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  • So., 08. August 2021, 13:53 Uhr
    EVANGELISCHE KIRCHE: Unbeschwerte Zeit für 29 Kinder aus Hüttenfeld und Neuschloss

    „Endlich wieder Sommerfreizeit”

    Die Hüttenfelder Freizeitgruppe in Maria Einsiedel Gernsheim. Foto: ehr


    HÜTTENFELD – Im letzten Jahr ist die Sommerfreizeit der evangelischen Kirchengemeinde Hüttenfeld/Neuschloss der Pandemie zum Opfer gefallen. Man hat wohl mit den Freizeitkindern in Hüttenfeld eine Art Ferienspiele durchgeführt. Doch das ist nicht das Gleiche, wie wenn man zusammen wegfährt, übernachtet und ein ganz anderes Wir-Gefühl erlebt.

    Da die Durchführung einer Freizeit auch 2021 noch lange unsicher erschien, hat man mit dem Jugendhaus Maria Einsiedel in Gernsheim ein nahes Ziel gewählt. So verbrachten die 29 Kinder mit ihren Betreuern eine unbeschwerte Woche in dem schmucken Haus mit seinem großzügigen Außengelände. Maria Einsiedel war eineinhalb Jahre unbewohnt und die Hüttenfelder waren die erste Gruppe, die dieses Haus wieder mit Leben erweckte, wenn auch unter Coronabedingungen. Doch das ist man ja leider Gottes inzwischen gewohnt.

    Alle Teilnehmer und Teamer waren geimpft oder brachten einen negativen Test mit. Auch während der Woche hat sich die Gruppe einmal komplett getestet. Und da sonst keine Gruppe das Haus bewohnte, war man dahingehend auf der absolut sicheren Seite.

    Es wurde wie immer viel gespielt, getanzt, gebastelt und gelacht. Die Teamer hatten wieder eine Menge neuer Ideen für Workshops mitgebracht. Die Kinder übten sich in der Knotentechnik des Makramee, stellten selbst Seife mit unterschiedlichen Motiven her oder bastelten Fische. Ein selbstgebauter Barfußpark mit Steinen, Sand oder Dingen, die man im Wald fand, schärften die taktilen Sinne der Füße und dass man Speckstein gut zu kleinen Schmuckstücken verarbeiten kann, war auch eine neue Erkenntnis. Poi ist ein Spinningelement aus der Artistik in Neu Seeland. Auch das haben die Kinder angefertigt und damit gespielt. Das obligatorische Batiken durfte natürlich nicht fehlen.

    In den Morgenandachten und der Abendrunde stand das Thema „Wasser“ im Mittelpunkt und die Kinder wurden so für dieses unverzichtbare Element sensibilisiert. Apropos Wasser. Das Wetter war in dieser Woche eher durchwachsen. Doch man machte das Beste draus und die sonnigen Abschnitte wurden für ein Geländespiel oder dem Ausflug zu einem See genutzt. Spiele und Quizabende rundeten die Freizeit ab. Den Abschluss bildete am Abreisetag ein gemeinsamer Gottesdienst mit den Eltern, der in einer „Open-Air“ Kirche auf dem Freizeitgelände durchgeführt wurde. Tränenreich war dann auch die Verabschiedung der Gemeindepädagogin Astrid Münk-Trindade durch die Teamer. Nach zehn Jahren verlässt Münk-Trindade die Gemeinde Richtung Mainz und es war somit ihre letzte Freizeit mit den Kindern.

    Dennoch freuen sich alle schon auf 2022, wo die Gruppe an den Alpsee im Allgäu fahren will. ehr

     
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