
LAMPERTHEIM – Für den Deutschen Lesepreis 2026 sind auch in diesem Jahr wieder viele Projekte und Personen nominiert, die der Leseförderung ein Gesicht geben. Mit persönlichem Einsatz, Kreativität und Mut beschreiten sie neue Wege, um Kindern das Lesen näher zu bringen. Und das ist keine Kleinigkeit: Jedes vierte Kind verlässt die Grundschule, ohne ausreichend Lesen zu können, dabei werden entscheidende Weichen für die Zukunft schon im Kleinkindalter gelegt. Egal ob in den Bildungsinstitutionen Kita und Schule oder in außerschulischen Projekten mit dem Einsatz vieler freiwillig Engagierter: es braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen, Chancen schaffen und Kindern die Tür zur Welt der Geschichten öffnen.
Insgesamt 50 Projekte und Personen sind aus fast 400 Bewerbungen in 5 Kategorien für die Shortlist ausgewählt worden. Darunter: Stadtbücherei Lampertheim mit dem Projekt „MINT-Magie in der Bücherei“. Das Projekt zeichnet sich durch die gelungene Verbindung von Leseförderung und naturwissenschaftlicher Neugier aus. Einmal im Monat tauchen Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren mit einer spannenden Geschichte in ein MINT-Thema ein und entdecken anschließend durch praktische Experimente, wie sich das Gelesene in der Realität wiederfindet. Das Projekt schafft einen niederschwelligen Zugang zu Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik und zeigt, dass Lesen und Forschen wunderbar zusammenpassen.
Der mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Deutsche Lesepreis ist eine gemeinsame Initiative der Stiftung Lesen und der Commerzbank-Stiftung und wird im Februar 2026 zum 13. Mal verliehen. In Zentrum stehen diejenigen, die oftmals im Hintergrund dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche echte Zukunftschancen erhalten. Denn nur wer lesen kann, hat die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft von Staatsminister für Kultur und Medien Dr. Wolfram Weimer und wird von den Kategoriepartnern Arnulf Betzold GmbH, Deutscher Städtetag und Deutsche Fernsehlotterie, Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH, Wort & Bild Verlag und PwC-Stiftung unterstützt.
Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen betont: „Wenn jedes vierte Kind die Grundschule verlässt, ohne richtig lesen zu können, ist das nicht nur ein Bildungsproblem – es ist ein gesellschaftlicher Notstand. Leseförderung muss endlich systematisch in Bildungspläne integriert und politisch priorisiert werden. Dafür braucht es neue Bildungsimpulse und Ideen. Die Nominierten für den Deutschen Lesepreis zeigen, wie es gehen kann: mit konkreten Projekten, engagierten Menschen und dem Mut, neue Wege zu gehen.“
Astrid Kießling-Tascin, Vorständin der Commerzbank-Stiftung, ergänzt: „Hinter jedem Projekt stehen Menschen, die mit Herz und Haltung Kindern die Welt des Lesens öffnen. Sie schenken nicht nur Geschichten, sondern auch Selbstvertrauen, Neugier und Zukunftsperspektiven. Dieses Engagement verdient nicht nur Anerkennung – es berührt und inspiriert. Wir gratulieren allen Nominierten ganz herzlich und bedanken uns jetzt schon für Ihren vorbildlichen Einsatz für die Leseförderung.“ zg
Beitrag aus der Rubrik