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Mo., 31. Oktober 2022, 13:56 Uhr
MGV 1840: Konzertpremiere von Chor Joyful und Band mit Jubel und Applaus gefeiert
Emotionale Höhenflüge beim Chorkonzert „See you again“
Ein freudiges und harmonisches Wiedersehen am Samstag und Sonntag feierten der Chor Joyful und das Publikum beim Konzert mit dem Titel „See you again“. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Endlich ein Wiedersehen mit dem Chor Joyful des MGV 1840, der am Samstagabend zur Premiere des Konzerts unter dem Motto „See you again“ und dem Untertitel „Stecker raus 2.0“ in den Schwanensaal eingeladen hatte. Eigentlich finden die Konzerte im Zweijahresrhythmus statt, doch dann kam die Corona-Krise. Nach diesen vier langen Jahren führte der Chor Joyful das Premierenpublikum am Samstagabend unter der Leitung von Dirigentin Elisabeth Seidl durch die klangvolle Welt der Vielfalt von Beziehungen, der Liebe, des Herzschmerzes, der Gefühle, Sehnsüchte und Wiedersehensfreude. Mit ihren klangstarken Stimmen sind die rund vierzig Sängerinnen und Sänger nicht auf elektronische Verstärkung angewiesen, daher darf für den Chorgesang der Stecker raus, nur die Solisten nutzten ein Mikrofon. Auch die Band, die einige Stücke musikalisch begleitete und einmal ohne Chor ihr Können präsentierte, verzichtete weitgehend auf lautstarke Verstärkertechnik. Am Piano war Peter Schnur, Tim Jäger an der Gitarre und Ukulele, Frank Willi Schmidt am großen Kontrabass E-Bass. Christian Dobirr am Schlagzeug war vor der Bühne eingehaust zwischen transparenten Wänden. Bei der Premiere am Samstagabend war das Konzert nicht ausverkauft, was MGV-Vorsitzender Holger Schneibel bedauerte, doch am Sonntagnachmittag wurde der Schwanensaal bis auf den letzten Stuhl und Barhocker voll. Als am Samstag der Saal verheißungsvoll ins Dunkel fiel und die Männer des Chor Joyful auf die Bühne kamen, um „Stand by Me“ zu singen, erhielten sie bereits vor dem ersten Ton Applaus. Die einfallsreichen und erfrischenden Ansagen machten Charlotte Seelinger, deren Mutter im Chor singt, und Thomas Billau, der auch Trompete spielte. Bei „Kiss Me“ zog der gesamte Chor auf die Bühne. „Tonight you belong to Me“ wurde a cappella gesungen, wie auch die Stücke „Weit, weit weg“ und „Applaus, Applaus“. Zu weiteren gefühlvollen Höhenflügen regten „Lass uns leben“ und „Eternal Flame“ an. Auf der Bühne immer wieder ein Wechsel. Mit „Something Stupid“ beeindruckte der der Kleine Chor mit sechs Frauen und sechs Männern. Die Klangzartheit von „Over the Rainbow“ unterstrichen die Ukulelen, gespielt von den Joyful-Sängerinnen Anette Röhrig und Ilona Metzner sowie Band-Gitarrist Tim Jäger. Mit seiner Aussagekraft wirkt das Lied von 1938 bis heute.
Holger Schneibel, Vorsitzender des MGV 1840, bedankte sich bei den Mitwirkenden und dem Publikum und insbesondere bei Dirigentin Elisabeth Seidl, die die Gesamtleitung einschließlich Organisation hatte. Foto: Hannelore Nowacki
Nach „Total eclipse of the heart” und „See you again” brachten die Frauen als Hommage auf Aretha Franklin, der Queen of Soul, ein mitreißendes Medley, das mit der Hymne der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung „Respect” den Höhepunkt erreichte – auf der Bühne bewegte Szenen mit Sängerinnen voller Leidenschaft und glanzvollen Stimmen, die den direkten Weg ins Herz fanden. Der große Chor machte weiter mit „Can´t stop the feeling” und „Hey Brother, hey Sister” und „Rehab”. Jubel brach im Saal aus, die gelöste Stimmung auf der Bühne hatte den Saal ergriffen. Mit „Aquarius” und „Let the Sunshine in” ging das Konzert fulminant zu Ende. Noch einmal ging die Sonne auf, als der Chor Joyful dem mitklatschendem Publikum nach viel Applaus das Stück als Zugabe schenkte. Holger Schneibel, Vorsitzender des MGV 1840, überreichte Elisabeth Seidl, die auch die Gesamtleitung hatte, einen Blumensstrauß, sprach ihr und den Mitwirkenden sowie dem Publilkum seinen Dank aus. In der Zeit der Corona-Krise habe der Chor über ein Jahr im Lockdown und danach nicht oder nicht wie gewohnt singen können, bis in den Oktober hinein habe man im Freien gesungen. In diesem Jahr habe der Chor auf seine Chorferien verzichtet, um sich auf das Konzert vorzubereiten. Der Chor bekomme Zuwachs, teilte Schneibel mit, dreiProjektsängerinnen, wollen dem Chor beitreten sowie zwei Sängerinnen, Mutter und Tochter, die aus der Ukraine geflüchtet sind und seit ihrer Ankunft in Lampertheim mitsingen. Hannelore Nowacki