für die Zukunft erhalten

    Das Stadtarchiv Lampertheim hat mit Unterstützung des Video- und Foto Clubs Lampertheim einen wichtigen Schritt zur Sicherung des städtischen Filmerbes unternommen.
    Foto: oh

    LAMPERTHEIM – Im Stadtarchiv wurden alte VHS-Kassetten, Super-8-Filme und Minidigitalvideos (DV), DVDs und CDs aufbewahrt, deren Beschriftung erahnen ließ, dass alte Filmaufnahmen darauf zu finden sind, die nicht verloren gehen dürfen. Es waren jedoch keine Abspielgeräte mehr vorhanden, um sie abzuspielen und testen zu können, ob die Datenträger die Zeit überdauert haben. Hier kam der Video- und Foto Club Lampertheim mit seinem technischen Wissen und seiner Ausstattung mit Abspielgeräten, die heute kaum noch zu finden sind, zu Hilfe. Alois Klüber, Mitglied des Clubs, hat die historischen Filme digitalisiert. 

    Die Digitalisierung war eine Herausforderung. Es galt nicht nur die alten Dateiformate umzuwandeln. Hinzu kam, dass sich der Zustand der analogen Datenträger altersbedingt kontinuierlich verschlechtert hatte. Ohne rechtzeitige Maßnahmen drohte der unwiederbringliche Verlust wertvoller historischer Aufzeichnungen. „Die Filme dokumentieren Ereignisse, Orte und Menschen aus mehreren Jahrzehnten Stadtgeschichte“, betont die Stadtarchivarin Carmen Daramus. „Ohne die Digitalisierung wären diese einzigartigen Zeitdokumente in absehbarer Zeit nicht mehr nutzbar gewesen. Das Projekt ist daher ein entscheidender Beitrag zur dauerhaften Sicherung unserer Stadtgeschichte.“ 

    Die Unterstützung durch Alois Klüber vom Video- und Foto Club Lampertheim war dabei von großer Bedeutung. Er kennt sich in der Audio- und Videotechnik bestens aus und ist mit kaum noch vorhandenen Abspielgeräten ausgestattet. Bei einigen Beiträgen sei die Bearbeitung leichter, bei anderen schwieriger gewesen, so Klüber. „Manche Filme waren zum Beispiel altersbedingt beschädigt.“ Auf manchen Bändern hätten sich neben den relevanten Aufnahmen noch weitere, teils ungeordnete Ausschnitte befunden, die erst sorgfältig herausgefiltert werden mussten.

    Auch Bürgermeister Scholl würdigte das Projekt: „Das Stadtarchiv leistet unverzichtbare Arbeit für die Erinnerungskultur unserer Stadt. Mit Unterstützung des Video- und Foto Clubs konnten wichtige Zeitzeugnisse für die Nachwelt bewahrt werden.“ Besonders freut Bürgermeister Scholl, dass auch der Film von Dr. Eduard Feldhofen gesichert werden konnte, der 1951 die Feierlichkeiten der Verleihung der Stadtrechte dokumentiert. Rechtzeitig zum 75-jährigen Stadtjubiläum. Durch die Digitalisierung sind die Filme nun archivtechnisch aufgearbeitet und verzeichnet und können - soweit die Schutz- und Urheberrechte dies ermöglichen - für Forschung, Dokumentation und die öffentliche Erinnerung genutzt werden. zg

     

     

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