BURG-STEIN-MUSEUM: Eisreittiere wegen großem Besucherinteresse am 19. September nochmals zu sehen
Eiszeitknochenbestimmung ein Riesenerfolg
In der Bildmitte bei der Eiszeitknochenbestimmung Frank Menger mit Tochter, rechts daneben Bürgermeister Volker Scheib. Foto: oh
NORDHEIM – Der international bekannte Paläolothiker Frank Menger aus Groß-Rohrheim hat im Burg-Stein-Museum die Bibliser Eiszeitfunde, die während der letzten Jahrzehnteaus den Kiesseen geborgen wurden, näher bestimmt. Unter den zahlreichen Besuchern konnte der Verein für Heimatgeschichte Nordheim e.V. neben Bürgermeister Volker Scheib auch die Ortsvorsteherin Renate Weissbrodt begrüßen, die beide von den Großtierknochen sehr beeindruckt waren. Neben den vor ungefähr 10.000 bis 80.000 Jahren lebenden Mammut, ihren Schädel, Zähnen und Knochen, fanden sich Teile von Rentieren, Bison und Wollhaarnashorn. Selbst versteinerte Wildpferdknochen sind zu sehen. Alles Tiere die gemeinsam mit eiszeitlichen Jägern in unserer Umgebung lebten.
Aber auch von Warmzeitbewohnern wie der Riesenhirsch, der vor 100.000 Jahren bis etwa 80.000 Jahren die Riedwälder durchstreifte, fanden sich Geweih und Knochenteile. Noch wesentlich älter waren seltene Stücke des Waldelefanten und des Großen Waldnashorns. Eine Besonderheit stellt auch der linke Oberschenkelknochen des großen Auerochsen dar. Der letzte seiner Gattung ist 1627 in den Wäldern Polens ausgestorben.
Wegen großem Besucherinteresse werden die Eiszeittiere alle noch am Sonntag, 19. September, von 10 bis 12 Uhr im Burg-Stein-Museum, Nordheim unter Corona Auflagen (geimpft oder genesen oder Negativ-Test) zu sehen sein, bevor aus Platzmangel der größte Teil der wertvollen Sammlung wieder in den Museumsmagazinen eingelagert werden muss. zg