Mo., 19. Juli 2021, 16:26 Uhr
FREIE WÄHLER GROSS-ROHRHEIM: Verbindung nach Einhausen zunächst auf ein Jahr begrenzt
„Endlich kommt das Ruftaxi”
GROSS-ROHRHEIM – „Seit über zehn Jahren fordern wir die Verbesserung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs an die Bergstraße. Am vergangenen Donnerstag war es soweit. Mit den Stimmen von SPD und Freie Wähler-Bürger für Groß-Rohrheim wurde das beschlossen”, so die Freien Wähler in einer Pressemitteilung. Zunächst auf ein Jahr begrenzt wird es eine Verbindung von Groß-Rohrheim nach Einhausen geben. Von Einhausen aus können dann sämtliche bestehenden Verbindungen nach Lorsch bzw. an die Bergstraße benutzt werden. In ihrer Stellungnahme zur Verbesserung des Nahverkehrsplanes hatte das die Gemeindevertretung bereits im Juni 2020 gefordert. Hier der seinerzeitige Beschluss: Bereits im Nahverkehrsplan des Kreises Bergstraße 2014 - 2018 war eine Einbindung von Groß-Rohrheim in die Linie (643 Heppenheim-Lorsch-Einhausen-Bürstadt) vorgesehen. Dies muss auch das Ziel für den neuen Nahverkehrsplan sein. Für Fahrten nach Einhausen und Lorsch (Schwimmbad, Arbeitsplätze, Krankenhaus, Einzelhandelsgeschäfte, Tourismus) lassen sich deutlich mehr Gründe aufzählen als für eine Verbindung nach bzw. über Langwaden und Schwanheim. Zudem würden Einhausen und Lorsch an die S-Bahn nach Mannheim angeschlossen. Außerdem sollte Groß-Rohrheim an die Kreisstadt Heppenheim, mit Kreisverwaltung, Kreiskrankenhaus sowie den diversen kulturellen und touristischen Schwerpunkten angeschlossen sein.
„Umso weniger waren die Gegenargumente am vergangenen Donnerstag zu verstehen. Da ging es nur noch um Schülerinnen der Werner-von-Siemens-Schule in Lorsch, die die neue Verbindung auch nutzen können. Eine überflüssige Debatte finden wir. Wenn andere Schüler im Kreis Bergstraße bestehende Ruftaxiverbindungen benutzen können und dadurch der Schulweg einfacher und leichter wird, weshalb soll es bei uns verboten sein? Beim Versuch eine Buslinie nach Darmstadt einzurichten wäre man froh gewesen, wenn täglich fünf Schülerinnen und Schüler mitgefahren wären. In allererster Linie geht es um alle Groß-Rohrheimerinnen und Groß-Rohrheimer, die entweder nicht selbst mobil sind bzw. künftig das eigene Fahrzeug stehen lassen und Co2 sparen können.” zg