
LAMPERTHEIM – Am 17. Mai fand in Kassel die Sprint-Europameisterschaft (EM) im Quadrathlon statt. Der Wettkampf setzt sich aus den Disziplinen Schwimmen, Radfahren, Paddeln und Laufen zusammen. Der WSV Lampertheim ging mit einer Staffel, bestehend aus Lukas Reichert, Matteo Lunkenbein, Marco und Jan Brechenser, an den Start. Marco Brechenser ging ebenso im Einzel an den Start und seine Schwimmleistung wurde für die Staffel gewertet. Der Sonntagmorgen in Kassel war kalt, aber sonnig. Die Wassertemperatur betrug gerade einmal 13 Grad. Es lag Nervosität in der Luft. Vor dem Startschuss wurde die ernstzunehmende Konkurrenz auf das Podium ausgemacht. Top-Leichtathleten, Radfahrer, die mit Zeitfahrrädern an den Start gingen, wovon andere sich ein Auto kaufen, sowie starke Schwimmer und Kanuten. Schnell wurde klar, mit einer Medaille wird es dieses Jahr schwer werden.
Um 8.45 Uhr erfolgte der Startschuss für das Schwimmen. Marco Brechenser startete für die Staffel mit einer super Schwimmleistung und kam als 4. Staffel aus dem Wasser. Matteo Lunkenbein verlor durch eine exzellente Leistung bei einem herausragend starken Feld auf dem Rad lediglich einen Platz und ließ den zeitlichen Abstand auf das Podium nicht zu groß werden und übergab an Lukas Reichert. Nun kam mit dem Kanufahren für die Staffel des WSV Lampertheim die Schlüsseldisziplin und hier musste viel Zeit und ein paar Platzierungen aufgeholt werden, wenn man die Chance auf das Podium behalten wollte. Lukas Reichert überzeugte mit einem starken Auftritt und brachte die Lampertheimer Staffel auf Platz 3, nur eine Sekunde hinter Platz 2, zur letzten Staffelübergabe.
Nun galt es für Jan Brechenser bei der abschließenden Disziplin, dem Lauf, den Podestplatz ins Ziel zu bringen. Eine anspruchsvolle Laufstrecke verlangte nochmal alles ab, doch der Wassersportverein Lampertheim konnte, auch aufgrund der überraschend schnellen Laufzeit, die Silbermedaille sichern. Somit wurde die Staffel Vize-Europameister. Marco Brechenser konnte in einem starken Feld den 9. Platz in der Einzelwertung erreichen. Er steigerte sich gegenüber der Austragung im vergangenen Jahr um drei Minuten. Mit den Endzeiten der Staffel und der Einzelwertungen hätte man bei der letztjährigen Austragung der Quadrathlon-Europameisterschaft an gleicher Stelle jeweils den Titel geholt. Das zeigt das enorm gesteigerte Niveau im Quadrathlonsport und wertet die Leistungen der WSV-Athleten nochmals auf. zg
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