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  • Fr., 15. November 2019, 06:53 Uhr
    Bürgerversammlung, wilder Müll auf Spielplätzen, Obstbaumaktion weitere Themen beim Magistratspressegespräch

    Ende der Hallenbadsanierung der Biedensandbäder verzögert sich

    Der Termin zum Ende der Sanierung des Hallenbades der Biedensandbäder zum 1. März 2020 kann nun doch nicht gehalten werden. Archivfoto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Im Rahmen eines Magistratspressegesprächs berichtete Erster Stadtrat Jens Klingler und Geschäftsführer der Biedensandbäder vom Sachstand der Hallenbadsanierung, die voraussichtlich bis 1. März 2020 abgeschlossen sein sollte. Dieser Termin ist nun hinfällig,  nachdem es bei der Ausschreibung für die Dachsanierung keine angemessenen Angebote gegeben habe. „Die Preise waren einfach zu hoch“, stellte Klingler fest. Daher komme es jetzt zu einer beschränkten Vergabe. Zu den Überraschungen bei den Bauarbeiten im Bestand gehörte zum Beispiel die Entdeckung eines Schachts gerade dort, wo die Fundamentlinie vorgesehen sei – dieser sei in keinem Plan verzeichnet. Eine Präsentation und Mitteilungen kündigte Klingler für den 18. November an. 

    Bürgerversammlung am 5. Dezember

    Bürgermeister Gottfried Störmer sprach zum Thema Bürgerversammlung am 5. Dezember um 19 Uhr im Sitzungssaal des Stadthauses, zu der Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass einlädt. In dieser Auftaktveranstaltung geht es um das Niederschlagswasser, das neu berechnet werden müsse, nachdem seit der letzten Erhebung ein sehr langer Zeitraum verstrichen sei. Eine Vorlage zum Niederschlagswasser wurde am Mittwochabend im Haupt- und Finanz-Ausschuss beraten. Man habe geschaut, wie es andere Kommunen gemacht haben. Die Luftbilder, die bei der Befliegung von Lampertheim entstanden sind, seien zurzeit in der Auswertung. Jeder Grundstückseigentümer werde angeschrieben, für zusätzliche Informationen, Beratungsgespräche und Hilfestellung  werde gesorgt. Die eigentliche Umsetzung erfolge 2020. Durch die Luftbilder werden die versiegelten Flächen ermittelt, die unterschiedlich berechnet werden. Bei begrünten Dachflächen werden nach Auskunft von Sabine Vilgis, Leiterin der Technischen Betriebsdienste, nur die halben Gebühren fällig. Auch ein Zisternenanschluss lohne sich. Niederschlagswasser führe zu Belastungen im Kanal.  Störmer wies darauf hin, dass Eigentümer der Verwaltung Veränderungen jederzeit mitteilen können. Auch rückwirkende Berechnungen seien möglich, wenngleich diese keine Bestrafung darstellen. Lampertheim, erst kürzlich als Klimakommune ausgezeichnet, müsse in den Büchern für Klarheit sorgen, betonte Störmer, während Klingler auch in der Aktualisierung auch eine Gerechtigkeit sieht. 

    Müll auf Spielplätzen

    Wilde Müllablagerungen auf Spielplätzen sind ein großes Problem, berichtete Sabine Vilgis,  Leiterin der Technischen Betriebsdienste. Nicht nur gefährliche und schlecht zu entsorgende Reste nächtlicher Partys wie zerbrochene Flaschen, Zigarettenkippen und Plastikteilchen von Partykrachern mit Silberstreifen aus Plastik und Plastikflügelchen machen ihren Mitarbeitern zu schaffen und gefährden zudem die spielenden Kinder. Dazu komme, dass Bürger immer wieder private Mülltüten an öffentlichen Müllbehältern anhängen. Das sei verboten und werde geahndet, wenn jemand dabei ertappt werde, gab Bürgermeister Störmer diesen Bürgern zu bedenken. Scherben, Kippen und Hundekot bei Reinigungsarbeiten zu entfernen sei extrem aufwändig, aber auch eklig. Neben den turnusmäßigen Reinigungsarbeiten werden die Mitarbeiter auch von den Spielplatzpaten gerufen, wenn ihnen Verschmutzungen auffallen. Spielplatzpaten müssten nicht selbst Hand anlegen, ihre Aufgabe sei in erster Linie,  ein Auge auf die Spielgeräte und Vermüllung zu haben und Beobachtungen mitzuteilen. „Wir haben eine schöne Zusammenarbeit“, lobte Vilgis die zehn Spielplatzpaten, von denen sie sich noch mehr wünscht. Die Paten bekommen eine Urkunde und werden zu den Ehrenamtsabenden eingeladen. Interessierte Bürger können sich bei ihr per E-Mail bewerben. Auch in Gruppen oder als Zweier-Team kann man Spielplatzpate werden. 

    Obstbaumaktion am 30. November – Baum reservieren lassen

    Wo bekommt man einen hochwertigen Baumschulen-Obstbaum für nur 20 Euro pro Stück? Bei der Stadt Lampertheim. Empfehlenswert ist ein Anruf bei den Technischen Betriebsdiensten (Telefon 06206/94990-0), um sich den gewünschten Baum reservieren zu lassen, der dann am 30. November bei der Stadtgärtnerei in der Industriestraße 35 zwischen 10 und 12 Uhr abgeholt werden kann. Bezahlung bei Abholung, zum Transport braucht man ein größeres Fahrzeug, einen Dachgepäckträger oder einen Anhänger. Sabine Vilgis, Leiterin der Technischen Betriebsdienste, will mit dieser Aktion wertvolle alte Sorten in die Stadt holen, die früher auf Streuobstwiesen zu finden waren. „Das ist gut für Menschen, die leckeres Obst genießen und für die Tiere, die Insekten und Vögel, denen ein Obstbaum Lebensraum und Nahrungsquelle ist“. Diese Bäume mit Qualitätssiegel seien mit 20 Euro pro Stück nicht auskömmlich bezahlt, erklärte Vilgis, doch solle die biologische Vielfalt im Stadtgebiet gefördert werden. Unter fünf Apfelsorten, drei Birnensorten, einer Kirsch- und einer Zwetschgensorte kann gewählt werden, die Namen tragen wie Schöner von Boskoop, Gräfin von Paris oder Köstliche Charneux. Unter der großen, hohen Krone, beginnend bei 1,6 Metern, kann man Rasen haben und einen Sitzplatz einrichten. Bei 4 x 4 Metern beginnt der Platzbedarf im Garten. Informationen zum Pflanzen und zur Pflege mit fachgerechtem Schnitt können bei den Stadtgärtnern erfragt werden. Wer nicht die Früchte mal nicht erntet, verschafft Bienen, Igeln und anderen Tieren Nahrung und Genuss. Hannelore Nowacki

     

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